Erneutes Kirchenasyl

Erneutes Kirchenasyl

Auf der Flucht vor Terror und Gewalt kamen sie nach Friedrichsdorf – wir heißen Flüchtlinge willkommen!

aktuelle Info: FR Artikel vom 15.3.2015 über Friedrichsdorfer Kirchenasyl

Etwa 100 Flüchtlinge leben derzeit in Friedrichsdorf und viele Menschen setzen sich für sie ein – auch wir als ev.-methodistische Gemeinde sind Teil dieser wichtigen Bewegung der Stadt. Im Dezember fand auch das zweite Kirchenasyl in Friedrichsdorf zu einem erfolgreichen Abschluss: Hussein N. war insgesamt 22 Wochen im Kirchenasyl – davon ca. 10 Wochen in unseren Gemeinderäumen. Am 12. Dezember erhielt er den lang ersehnten Bescheid: seine Abschiebefrist war an diesem Tag abgelaufen und sein Asylverfahren wird nun in Deutschland durchgeführt. So wie vor ihm Abaas hat auch Hussein nun eine Chance hier bleiben zu dürfen.

Diesen Erfolg feierten Unterstützende aus dem AK-Asyl und den beteiligten Gemeinden im Gemeindehaus der ev. Kirchengemeinde Seulberg, wo Hussein die letzten Wochen seines Kirchenasyls verbracht hatte. Überschattet wurde diese Feier von der Sorge um Sarah* und Rebecca*., denn auch diese beiden Frauen hatten kurz vorher einen Abschiebebescheid erhalten. Sie waren verzweifelt, denn ihnen drohte Mitte Dezember die  Abschiebung in die Obdachlosigkeit. Die beiden jungen Frauen waren zunächst vor Gewalt aus Äthiopien nach Saudi-Arabien geflohen und hatten gehofft dort als Hausangestellte ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Sie wurden jedoch von ihren „Arbeitgeber-Familien“ wie Sklavinnen behandelt und jeder Würde beraubt. Nach Beratung durch ihre Anwältin, den hessischen Flüchtlingsrat und den AK-Asyl Friedrichsdorf entschloss unser Bezirksvorstand Rebecca und Sarah ab 17. Dezember ins Kirchenasyl aufzunehmen. Seit sie im Schutz unserer Gemeinderäume leben, sind Rebecca und Sarah „aufgeblüht“. Der Schatten der Angst huscht viel seltener über ihre Augen, sie fühlen sich wohl bei uns und nutzen jede Gelegenheit uns das zu vermitteln. Wir freuen uns wenn sie bei den Ephata-Proben dabei sind, wenn sie uns am Sonntag nach dem Gottesdienst Kaffee bereiten u.v.m.

Die Abschiebefrist für Rebecca und Sarah läuft Ende Mai aus – die Zeit des Kirchenasyls wollen sich wieder mehrere Friedrichsdorfer Gemeinden teilen. Wir möchten ihnen aber nicht mehr als einen „Umzug“ in dieser Zeit zumuten, sodass sie wahrscheinlich bis Anfang März unsere Gäste bleiben werden.

Neben Rebecca, Sarah und ihren Freunden, die sie häufig besuchen, finden viele weitere Flüchtlinge den Weg in unsere Gemeinderäume: Mindestens 4 x wöchentlich finden Sprachkurse in unseren Gemeinderäumen statt, die von ehrenamtlichen Lehrern gehalten werden.

Wir freuen uns dass weitere Flüchtlinge auch den Weg in unsere Gemeindeveranstaltungen finden – z.B. in den Gottesdienst, die Sonntagsschule oder die Überraschungskirche. Familie Asfaha und Familie Salari-Safarpour sind vielen unter uns als treue Freunde ans Herz gewachsen. Wir danken allen die ihnen mit kleinen und großen Hilfen zur Seite stehen. Wir laden Sie alle ein Ihre Herzen für die Flüchtlinge in unserer Stadt zu öffnen. Es gibt viele Möglichkeiten sich hier zu engagieren. Man muss nicht Englisch sprechen können um aktiv zu werden, denn die Flüchtlinge sollen und wollen ja die deutsche Sprache lernen. Eine gute Gelegenheit zum Aufbau von Kontakt ist das Welcome-Café, das alle 2 Monate im ev. Gemeindehaus in der Taunusstraße stattfindet. Der nächste Termin: 14. März ab 16 Uhr.

Ellen Kaltschnee

(* Namen wurden von der Redaktion geändert)

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