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Aktualisiert: vor 8 Stunden 39 Minuten

Neuer Bundeskantor beim Christlichen Sängerbund

Sa, 03/25/2017 - 06:50

Im Christlichen Sängerbund (CS) gibt es einen Wechsel im Amt des Bundeskantors. Christoph Zschunke wird ab September dieses Jahres Nachfolger von Horst Krüger, der Ende März in den Ruhestand tritt. Der im sächsischen Löbau geborene und in Leipzig lebende 46-jährige Zschunke hat in Berlin Kirchenmusik und Chorleitung studiert. Dort wirkte er anschließend als Kirchenmusiker und Beauftragter für Popularmusik in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg. Neben Lehrtätigkeiten in Chor- und Ensembleleitung sowie für Popularmusik an verschiedenen kirchlichen Ausbildungsinstituten war er von 2010 bis 2014 als Professor für Chorleitung an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf tätig. Zschunke verfügt über gute Kontakte in der kirchlichen Popularmusikszene und ist darin bundesweit in der Aus- und Weiterbildung vernetzt.

Zschunkes Vorgänger, Horst Krüger, hatte das Amt des CS-Bundeskantors fast 40 Jahre inne. Im November 1977 hatte der heute 64-jährige nach seinem Studium der Kirchenmusik in Hannover und Lübeck und einer Anstellung als Kirchenmusiker in Hamburg den Dienst als Bundeskantor aufgenommen und die musikalische Arbeit der angeschlossenen landes- und freikirlichen Chöre inhaltlich, musikalisch und geistlich geprägt. Mit dem Wechsel an der Spitze »schärft der Christliche Sängerbund sein Profil im Bereich der kirchlichen Popularmusik«, wie es in einer Pressemeldung heißt.

Fotos: © privat (Zschunke); CS (Krüger)

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Zur Information
Der Festakt zur Verabschiedung von Horst Krüger findet am 30. Juni 2017 um 17 Uhr in der Bethesdakirche der Evangelisch-methodistischen Kirche in Wuppertal-Elberfeld statt.

Der Christliche Sängerbund ist ein Zusammenschluss von rund 300 Chören sowie Einzelmitgliedern aus evangelischen Landes- und Freikirchen. Die meisten Mitglieds-Chöre gehören zur Evangelisch-methodistischen Kirche und zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Im Gegensatz zu den evangelischen Landeskirchen und der römisch-katholischen Kirche wird die kirchenmusikalische Arbeit in den Freikirchen überwiegend von engagierten Laien getragen und nicht von ausgebildeten Kirchenmusikern. Der Bund wurde 1879 gegründet und widmet sich der Unterstützung der lokalen Chorarbeit, der Ausbildung von Chorleitern, bietet Freizeiten an und gibt im hauseigenen »Verlag Singende Gemeinde« Notenmaterial und begleitende Tonträger heraus.

Zuflucht im Herzen von London

Do, 03/23/2017 - 16:11

»Wir, die Methodisten in Deutschland, stehen in Solidarität auf der Seite des britischen Volkes und beten für die Opfer und ihre Familien und für alle, die in öffentlichen Diensten stehen, sowie für die Menschen, die schockiert und erschrocken sind«, schrieb Rosemarie Wenner, die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, dem Präsidenten der Britischen Methodistischen Kirche, Roger Walton. Im Schreiben ermutigt die Bischöfin den Präsidenten und die britischen Methodisten, den Menschen in Großbritannien als »liebevolle und fürsorgliche Gemeinschaft zu dienen« und trotz der Konfrontation mit Gewalt und Terrorismus »für die Werte einer demokratischen und aufgeschlossenen Gesellschaft einzustehen«.

Die Vizepräsidentin der britischen Methodisten, Rachel Lampard, sowie der Leiter des Büros für internationale kirchliche Beziehungen, David Friswell, reagierten unmittelbar auf das bischöfliche Anschreiben. »Unsere Aufgabe als Kirchen ist, den Frieden in die Welt zu bringen«, erklärt Friswell. »Das wird uns aber nur gelingen, wenn wir zusammenarbeiten und uns von der Liebe und dem Handeln Jesu anleiten lassen.« Die direkt beim Anschlagsort gelegene methodistische »Westminster Central Hall«, eine große Gemeinde mit Kongresszentrum im Herzen Londons, bot nach dem Anschlag sofort Zuflucht an und kümmerte sich um ängstliche und traumatisierte Menschen. Die Hauptamtlichen dort »tun einen hervorragenden Dienst in der fremden und herausfordernden Atmosphäre im Zentrum Londons«, wie Martyn Atkins schreibt. Der Teamleiter und Aufsicht führende Pastor hat als vormaliger Generalsekretär der Britischen Methodistischen Kirche viele Kontakte nach Europa und nach Deutschland und ist dankbar für die Gebetsunterstützung.

Foto: privat

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
methodist-central-hall.org.uk/statement-westminster-incident/ (englisch)

Loslassen und Mensch sein

Mi, 03/22/2017 - 09:00

Den Aschermittwoch erlebte ich in diesem Jahr in Atlanta, USA. Wir waren als Kommission »Ein Weg in die Zukunft« zu unserer zweiten Sitzung zusammen. Obwohl wir inzwischen zu einer richtig guten internationalen Arbeitsgemeinschaft zusammengewachsen sind, strengen die Beratungen an.

Die Kirche investiert viel, um uns zusammenzubringen. Wir wollen unser Bestes geben und hoffen, dass Gott Segen zu unseren Mühen gibt. Am freien Abend an Aschermittwoch besuchte ich mit einigen Kommissionsmitgliedern den Gottesdienst in der Atlanta First United Methodist Church. »Dieser Feiertag setzt ein Stopp-Zeichen«, sagte Pastorin Jasmine Smoothers in ihrer Predigt. Wir sollen anhalten und uns fragen: Sind wir auf dem richtigen Weg?

Nach der Predigt lud sie ein, nach vorne zu kommen, um sich mit Asche ein Kreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen. Als ich vor ihr stand, sagte sie: »Asche zu Asche. Das ist eine gute Nachricht.« Ich stutzte. »Asche zu Asche«. Dies ist Teil der Beerdigungsliturgie. Unser Leben ist begrenzt. Der Körper, dem wir so viel Aufmerksamkeit schenken, wird vergehen. Ständig gilt es, Abschied zu nehmen, von Menschen, von Orten und von Aufgaben.

Ich erfahre dies derzeit hautnah. Viele Aufgaben, die mir in den letzten zwölf Jahren zur Routine wurden, verrichte ich zum letzten Mal. Die Zeit, in der mein Beruf einen großen Teil meines Lebens ausfüllte, geht zu Ende. »Asche zu Asche« – oder: »Alles vergeht«. Ist dies wirklich eine gute Nachricht? Ich hatte dies bisher nie so gesehen. Es gilt eben auch: »Scheiden tut weh!«

Zögernd kam ich zu dem Schluss, dass Pastorin Jasmin Smoothers mir Evangelium zusprach. Ich darf mich selbst annehmen, obwohl ich ein sterblicher Mensch bin. Denn mein endliches Leben ist von Gottes Gnade umhüllt. Dafür steht Jesus Christus ein, der zur Rettung der Welt gestorben und auferstanden ist.

Den Lebensweg hoffnungsvoll gehen

In jenem Gottesdienst am Aschermittwoch erhielten wir, die wir uns mit dem Aschekreuz zeichnen ließen, einen kleinen Zettel, um aufzuschreiben, was uns für diese Passionszeit wichtig ist. Ich schrieb zwei Stichworte: »Loslassen« und »Mensch sein«. In Jesus, der wahrer Mensch und wahrer Gott ist, rettet Gott die Welt. Wir dürfen Gottes Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein, immer auf Zeit und mit begrenztem Auftrag. Gott hält das Ganze zusammen und umhüllt damit auch unser Leben vom Anfang bis zum Ende. Das ist eine gute Nachricht. Sie zu buchstabieren hilft, den Lebensweg hoffnungsvoll zu gehen und sich in Kirche und Gesellschaft einzubringen, ohne auszubrennen.

Foto: Gottfried Hamp / EmK-Öffentlichkeitsarbeit
Entnommen aus: »unterwegs« 06/2017

Lieblich und schön

Di, 03/21/2017 - 09:00

»Lobet den HERRN! Denn unsern Gott loben, das ist ein köstlich Ding, ihn loben ist lieblich und schön. Der HERR baut Jerusalem auf und bringt zusammen die Verstreuten Israels. Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen. Unser Herr ist groß und von großer Kraft, und unermesslich ist seine Weisheit.« (Psalm 147,1-5)

Staunend stehe ich unter der geöffneten Kuppel einer Sternwarte am Stadtrand von Dresden und schaue in den Nachthimmel. Langsam haben sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt und nehmen immer mehr funkelnde Sterne wahr. Das 16-Zoll- Spiegelteleskop vor mir würde eine ganze Armada von Sternen vor Augen führen, aber ich möchte den Sternhimmel einfach ohne Hilfsmittel auf mich wirken lassen, so wie ihn Menschen schon seit Jahrtausenden gesehen haben.

Fragen steigen in mir auf: Wie groß mag das Universum wohl sein? Und wie viel Sterne beherbergt es? Gibt es noch Leben da draußen oder sind wir nur »Zigeuner am Rande des Universums«, wie Jaques Monod es einmal formulierte? Mag sich mancher einsam und verloren vorkommen angesichts der Größe des Alls, in mir steigt eher ein Gefühl der Faszination und Anbetung gegenüber dem auf, der das alles geschaffen hat.

So überwältigt war wohl auch der Psalmist, als er sein Loblied verfasst und gebetet hat. In mehreren Strophen ruft er zum Lob Gottes auf und lässt – gleich anbrandenden Wellen am Ufer des Meeres – die Begründungen dafür folgen. Sein Lob umfasst den Mikrokosmos eines zerbrochenen Herzens, das Gott heilt, genauso wie den Makrokosmos eines unermesslichen Alls mit seinen unzähligen Himmelskörpern. Von Gott bekennt er: Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.

Freilich hat der Beter damals noch nicht wissen können wie groß das All in Wirklichkeit ist. Während wir von der Erde aus mit bloßem Auge nur 6.000 Sterne unserer Milchstraße sehen, gibt es tatsächlich 100 Milliarden Galaxien mit jeweils 150 Milliarden Sternen! Allein unsere Milchstraße in ihrer weitesten Ausdehnung von einem Ende zum anderen mit Lichtgeschwindigkeit, d. h. 300.000 km/s, zu durchqueren, würde 100.000 Jahre in Anspruch nehmen!

Wer wollte angesichts dieser Dimensionen nicht staunen und das Lob Gottes anstimmen? Immanuel Kant drückte es einmal so aus: Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir.

Was nun das Lob in Psalm 147 so speziell macht, ist nicht nur die Anbetung eines mächtigen und weisen Schöpfergottes, sondern die Einsicht, dass dieser Schöpfergott zugleich der Retter und Befreier seines Volkes ist. Während Letzteres seit dem Auszug aus Ägypten die eigentliche Urerfahrung Israels darstellt, aus der später auf Gott, den Schöpfer, geschlossen wurde, so hilft in der exilisch-nachexilischen Zeit, aus welcher der Psalm wahrscheinlich stammt, wiederum der Glaube an den Schöpfer ihm auch als Befreier und Retter neu zu vertrauen: Wie er das All gemacht hat und in seinen Händen hält, so auch die Geschicke seines Volkes und darüber hinaus eines jeden einzelnen Menschen und Geschöpfes.

Mit Israel bekennen wir Gottes Walten in Schöpfung und Geschichte. Als Schöpfer des Universums und der Erde ist er zugleich der, welcher Jerusalem wieder aufbaut, sein Volk erneut sammelt und seine Wunden verbindet. Ja, das Lob Gottes hat in diesem Psalm nicht nur erbaulichen, sondern geradezu subversiven Charakter: Gott sorgt für Gerechtigkeit, indem er die Elenden aufrichtet und den Mächtigen widersteht. So gesehen kann selbst ein so schlichtes Kinderlied wie »Weißt du wie viel Sternlein stehen«, das ich unter der Sternwartenkuppel vor mich hin summe, zum Trostlied für Geplagte und zur Kampfansage an die Herrschenden werden.

Foto: wikipedia.org / ESO/ H.H. Heyer derivative work: Maedin / CC BY-SA 4.0
Entnommen aus »unterwegs« 06/2017

Korrektur: 21.03.2017, 07:14 Uhr: Fälschlicherweise wurde im Teaser der Bibelvers 1. Korinther 13,12b genannt. Korrekt ist aber die Angabe Psalm 147,1-5

»Wir sind gemeinsam Kirche«

So, 03/19/2017 - 16:51

Mit einem Gottesdienst in der Hamburger Kirche St. Petri ist die siebte Tagung der Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) zu Ende gegangen. Dabei wurde der neue Bischof Harald Rückert für seinen Dienst gesegnet.

Nicht alleine, sondern mit Gottes Stärke

In seiner Predigt legte der neue Bischof den vom Programmausschuss vorgeschlagenen Predigttext aus dem Epheserbrief aus, in dem eine »geistliche Waffenrüstung« (Epheser 6,10-17) beschrieben wird. Damit sei aber nicht eine militärische Stärke gemeint, sondern ein »anderes Maß der Stärke«, wie Rückert auslegte. Mit diesem »anderen Maß« könne man den »Glauben gegen den Unglauben setzen, das Heil gegen das Unheil proklamieren und mit dem Geist dem Ungeist widerstehen«. Für den Alltag bedeute dies, »mit Mitleid und Trost der Kälte und Gleichgültigkeit zu widerstehen«, oder »mit Mut die Stimme der Wahrheit gegen die Lüge und Halbwahrheit zu erheben«. Das sei, so Rückert weiter, »ein wahrlich herausforderndes Programm für uns Methodisten im neuen Jahrviert«. Der Auftrag sei zwar groß, und es werde Widerstand geben, aber »Kneifen gilt nicht!«, übersetzt der neue Bischof diese Aufforderung »an die EmK«. Damit knüpfte Rückert in seiner Predigt an eine seiner ersten Aussagen nach der Wahl ins Bischofsamt an. Dort hatte er die Gemeinden der EmK aufgefordert, gezielt nach dem Auftrag Gottes vor Ort zu fragen und diesen dann auch umzusetzen. Alleine sei das nicht zu schaffen, aber dazu gebe Gott »seine Stärke«.

Bischöfin Wenner: EmK-Gemeinden sollen »Brückenkirchen« sein

Zu Beginn der Zentralkonferenz war Harald Rückert, bis dato leitender Pastor in der Reutlinger EmK-Erlöserkirche, am 15. März im vierten Wahlgang zum Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland gewählt worden. »Wir sind gemeinsam Kirche«, erklärte der neugewählte Bischof bei seinem ersten Statement nach der Wahl. Rückerts Vorgängerin Rosemarie Wenner hatte in ihrer Botschaft an die Zentralkonferenz dazu ermutigt, Nachfolge als »Spurensuche« zu sehen und Gott zu vertrauen. Der Gründer der methodistischen Bewegung, John Wesley, habe den Dienst zugunsten der Armen als Mittel angesehen, »wie uns Gottes Gnade zufließen kann« – auch wenn es mitunter mühsam und anstrengend sei, sich in der Gestaltung der Welt für die Würde aller Menschen einzusetzen. Wenner betonte, dass die EmK als internationale und multikulturelle Kirche einen einenden Einfluss auf die Gesellschaft ausüben könne. Das Verbindende in Jesus Christus sei eine starke Kraft, die auch Vorurteile überwinden könne. Jede EmK-Gemeinde in Deutschland, so die scheidende Bischöfin, könne eine »Brückenkirche« sein. »Menschen, die zu einer Brückenkirche gehören, haben den Mut, Gräben zu überwinden und zusammenzuführen, was getrennt war.« Dazu müssten sie aus der Mitte des Glaubens leben, Verbindungen zu Menschen knüpfen und pflegen, auch wenn diese anderer Meinung seien oder einen anderen Lebensstil pflegten. Außerdem sei es nötig, Koalitionen zu bilden, »um das zu stärken, was dem Leben dient und Zukunft eröffnet«.

Neue Gottesdienstform

Während ihrer Tagung hat die Zentralkonferenz zahlreiche Beschlüsse über den weiteren Weg der EmK gefasst. So wurde eine neue Grundform des Gottesdienstes beschlossen. Mit den vier Teilen – ankommen, hören, teilen und weitergehen – sollen Gemeinden ermutigt werden, sich mehr mit dem Gottesdienst auseinanderzusetzen, um den Gottesdienst bewusster feiern zu können. Neu ist die Abfolge des Mittelteils des Gottesdienstes, in dem mit »hören« zunächst Schriftlesungen und Predigt im Mittelpunkt stehen. Im darauffolgenden, mit »teilen« überschriebenen Gottesdienstteil steht die Gemeinschaft der Gottesdienst feiernden Gemeinde im Fokus. Neben persönlichen Mitteilungen und Bekanntgaben ist dort auch die Feier des Abendmahls verortet, das damit noch bewusster als Gemeinschaft stiftendes Sakrament erlebbar werden soll.

Gottes Willen für die Welt neu in den Blick nehmen

Außerdem verabschiedeten die Delegierten aus den drei deutschen Jährlichen Konferenzen der EmK eine an die Bundesregierung gerichtete Resolution, die die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan kritisiert, sowie ein an die Gemeinden der EmK gerichtetes Friedenswort. Dabei soll Frieden als »Einheit von Fragen der Gerechtigkeit, des friedvollen Zusammenlebens und der Schöpfungsbewahrung« verstanden werden. Angesichts von immer mehr Gewaltexzessen, einer wachsenden Zahl militärischer Konflikte und einer weltweiten Aufrüstung sei die Kirche herausgefordert, »Stellung zu beziehen und Gottes Willen für die Welt neu in den Blick zu nehmen«. Viel besser als mit dem deutschen Wort »Frieden« sei das mit »Schalom«, dem »Heilsein, Wohlergehen, In-Ordnung-Sein« der Gesellschaft als Ganzes zu beschreiben.

Appell der Jugenddelegierten: »… sich für die Einheit der Kirche einsetzen«

Auf Antrag der Jugenddelegierten hat die Zentralkonferenz an die Gemeinden der EmK in Deutschland appelliert, sich angesichts der weltweiten Diskussion über den Umgang mit Homosexualität für die Einheit der Kirche einzusetzen. Das »Wort an die Gemeinden zur Einheit der Kirche« rückt den Auftrag der Kirche in den Vordergrund, »Menschen zu Jüngern und Jüngerinnen Jesu Christi zu machen, um so die Welt zu verändern.« Das Papier betont den Willen der Zentralkonferenz, für die Einheit der Kirche zu stehen. Man wolle sich mehr auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren als auf das Trennende. Eine Möglichkeit dazu sei das stetige Gebet für einen respektvollen Umgang miteinander und die Offenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dazu soll vor allem die Gebetswoche »Gebet für unseren Weg in die Zukunft« vom 23. bis 29. April genutzt werden.

Strukturveränderungen sollen Gemeinden in ihrem Auftrag fördern

Ebenfalls verabschiedet wurde ein Plan, mit dem die künftige Struktur der EmK entworfen werden soll. Anders als vom Kirchenvorstand vorgeschlagen, sollen die Kommissionen ihre Arbeit nicht ruhen lassen, sondern selbst darüber entscheiden. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Bischof, den Konferenzlaienführern, drei Superintendenten, Jugenddelegierten und vier vom Netzwerk bestimmten Personen, soll dazu konkrete Vorschläge erarbeiten. Das Ziel müsse sein, Gemeinden in ihrem Auftrag zu fördern und die Erkennbarkeit der Emk in Deutschland zu stärken. Dazu soll auch erörtert werden, ob die EmK in Deutschland eine einzige Jährliche Konferenz bilden könne statt der bisherigen drei.

Foto: Volker Kiemle, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Die Autoren
Volker Kiemle und Klaus Ulrich Ruof sind für die Öffentlichkeitsarbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche in den digitalen und gedruckten EmK-Medien verantwortlich. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links
Porträt von Bischof Harald Rückert
Audio-Datei zur Predigt von Bischof Harald Rückert
PDF zur Gebetswoche

Weitere Informationen

Zentralkonferenz
Die alle vier Jahre tagende Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche ist das für die Bundesrepublik Deutschland kirchenrechtlich zuständige Organ innerhalb der weltweit verfassten Gesamtkirche. Diese Konferenz hat die Aufgabe, die von der verfassunggebenden Generalkonferenz verabschiedeten und für das Gebiet der Zentralkonferenz relevanten Beschlüsse so umzusetzen, dass sie im Einklang mit der nationalen Gesetzgebung stehen und in die für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland gültige „Verfassung, Lehre und Ordnung“ integriert und rechtlich in Kraft gesetzt werden. Dafür entsenden die Norddeutsche Jährliche Konferenz, Ostdeutsche Jährliche Konferenz und Süddeutsche Jährliche Konferenz 82 gewählte Delegierte, je zur Hälfte Pastoren bzw. Pastorinnen und Laien. Darüber hinaus findet im Rahmen der Zentralkonferenz die Bischofswahl oder die Verlängerung der Amtszeit des Bischofs oder der Bischöfin statt. Die Wahl ins Bischofsamt gilt in der Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland für zunächst vier Jahre. Eine Wiederwahl für weitere acht Jahre ist möglich. Die maximale Amtszeit beträgt zwölf Jahre.

Das Bischofsamt in der Evangelisch-methodistischen Kirche
Die Hauptaufgaben des bischöflichen Dienstes in der Evangelisch-methodistischen Kirche sind (1) die Leitung der jährlich tagenden Konferenzen im Bischofsgebiet, (2) die Mitarbeiterführung durch Dienstzuweisungen der Hauptamtlichen in Gemeindebezirke und Dienstaufgaben als Ausdruck der missionarisch angelegten Sendungsstruktur der Kirche, (3) die Verbindung der Gemeindebezirke und Konferenzen untereinander und zu den Evangelisch-methodistischen Kirchen in den benachbarten Ländern sowie die Mitwirkung im internationalen Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche und die Gestaltung der ökumenischen Beziehungen zu anderen Kirchen und (4) vielfältige geistliche und repräsentative Aufgaben.

Die EmK sagt »Danke!«

So, 03/19/2017 - 08:18

Zum Auftakt der Tagung der Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) wurde mit Harald Rückert der neue Bischof für die EmK in Deutschland gewählt. Am Ende der Tagung feierten die Mitglieder der Zentralkonferenz zusammen mit Gästen aus der Ökumene und mit methodistischen Gesandten aus Europa und den USA die Verabschiedung von Bischöfin Rosemarie Wenner als großes Dankfest.

Unter den ökumenischen Gästen waren Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg und Vorsitzender der Ökumenekommission der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, sowie der Vorsitzende der ACK und römisch-katholische Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann und der Generalsekretär der Deutschen evangelischen Allianz, Hartmut Steeb. Sie unterstrichen das »vollkommen unverkrampfte Miteinander«, wie Bischof Hein es ausdrückte, und die gewachsene bilaterale und multilaterale Ökumene, die aus Sicht von Bischof Feige durch Bischöfin Wenner unermüdlich gefördert wurde. Hartmut Steeb bestätigte, dass sich das »gemeinsame Unterwegssein« von Methodisten und evangelikaler Bewegung dankbar entwickelt habe. Bischof Wiesemann betonte das »wechselseitige Lernen voneinander« und betonte: »Wir brauchen einander als verschiedene Kirchen.« Das sei mehr »als sich gegenseitig nur anzuerkennen«.

Die methodistischen Grußredner, Bischof Paul Leeland aus den USA und Bischof Christian Alsted aus Dänemark, betonten die verbindliche und wertschätzende Art der Leitung durch Bischöfin Wenner und ihre permanente Erinnerung, die Situation der Armen in den Blick zu nehmen. Weitere persönliche, humorvolle und musikalische Beiträge unterstrichen die Wertschätzung und Dankbarkeit für die 12-jährige Amtszeit von Bischöfin Rosemarie Wenner.

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Zur Information
Unter dem Titel »Die EmK sagt Danke« hat »unterwegs« für die Mitglieder der Zentralkonferenz eine limitierte Sonderausgabe veröffentlicht. Diese Ausgabe kann von »Apple«- und »Android«-Nutzern mit der »m kiosk«-App kostenlos heruntergeladen werden. Dazu muss in den jeweiligen Appstores mit »m-kiosk« oder »m kiosk« die zugehörige App-Software installiert werden.

Spontane Hilfe für Ostafrika

Sa, 03/18/2017 - 23:59

Am Horn von Afrika mit den Ländern Somalia, Südsudan, Nordkenia und Äthiopien droht eine der größten Hungerkatastrophen der letzten Jahre. Die nun schon seit mehreren Jahren anhaltende Dürreperiode führt in dieser Region und benachbarten Ländern zu einer Verschärfung der Situation. Betroffen ist insgesamt ein Gebiet mit 15 Millionen Einwohnern. Laut Vereinten Nationen ist die Zahl der Menschen in Somalia, die auf Humanitäre Hilfe angewiesen sind, inzwischen bereits auf 6,2 Millionen angestiegen – das ist mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung des Landes. Seit Wochen machen Spendenaktionen der Diakonie Katastrophenhilfe und von Caritas sowie zahlreiche Medienberichte darauf aufmerksam. Angesichts dieser Not haben die Mitglieder der Zentralkonferenz bei einer spontanen Sammlung am abschließenden Sitzungstag der EmK-Tagung 1650 Euro gespendet.

Frank Aichele, der Missionssekretär der EmK-Weltmission ist darüber sehr erfreut und lädt auch die Gemeinden der EmK in Deutschland ein, sich an dieser Spendenaktion zu beteiligen. »Wir arbeiten hier eng mit der Diakonie Katastrophenhilfe zusammen, weil unsere EmK-Weltmission und auch unsere amerikanische EmK-Katastrophenhilfe UMCOR in diesen Ländern nicht über die nötigen Kontakte verfügen«, erklärt Aichele die gut funktionierende Zusammenarbeit. Darüber hinaus sei aber wichtig, dass vor allem auch darüber nachgedacht werde, was die Ursachen solcher Katastrophen sind. »Hunger und Dürrekatastrophen liegen nämlich nicht nur am Wetter«, so der Missionssekretär der deutschen EmK. »Es liege auch an politischen Systemen und Wirtschaftsordnungen. Darauf könne auch Einfluss genommen werden. »Damit müssen wir uns auch beschäftigen, denn«, so Aichele weiter, »wir können auch durch unser Verhalten und mit Einflussnahme auf die Politik Bedingungen schaffen, dass so etwas nicht mehr so oft vorkommt.«

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihren lokalen Partnerorganisationen in Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien vor Ort und versorgt die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem werden neben der Nothilfe die Menschen in der Vorsorge unterstützt. Dabei geht es insbesondere darum, Wissen zu vermitteln, wie Landwirtschaft trotz der schwierigen klimatischen Bedingungen möglich ist. Die EmK in Deutschland bittet um Spenden unter dem Kennwort »Ostafrika«.

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Zur Information
Die EmK in Deutschland bittet um Spenden unter dem Kennwort »Ostafrika«.

Spendenkonto: Evangelisch-methodistische Kirche – Brot für die Welt/Katastrophenhilfe
IBAN: DE18 5206 0410 0004 1054 00
BIC: GENODEF1EK1

Im Feld »Verwendungszweck« ist die Bitte komplette Adresse anzugeben. Dann wird automatisch eine Zuwendungsbestätigung ausgestellt.

»Am Anfang war der Gottesdienst«

Sa, 03/18/2017 - 10:25

Die in Hamburg tagende Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland hat am gestrigen Freitag eine neue Grundform des Gottesdienstes für die EmK beschlossen. Volker Kiemle, der Leiter der EmK-Zeitschriftenredaktion, hat darüber mit Professor Holger Eschmann gesprochen, der an der Theologischen Hochschule Reutlingen den Lehrstuhl für Praktische Theologie innehat.

Was ist ein methodistischer Gottesdienst?

Holger Eschmann: Der Gottesdienst wird im Methodismus sehr geschätzt. Er gilt als Gnadenmittel, also als eine Art Kanal, durch den Gott den Menschen seine Gnade zufließen lässt. Was die Form angeht, so ist ein methodistischer Gottesdienst dadurch gekennzeichnet, dass er eine große Weite und Vielfalt mit einer wiedererkennbaren Grundstruktur verbindet.

Warum braucht es eine Veränderung?

Die letzte Veränderung der Grundform des Gottesdienstes in der Agende, also der Sammlung von Ordnungen für die gottesdienstlichen Feiern unserer Kirche, gab es 1990. Seither hat sich viel verändert. Wir haben beobachtet, dass die Gemeinden immer unterschiedlicher Gottesdienst feiern und vor Ort Ordnungen entwerfen, die für sie passen. Mit der Gottesdienstreform wollen wir das nicht unterbinden – Kreativität ist ja gut –, gleichzeitig soll aber die Wiedererkennbarkeit besser werden, sodass man sich deutschlandweit oder auch weltweit in einem methodistischen Gottesdienst heimisch fühlt.

Was soll verändert werden?

An die Stelle des bisherigen Ablaufs, der die Abfolge von Liedern und Lesungen vorgegeben hat – und an den sich nur noch wenige Gemeinden halten – wollen wir jetzt eine Struktur von vier Dimensionen des Gottesdienstes anbieten. Am Anfang steht die Sammlung, das Ankommen vor Gott. Darauf folgt das Hören, also die Verkündigung durch Schriftlesung und Predigt. Daran schließt sich als dritte Dimension die Gemeinschaft an. Es ist typisch methodistisch, dass wir diese Dimension besonders betonen. Die gottesdienstliche Gemeinschaft entstand ja – historisch gesehen – aus der Feier des Abendmahls als Ursprung des christlichen Gottesdienstes. Wir wollen das Abendmahl stärken und die Zeit der Gemeinschaft an diese Stelle rücken. Dazu gehören dann auch die Fürbitten, sodass wir die Gemeinschaft der Gottesdienstteilnehmer insgesamt stärken. Die vierte Dimension ist dann Sendung und Segen, also das Hinausgesandtwerden in die Welt.

Wie sollen diese doch recht offenen Vorgaben mit Inhalt gefüllt werden?

Es gibt bereits Vorschläge für verschiedene Gottesdienstformate, die noch konkretisiert werden. Zudem werden wir gelungene Beispiele sammeln und vorstellen. Außerdem wollen wir Gemeinden auf dem Weg zu ihrer Gottesdienstform begleiten.

Viele Gemeinden haben etliche andere Baustellen als die Gottesdienstgestaltung. Warum sollten die sich auch noch damit beschäftigen?

Der Gottesdienst ist ein zentraler Ort im Gemeindeleben. Hier wollen wir neue Freude am Feiern wecken, Orientierung und Hilfestellung geben. Aus dem Gottesdienst heraus, so hoffen wir, wird dann die Kraft kommen für andere Aufgaben in der Gemeinde. Man könnte auch sagen: Am Anfang war der Gottesdienst. Daraus entfaltet sich dann das weitere Gemeindeleben.

Foto: Volker Kiemle, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Interview
Das Interview führte Volker Kiemle. Er ist Leiter der Zeitschriftenredaktion der Evangelisch-methodistischen Kirche und verantwortlich für die Publikationen »unterwegs«, »podium« und »für heute«. Kontakt: redaktion(at)emk.de

Identität schaffen – Vielfalt ermöglichen

Sa, 03/18/2017 - 08:08

Die für die Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) weitreichendste Entscheidung des gestrigen Sitzungstages der Zentralkonferenz ist die Veränderung der Grundform des Gottesdienstes. Außerdem verabschiedeten die Delegierten aus den drei deutschen Jährlichen Konferenzen der EmK eine an die Bundesregierung gerichtete Resolution, die die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan kritisiert, sowie ein an die Gemeinden der EmK gerichtetes Friedenswort.

Identität lässt auch Vielfalt zu

Mit »ankommen – hören – teilen – weitergehen« sind die vier Teile einer neuen Grundform des EmK-Gottesdienstes überschrieben, die am gestrigen Freitag bei der Zentralkonferenz beschlossen wurde. Dieser Beschluss ist das Ergebnis vierjähriger Arbeit, in der sich eine Fachgruppe intensiv mit der vielfältigen Gottesdienstpraxis in EmK-Gemeinden beschäftigt hat. Außerdem liegen der nun beschlossenen Vorlage auch aktuelle theologische und liturgische Erkenntnisse zugrunde, die den Gemeinden helfen sollen, den Gottesdienst bewusster feiern zu können. Unter dem Motto »Identität schaffen – Vielfalt ermöglichen« zielt die neue Grundform darauf ab, dass sich Gemeinden »mit ihrer Art, Gottesdienst zu feiern, beschäftigen und nicht unbedingt, bestehende und bewährte Formen zwingen zu verändern«, wie es in einem erklärenden Text zum Beschluss heißt. Neu ist die Abfolge des Mittelteils des Gottesdienstes, in dem mit »hören« zunächst Schriftlesungen und Predigt im Mittelpunkt stehen. Im darauffolgenden, mit »teilen« überschriebenen Gottesdienstteil steht die Gemeinschaft der Gottesdienst feiernden Gemeinde im Fokus. Neben persönlichen Mitteilungen und Bekanntgaben ist dort auch die Feier des Abendmahls verortet, das damit noch bewusster als Gemeinschaft stiftendes Sakrament erlebbar werden soll. Um Gemeinden die neuen Möglichkeiten dieser Gottesdienstform nahezubringen, stellt die Zentralkonferenz Mittel für Schulungen und Begleitmaßnahmen zur Verfügung.

Kritik an der Abschiebepraxis nach Afghanistan

»Mit großer Sorge nimmt die Evangelisch-methodistische Kirche die Auswirkungen der derzeitigen Flüchtlingspolitik wahr.« So formuliert es die Resolution mit der sich die EmK an die Bundesregierung wendet. »Keine Abschiebung nach Afghanistan!« ist der Titel dieser Resolution, die die jüngst beschlossene Abschiebepraxis nach Afghanistan kritisiert und die Bundesregierung bittet, »den jetzigen Kurs zu korrigieren«. Mit dieser Resolution schließt sich die EmK ausdrücklich der gemeinsamen Stellungnahme der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen deutschen Bischofskonferenz sowie zahlreichen regionalen kirchlichen Protesten an und verbindet dies mit der Hoffnung, »dass Humanität und Menschenrechte im Regierungshandeln nicht auf der Strecke bleiben«.

Frieden will konkret gelebt sein

Als Fortschreibung des EmK-Friedensworts aus dem Jahr 2005 hat die Zentralkonferenz in Hamburg ein neues Dokument unter dem Titel »Frieden gestalten: gewaltfrei, gerecht und schöpfungsgemäß« verabschiedet. Dabei soll Frieden als »Einheit von Fragen der Gerechtigkeit, des friedvollen Zusammenlebens und der Schöpfungsbewahrung« verstanden werden. Angesichts von immer mehr Gewaltexzessen, einer wachsenden Zahl militärischer Konflikte und einer weltweiten Aufrüstung sei die Kirche herausgefordert, »Stellung zu beziehen und Gottes Willen für die Welt neu in den Blick zu nehmen«. Viel besser als mit dem deutschen Wort »Frieden« sei das mit »Shalom«, dem »Heilsein, Wohlergehen, In-Ordnung-Sein« der Gesellschaft als Ganzes zu beschreiben. Dabei werden unter dem Stichwort »Gerechtigkeit« zentrale gesellschaftliche Bereiche wie Arbeitsmarkt, Armut, Flüchtlinge und der Finanzmarkt in den Blick genommen. Zudem geht es um Fragen weltweiter Ungerechtigkeiten und Armut. Beim Thema »Frieden« richtet sich das Augenmerk auf die Verantwortung Deutschlands als drittgrößter Waffenexporteur für Konflikte und Kriege in aller Welt. Zudem wird kritisiert, dass militärische Gewalt zunehmend als Mittel der Politik angesehen wird. Dass zu einem schöpfungsgemäßen Frieden auch die »Klimagerechtigkeit« gehört und die Auswirkungen des weltweiten Wirtschaftswachstums und eines wachsenden Fleischkonsums thematisiert werden, macht das Friedenswort auch deutlich. Um den Gemeinden Anregungen für die Umsetzung dieser großen Themen in die Praxis an die Hand zu geben, schlägt das Papier zu allen Themen konkrete Handlungsmöglichkeiten vor. Damit wird das Leben und Verhalten der Menschen in den Gemeinden der EmK in den Blick genommen und dazu ermutigt, die Chance für Veränderungen zu sehen, die aus konkreten Verhaltensänderungen erwachsen.

Foto: Volker Kiemle, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Die Autoren
Klaus Ulrich Ruof und Volker Kiemle sind für die Öffentlichkeitsarbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche in den digitalen und gedruckten EmK-Medien verantwortlich. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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Die alle vier Jahre tagende Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche ist das für die Bundesrepublik Deutschland kirchenrechtlich zuständige Organ innerhalb der weltweit verfassten Gesamtkirche. Diese Konferenz hat die Aufgabe, die von der verfassunggebenden Generalkonferenz verabschiedeten und für das Gebiet der Zentralkonferenz relevanten Beschlüsse so umzusetzen, dass sie im Einklang mit der nationalen Gesetzgebung stehen und in die für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland gültige »Verfassung, Lehre und Ordnung« integriert und rechtlich in Kraft gesetzt werden. Dafür entsenden die Norddeutsche Jährliche Konferenz, Ostdeutsche Jährliche Konferenz und Süddeutsche Jährliche Konferenz 82 gewählte Delegierte, je zur Hälfte Pastoren bzw. Pastorinnen und Laien. Darüber hinaus findet im Rahmen der Zentralkonferenz die Bischofswahl oder die Verlängerung der Amtszeit des Bischofs oder der Bischöfin statt. Die Wahl ins Bischofsamt gilt in der Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland für zunächst vier Jahre. Eine Wiederwahl für weitere acht Jahre ist möglich. Die maximale Amtszeit beträgt zwölf Jahre.

Klein, aber lebendig

Fr, 03/17/2017 - 16:50
Was sind die aktuellen Herausforderungen für die Methodistische Kirche in Italien?

Mirella Manocchio: Es gibt zwei Herausforderungen: die Arbeit mit Flüchtlingen und das Gespräch mit Menschen in einem mehr und mehr säkularisierten Land. Nicht alle Gemeinden sind darauf vorbereitet, mit Flüchtlingen zu arbeiten und sie in die Gemeinde zu integrieren. In Scicli im Süden von Sizilien hat es eine kleine Gemeinde von ungefähr 40 bis 50 Menschen geschafft, das »Haus der Kulturen« aufzubauen. Dazu arbeitet die Gemeinde unter anderem mit Baptisten zusammen. Nur mit vereinten Kräften war das möglich. Insgesamt wird es für die Methodisten schwieriger, die Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Italien wird immer säkularer, das heißt die Menschen wissen immer weniger über den christlichen Glauben und kirchliche Feiertage.

Wie verändern die Migranten die Methodistische Kirche?

Mirella Manocchio: Die Migranten verändern die Gottesdienste. Früher war ausschließlich Orgelmusik üblich. Die Gottesdienste waren eher ruhig. Jetzt gibt es in vielen Gemeinden Musik mit Bands und Trommeln. Die Gottesdienste werden lebendiger und lauter. Gebetet wird oft in mehreren Sprachen.

Was freut Sie aktuell in der Kirche am meisten?

Mirella Manocchio: Auch wenn sie eine kleine Kirche ist, wird die Methodistische Kirche zunehmend lebendiger. Sie arbeitet für die Religionsfreiheit im Land. Derzeit dürfen in Italien nur staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften ihre Religion ausüben. Die Methodistische Kirche ist anerkannt, aber viele andere sind es nicht.

Was bereitet aktuell die größte Sorge?

Mirella Manocchio: Italien ist mehr und mehr ein säkulares Land. Sie sehen die Kirche oft mehr als bloße Institution und geben nicht genug, auch nicht genug Geld. Es wäre hilfreich, wenn sie die Kirche als ihre Familie ansähen und verbindlicher dabei wären.

Was verändert sich aktuell in der Methodistischen Kirche in Italien und wie wird das gestaltet?

Mirella Manocchio: Die Veränderungen durch Migranten habe ich schon erwähnt. Zurzeit sind wir dabei, die Liturgie zu reformieren. Es geht darum, dass die Gottesdienste weniger steif wirken und im Gottesdienst mehr die Alltagssprache der Menschen benutzt wird. Angepasst wird derzeit auch die Position der Kirche hinsichtlich Familie und Heirat. Die derzeitige Fassung stammt von 1971. Damals waren Scheidungen in Italien noch recht selten. Das Dokument beschreibt hauptsächlich, was richtig und falsch ist – und das auf einem Stand, der nicht mehr zeitgemäß ist. Bisher ist die Ehe als Gemeinschaft eines Mannes mit einer Frau definiert. Zu Scheidungen steht nur wenig im Text. Im Entwurf eines neuen Dokuments zum Thema suchen wir nach Lösungen für Patchwork-Familien. Auch Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare sollen ermöglicht werden. Wichtig ist uns, dass wir die Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen. Wir wollen Gemeindeglieder in solchen Situationen dabei unterstützen, eine für sie geeignete Lösung zu finden. Von den Pastoren erwarten wir, dass sie sich kümmern und seelsorglich tätig werden.

Wie ist im Reformations-Jubiläumsjahr der Stand der Ökumene in Italien?

Mirella Manocchio: Die Methodisten waren es, die in Italien die protestantische Ökumene angestoßen haben. Daraus ergab sich der Bund der evangelischen Kirchen in Italien (Federazione delle chiese evangeliche in Italia, FCEI), der 1967 gegründet wurde. Zu ihm gehören die Lutheraner, Waldenser, Methodisten, Heilsarmee, Baptisten und andere. Die Methodistische Kirche in Italien unterhält Beziehungen zu den Pfingstlern. Lokal und national gibt es auch eine Ökumene mit Katholiken und Orthodoxen. Methodisten und Waldenser streben einen nationalen Kirchenrat an, ähnlich der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. Zum Reformationsjubiläum 2017 wird es in Italien zwei Veranstaltungen geben, an denen die Methodistische Kirche beteiligt sein wird.

Interview
Reinhold Parrinello ist Ingenieur für Datentechnik. Er lebt in Nürnberg und gehört dort zur EmK-Paulusgemeinde. Er ist freier Mitarbeiter der Zeitschriftenredaktion der EmK. Kontakt: redaktion(at)emk.de

Zur Information
Die Methodistische Kirche in Italien hat etwa 5.000 Glieder. Sie ist mit der Waldensischen Kirche in einem engen Bund: gemeinsame Synode, gemeinsame Pastorenausbildung und Austausch von Pastoren, Abendmahlsgemeinschaft, zum Teil gemeinsam genutzte Gebäude. Dennoch gibt es eine gewisse Eigenständigkeit, die sich beide Kirchen erhalten. So unterhalten sie jeweils eigene ökumenische Beziehungen. Die Gebäude gehören der jeweiligen Kirche. Die methodistische Arbeit begann um 1860 von Großbritannien aus. Zehn Jahre später begann auch die Bischöfliche Methodistenkirche von den USA aus eine Arbeit in Italien.

www.metodisti.it (italienisch und englisch)

Foto: Volker Kiemle, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Rückert: Gottes Auftrag erkennen und ausführen

Mi, 03/15/2017 - 16:28

Auf die in den Ruhestand gehende Bischöfin Rosemarie Wenner folgt Harald Rückert. Der am heutigen Mittwoch bei der Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Hamburg zum Bischof für die EmK in Deutschland gewählte 58jährige Theologe erzielte im vierten Wahlgang die erforderliche Zweidrittelmehrheit.

»Wir sind gemeinsam Kirche«, erklärte der neugewählte Bischof bei seinem ersten Statement nach der Wahl. An die Delegierten als Vertreter für Gemeinden der EmK aus ganz Deutschland gewandt, sagte er weiter: »Ich freue mich sehr, mit euch zusammen den Weg der Kirche zu gestalten und weiterzuführen.« Es gehe darum, so Rückert, danach zu fragen, was der Auftrag Gottes am jeweiligen Ort ist. »Und dann gilt es auch, diesem Auftrag nachzukommen.«

Rückert stammt aus Nürnberg und hat nach dem Abitur zunächst das Studium der Lebensmitteltechnologie aufgenommen, bevor er den Weg in den pastoralen Dienst der Evangelisch-methodistischen Kirche einschlug. Nach einem Gemeindepraktikum in München studierte er Theologie am Theologischen Seminar der EmK in Reutlingen (heute: Theologische Hochschule Reutlingen). Zurzeit ist er leitender Pastor im EmK-Gemeindebezirk Reutlingen-Erlöserkirche. Zuvor war er in den nordbayerischen Gemeindebezirken Hof-Stammbach und Schweinfurt-Würzburg. Von 2000 an war er als Superintendent zehn Jahre lang für den Distrikt Reutlingen verantwortlich.

Mit dem Start seiner pastoralen Tätigkeit im Gemeindebezirk Hof-Stammbach, wo er für den Gemeindeneuaufbau der Gemeinde in Stammbach zuständig ist, beschäftigt sich Rückert mit Fragen des Gemeindeaufbaus, der Gemeindeleitung und Entwicklungsmanagement. Mit Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich »Management sozialer Organisationen«, Zeitmanagement sowie Mitarbeiterführung und Mitarbeiterbegleitung ist er auch maßgeblich an der Entwicklung und Durchführung des Kurses »Gemeindeleitung« beteiligt. Mit diesem Kursmodul wird nach dem Theologiestudium die zweite Ausbildungsphase für Pastoren auf Probe im Gemeindedienst intensiv begleitet. In seiner Zeit als Superintendent für den Distrikt Reutlingen ist er auch als Vorsitzender des »Ausschusses für Neulandmission« (heute: Fachgruppe Gemeindegründung) für Gemeindegründungs- und Gemeindeneuaufbauprojekte und für den Aufbau und Einrichtung der Jugendkirche Karlsruhe maßgeblich mit zuständig.

Bischof Rückert wird am kommenden Sonntag im Gottesdienst zum Abschluss der Zentralkonferenztagung die Predigt halten und für seinen Dienst als aufsichtsführender Bischof der EmK in Deutschland gesegnet werden. Der offizielle Amtsantritt ist am 12. Mai mit der Amtsübergabe von Rosemarie Wenner, die danach ihren Ruhestand antritt.

Foto: Volker Kiemle, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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Porträt von Bischof Harald Rückert

Portrait Bishop Harald Rückert (en)

Zentralkonferenz
Die alle vier Jahre tagende Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche ist das für die Bundesrepublik Deutschland kirchenrechtlich zuständige Organ innerhalb der weltweit verfassten Gesamtkirche. Diese Konferenz hat die Aufgabe, die von der verfassunggebenden Generalkonferenz verabschiedeten und für das Gebiet der Zentralkonferenz relevanten Beschlüsse so umzusetzen, dass sie im Einklang mit der nationalen Gesetzgebung stehen und in die für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland gültige »Verfassung, Lehre und Ordnung« integriert und rechtlich in Kraft gesetzt werden. Dafür entsenden die Norddeutsche Jährliche Konferenz, Ostdeutsche Jährliche Konferenz und Süddeutsche Jährliche Konferenz 82 gewählte Delegierte, je zur Hälfte Pastoren bzw. Pastorinnen und Laien. Darüber hinaus findet im Rahmen der Zentralkonferenz die Bischofswahl oder die Verlängerung der Amtszeit des Bischofs oder der Bischöfin statt. Die Wahl ins Bischofsamt gilt in der Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland für zunächst vier Jahre. Eine Wiederwahl für weitere acht Jahre ist möglich. Die maximale Amtszeit beträgt zwölf Jahre.

Bischofsamt
Die Hauptaufgaben des bischöflichen Dienstes in der Evangelisch-methodistischen Kirche sind (1) die Leitung der jährlich tagenden Konferenzen im Bischofsgebiet, (2) die Mitarbeiterführung durch Dienstzuweisungen der Hauptamtlichen in Gemeindebezirke und Dienstaufgaben als Ausdruck der missionarisch angelegten Sendungsstruktur der Kirche, (3) die Verbindung der Gemeindebezirke und Konferenzen untereinander und zu den Evangelisch-methodistischen Kirchen in den benachbarten Ländern sowie die Mitwirkung im internationalen Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche und die Gestaltung der ökumenischen Beziehungen zu anderen Kirchen und (4) vielfältige geistliche und repräsentative Aufgaben.

Harald Rückert ist der neue Bischof der EmK in Deutschland

Mi, 03/15/2017 - 15:35

Im 4. Wahlgang haben die Delegierten der in Hamburg tagenden Zentralkonferenz der EmK Harald Rückert zum Bischof gewählt. Der 58jährige ist damit Nachfolger für Bischöfin Rosemarie Wenner, die nach 12 Amtsjahren in den Ruhestand geht. Die Amtsübergabe ist Mitte Mai in der Kirchenkanzlei in Frankfurt. 

Ein ausführliches Porträt folgt in Kürze.

Foto: Volker Kiemle, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

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Zentralkonferenz
Die alle vier Jahre tagende Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche ist das für die Bundesrepublik Deutschland kirchenrechtlich zuständige Organ innerhalb der weltweit verfassten Gesamtkirche. Diese Konferenz hat die Aufgabe, die von der verfassunggebenden Generalkonferenz verabschiedeten und für das Gebiet der Zentralkonferenz relevanten Beschlüsse so umzusetzen, dass sie im Einklang mit der nationalen Gesetzgebung stehen und in die für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland gültige »Verfassung, Lehre und Ordnung« integriert und rechtlich in Kraft gesetzt werden. Dafür entsenden die Norddeutsche Jährliche Konferenz, Ostdeutsche Jährliche Konferenz und Süddeutsche Jährliche Konferenz 82 gewählte Delegierte, je zur Hälfte Pastoren bzw. Pastorinnen und Laien. Darüber hinaus findet im Rahmen der Zentralkonferenz die Bischofswahl oder die Verlängerung der Amtszeit des Bischofs oder der Bischöfin statt. Die Wahl ins Bischofsamt gilt in der Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland für zunächst vier Jahre. Eine Wiederwahl für weitere acht Jahre ist möglich. Die maximale Amtszeit beträgt zwölf Jahre.

Bischofsamt
Die Hauptaufgaben des bischöflichen Dienstes in der Evangelisch-methodistischen Kirche sind (1) die Leitung der jährlich tagenden Konferenzen im Bischofsgebiet, (2) die Mitarbeiterführung durch Dienstzuweisungen der Hauptamtlichen in Gemeindebezirke und Dienstaufgaben als Ausdruck der missionarisch angelegten Sendungsstruktur der Kirche, (3) die Verbindung der Gemeindebezirke und Konferenzen untereinander und zu den Evangelisch-methodistischen Kirchen in den benachbarten Ländern sowie die Mitwirkung im internationalen Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche und die Gestaltung der ökumenischen Beziehungen zu anderen Kirchen und (4) vielfältige geistliche und repräsentative Aufgaben. 

Kandidaten für Bischofswahl vorgestellt

Mi, 03/15/2017 - 13:39

»Heute ist ein besonderer Tag! Wir wählen einen neuen Bischof oder Bischöfin.« Mit dieser Aussage eröffnete Joachim Blechschmidt, der Vorsitzende der Kommission für das Bischofsamt, die Information zum Wahlverfahren für das Bischofsamt. Am Ende der Vormittagssitzung der in Hamburg tagenden Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) stellten sich die vier von der Kommission vorgeschlagenen Kandidaten den Delegierten der Zentralkonferenz vor. Zur Wahl stehen, Pastor Dr. Lothar Elsner, Pastor Dr. Hans-Martin Niethammer, Pastor Werner Philipp D.Min. und Pastor Harald Rückert. Philipp ist Pastor der Ostdeutschen Konferenz, die anderen drei Kandidaten sind Pastoren der Süddeutschen Konferenz.

Am Nachmittag des heutigen Tages wird unter Leitung von Bischof Paul Leeland, Gesandter des internationalen Bischofsrats der EmK, die Wahl eröffnet. Zur Wahl ist eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich. Die gesamte Wahl wird von Personen aus Hamburger EmK-Gemeinden im Gebet begleitet. Auch aus anderen Gemeinden und sogar aus dem Ausland gibt es Informationen darüber, dass Gebetskreise die Wahl begleiten. So schreibt Olav Schmidt, der für die EmK-Weltmission in Malawi ist: »Bei uns treffen sich mindestens 15 Mitglieder der Galilea-Gemeinde hier in Blantyre, um diese Wahl im Gebet zu begleiten.«

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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Zentralkonferenz
Die alle vier Jahre tagende Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche ist das für die Bundesrepublik Deutschland kirchenrechtlich zuständige Organ innerhalb der weltweit verfassten Gesamtkirche. Diese Konferenz hat die Aufgabe, die von der verfassunggebenden Generalkonferenz verabschiedeten und für das Gebiet der Zentralkonferenz relevanten Beschlüsse so umzusetzen, dass sie im Einklang mit der nationalen Gesetzgebung stehen und in die für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland gültige »Verfassung, Lehre und Ordnung« integriert und rechtlich in Kraft gesetzt werden. Dafür entsenden die Norddeutsche Jährliche Konferenz, Ostdeutsche Jährliche Konferenz und Süddeutsche Jährliche Konferenz 82 gewählte Delegierte, je zur Hälfte Pastoren bzw. Pastorinnen und Laien. Darüber hinaus findet im Rahmen der Zentralkonferenz die Bischofswahl oder die Verlängerung der Amtszeit des Bischofs oder der Bischöfin statt. Die Wahl ins Bischofsamt gilt in der Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland für zunächst vier Jahre. Eine Wiederwahl für weitere acht Jahre ist möglich. Die maximale Amtszeit beträgt zwölf Jahre.

Bischofsamt
Die Hauptaufgaben des bischöflichen Dienstes in der Evangelisch-methodistischen Kirche sind (1) die Leitung der jährlich tagenden Konferenzen im Bischofsgebiet, (2) die Mitarbeiterführung durch Dienstzuweisungen der Hauptamtlichen in Gemeindebezirke und Dienstaufgaben als Ausdruck der missionarisch angelegten Sendungsstruktur der Kirche, (3) die Verbindung der Gemeindebezirke und Konferenzen untereinander und zu den Evangelisch-methodistischen Kirchen in den benachbarten Ländern sowie die Mitwirkung im internationalen Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche und die Gestaltung der ökumenischen Beziehungen zu anderen Kirchen und (4) vielfältige geistliche und repräsentative Aufgaben.

EmK-Gemeinden sollen Brückenkirchen sein

Mi, 03/15/2017 - 12:00

Unter dem Titel »Christus ist unser Friede« richtete die im Mai in den Ruhestand tretende Bischöfin letztmalig eine umfassende Botschaft an »ihre Kirche«. Sie schlug darin einen »hoffnungsvollen Ton« an, obwohl es in der Welt »wirklich nicht rosig« aussehe und auch in der EmK »viele Abbrüche und Rückgänge« zu beklagen seien. Anhand zweier Beispiele illustrierte die Bischöfin ihre Hoffnung für die Kirche und wie mit Gottes Kraft der Auftrag umgesetzt werden könne, die Welt zu verändern.

Ein steinernes Zeichen

Bei einer Reise zur Partnerkirche der EmK in Malawi hatte die Bischöfin von einem »steinernen Beispiel« erfahren. Während der Rassenunruhen zur Zeit der Unabhängigkeitsbewegung 1959 war dieses Mahnmal entstanden. Damals sollten die in Livingstonia, im Norden von Malawi lebenden Missionare dem britischen Militär ein Zeichen geben, ob sie in Gefahr seien und ausgeflogen werden wollten. Statt eines einfachen Zeichens als Antwort schrieben sie mit Steinen »Epheser 2,14«. Die inhaltliche Botschaft der Bibelstelle, »Christus ist unser Friede!«, war leicht richtig zu verstehen. Trotz der Rassenunruhen lebten dort Weiße und Schwarze zusammen, die nicht zu Feinden geworden waren, weil sie sich in Christus verbunden wussten. Deshalb ist die scheidende Bischöfin überzeugt: »In Christus werden die Verschiedenen, die sich über den rechten Weg streiten, zu einer Gemeinschaft.« Allerdings sei diese Haltung in Gefahr, weshalb sie eindringlich die Frage nachschob: »Glauben wir das?«

EmK-Gemeinden sollen Brückenkirchen sein

Ebenfalls ein sprechendes Bild ist für Bischöfin Wenner das älteste Kirchengebäude der EmK in Deutschland. Es ist die 1956 durch die damalige Evangelische Gemeinschaft, eine Vorgängerkirche der EmK, übernommene Ägidienkirche in Erfurt. Im Jahr 1110 erstmals erwähnt, bildet die Kirche mit ihrem Turm auf der einen Seite der mit Häusern bebauten Krämerbrücke das Brückentor. Jede EmK-Gemeinde in Deutschland, so die scheidende Bischöfin, solle eine »Brückenkirche« sein. »Menschen, die zu einer Brückenkirche gehören, haben den Mut, Gräben zu überwinden und zusammenzuführen, was getrennt war.« Dazu müssten sie aus der Mitte des Glaubens leben, Verbindungen zu Menschen knüpfen und pflegen, auch wenn diese anderer Meinung seien oder einen anderen Lebensstil pflegten, und es sei nötig, Koalitionen zu bilden, »um das zu stärken, was dem Leben dient und Zukunft eröffnet«.

Nachfolge ist Spurensuche

John Wesley habe den Dienst zugunsten der Armen als Mittel angesehen, »wie uns Gottes Gnade zufließen kann«. In einer Zeit, in der schnelle Lösungen erwartet würden, sei es zwar mühsam und anstrengend, sich in der Gestaltung der Welt für die Würde aller Menschen einzusetzen. Aber die im Mai aus dem Amt scheidende Bischöfin ist überzeugt: »Nachfolge gleicht einer Spurensuche, die unter der Verheißung steht, dass Gott uns leitet«. Deshalb forderte sie die Delegierten der Zentralkonferenz und die Menschen in den Gemeinden der EmK in Deutschland auf, »dass wir den Wegen trauen, auf die uns Christus weist«.

Bischofswahl steht an

Im weiteren Verlauf des Tages steht die Wahl für die Nachfolge von Rosemarie Wenner im Bischofsamt auf der Tagesordnung. Die Internetredaktion von emk.de wird zeitnah davon berichten.

Foto: Iris Hahn

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
Die Botschaft der Bischöfin liegt gedruckt als EmK-Forum-Heft vor. Bestellung bei Blessings4you

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Ein »neuer Ton« für die Welt

Mi, 03/15/2017 - 05:34

Mit einem Abendmahlsgottesdienst wurde die vom 14. bis 19. März in Hamburg tagende Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) eröffnet. Die rund 120 Delegierten und geladenen Gäste der Zentralkonferenz feierten diesen Gottesdienst zusammen mit Gästen aus der Ökumene und mit vielen Besuchern aus EmK-Gemeinden der Stadt. In besonderer Weise wurde dabei auch die seit 30 Jahren bestehende Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen den Evangelischen Landeskirchen und der EmK gewürdigt.

»Die Suche nach dem gnädigen Gott, die Luther umtrieb und Wesley in Glaubenszweifel stürzte, ist nicht mehr unser Thema«, erklärte Bischöfin Rosemarie Wenner in ihrer Predigt am gestrigen Dienstag zur Eröffnung der Zentralkonferenz. Obwohl vom gnädigen Gott niemand mehr etwas hören wolle, litten die Menschen »allerdings ziemlich oft unter gnadenlosen irdischen Zuständen«. Deshalb müsse daran erinnert werden, dass durch Gottes Gnadenhandeln »ein neuer Ton« in die Welt gekommen sei, »der auch die Herzen der Menschen im 21. Jahrhundert erwärmen kann«. Menschen, die das erkannt hätten, setzten sich für »würdige Lebensumstände für alle« ein. Ziel dieses Einsatzes sei, »die Erde menschlicher zu machen«. Auch wenn das anstrengend sei und oft zu Unverständnis führe, mache es doch »Freude, Lebensräume mitzugestalten, in denen Menschen sich verändern und entfalten können und in denen die Schöpfung zu ihrem Recht kommt«.

In einem Grußwort erinnerte Martin Illert, Referent für Orthodoxie und allgemeine Ökumenik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), an die seit fast 30 Jahren bestehende Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen EKD und EmK. Es sei »beglückend und berührend«, so Illert, dass Methodisten »keine ökumenischen Berührungsängste« hätten. Das zeigte auch der Gottesdienst, an dem mit Bischöfin Kirsten Fehrs und Bischof Gerhard Ulrich zwei hochrangige Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland teilnahmen und bei der Austeilung des Abendmahls mitwirkten. Die ökumenische Weite der Begegnung dokumentierten weitere Kirchenvertreter aus Hamburg und Umgebung sowie methodistische Delegationen aus den USA, aus verschiedenen Ländern Europas und aus Russland.

Foto: Klaus Ulrich Ruof, © EmK-Öffentlichkeitsarbeit

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Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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30 Jahre Kirchengemeinschaft zwischen EmK und EKD

Di, 03/14/2017 - 13:26

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) haben eine gemeinsame »Handreichung zur Kirchengemeinschaft« veröffentlicht, die ab sofort in den Gemeinden beider Kirchen zur Erinnerung und weiteren Vertiefung der Kirchengemeinschaft beitragen soll. »Das Heft soll unsere Gemeinden, Kirchenämter und unsere Geschwister aus der Ökumene über die Gemeinschaft zwischen unseren Kirchen informieren und zur vertieften Kenntnis voneinander beitragen«, erklären der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und die EmK-Bischöfin Rosemarie Wenner im Vorwort der Publikation. Bischof Bedford-Strohm und Bischöfin Wenner betonen ihre Dankbarkeit für die gelebte Kirchengemeinschaft. Die aktuelle Broschüre zeige »wie vielfältig die Kooperationen unserer Kirchen in der Praxis sind«.

Das Heft erzählt vom Weg, den beide Kirchen bis zur Proklamation der vollen Kirchengemeinschaft 1987 in einem Gottesdienst in der Nürnberger St.-Lorenz-Kirche zurücklegten und gibt kurze Selbstbeschreibungen beider Kirchen. Der Hauptteil informiert über die Bedeutung der Kirchengemeinschaft für das Leben der Gemeinden in den Bereichen von Taufe, Abendmahl, Eheschließung, Bestattung, Patenamt und pastoraler Vertretung. Drei Beispiele aktuell gelebter Kirchengemeinschaft illustrieren die Möglichkeiten des Zusammenwirkens beider Kirchen. Die Broschüre enthält außerdem Informationen zum Kirchenübertritt und eine Ordnung für einen gemeinsamen Abendmahlsgottesdienst.

Ausgangspunkt für den großen ökumenischen Schritt in die gegenseitig erklärte Kirchengemeinschaft war ein befremdliches Ereignis. In der ersten Auflage des 1978 im Auftrag des Lutherischen Kirchenamts herausgegebenen Standardwerks »Handbuch Religiöse Gemeinschaften« fand sich im Kapitel über die Evangelisch-methodistische Kirche der Hinweis, dass evangelisch-lutherische Christen »nicht an methodistischen Abendmahlsfeiern teilnehmen (sollten)«. Nachfragen vonseiten der EmK bei der die Publikation verantwortenden VELKD (Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands) wollten die theologische Begründung dieser Abgrenzung wissen. Entgegen der Empfehlung hatte es damals schon eine weitgehend praktizierte gegenseitige eucharistische Gastfreundschaft von Gemeinden beider Kirchen gegeben. Infolgedessen kam es von 1980 bis 1982 in drei Dialogrunden zu klärenden theologischen Lehrgesprächen zwischen der EmK und der VELKD. Diese führten 1987 zur Proklamation der Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft, die zu diesem Zeitpunkt auch die Arnoldshainer Konferenz, einen Zusammenschluss der meisten anderen Mitgliedskirchen der EKD, und die Württembergische Landeskirche einschloss, die in ihren jeweiligen Gremien die Kirchengemeinschaft ebenfalls beschlossen hatten. Im Gebiet der ehemaligen DDR wurde die Kirchengemeinschaft erst im Januar 1990 in Kraft gesetzt.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weitere Informationen
Handreichung zur Kirchengemeinschaft zwischen EKD und EmK.
Bestellung: Kirchenamt der EKD (helga.meyer(at)ekd.de, Tel. 0511 2796222)
Internet-Download: www.emk.de/Handreichung-EmK-EKD

Foto: Ausschnitt aus dem Titel der Broschüre »Handreichung zur Kirchengemeinschaft zwischen EKD und EmK«

»Ein Höhepunkt für Methodisten aus ganz Europa!«

So, 03/12/2017 - 06:35

»Du glaubst nicht, was hier los ist!«, erzählt Christhard Elle überwältigt. »Kaum dass wir die Anmeldeseite freigeschaltet hatten, waren noch in der Nacht die ersten Anmeldungen eingegangen.« Der Bremerhavener Pastor ist zusammen mit einem großen Organisationsteam für das europäische methodistische Festival verantwortlich, das am Himmelfahrtswochenende 2018 stattfindet. Zurzeit sei das Team damit beschäftigt, bei weiteren Hotels Vorbuchungen zu vereinbaren, um bei dem erwarteten Teilnehmerandrang genügend Quartiere anbieten zu können. »Himmelfahrt ist Hauptsaison in Cuxhaven«, teilen die Veranstalter mit. Nachdem inzwischen knapp 300 feste Anmeldungen vorlägen, sei es empfehlenswert, sich zügig anzumelden. »Es lohnt sich. Urlaub, Glaubenserfahrungen, internationale Begegnungen und die Nordsee – eine bessere Mischung kann es gar nicht geben«, wirbt Elle motivierend für dieses Festival.

Horizonterweiternde Erfahrungen

Das Glaubens- und Begegnungsfest für Methodisten aus 20 Ländern Europas findet vom 9. bis 13. Mai 2018 auf dem Dünenhof in Cuxhaven statt. Der Europäische Rat Methodistischer Kirchen und das Team von »Staunen! 2015« der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Norddeutschland haben sich für 2018 zusammengetan, um dieses Großereignis gemeinsam zu einer glaubensstärkenden und horizonterweiternden Erfahrung werden zu lassen. Es werde ein viertägiges Programm für alle Altersgruppen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, geboten. Die Hauptsprachen werden Deutsch und Englisch sein, wobei alle Veranstaltungen mindestens in die Hauptsprachen übersetzt werden und auch für weitere Sprachen Übersetzungsdienste angeboten werden sollen. Als Hauptredner hat der EmK-Bischof aus Sierra Leone, John K. Yambasu, zugesagt. Außerdem wirken weitere Referenten aus über 20 Ländern mit und auch Bildungswerk, Evangelisationswerk, Frauenwerk, die Wesley Scouts und das Kinder- und Jugendwerk Nord haben ihre Mitwirkung zugesagt. Das Programm umfasst gottesdienstliche Veranstaltungen für alle Generationen, Angebote für Kinder und Jugendliche, Bibelarbeiten und Kleingruppen. Außerdem gebe es über 40 Workshop- Angebote und Ausflüge in die touristisch und geschichtlich interessante Umgebung. Für den jeweiligen Transport sorgen die »eigenen« Buslinien des Festivals.

»Sehnsucht nach Erfahrungen mit Gott«

Das jetzt europaweit angebotene Festival ist aus einer norddeutschen Initiative hervorgegangen, die vor zwei Jahren das Festival »Staunen! 2015« aus der Taufe hob. Die Initiative habe die Sehnsucht nach Erfahrungen mit Gott, nach intensiven Eindrücken und den Wunsch, einander davon zu erzählen wahrgenommen und die Inhalte des Festivals darauf ausgerichtet. »Die Rückmeldungen der Teilnehmer überwältigten uns, sodass schnell feststand, dass wir das Festival 2018 wiederholen«, ist der seit über sechs Jahren in einem Gemeindeneuaufbauprojekt in Bremerhaven wirkende EmK-Pastor immer noch bewegt. »Und dann bekam das Projekt durch unsere Bischöfin eine neue Dimension«, schiebt er nach. Bischöfin Wenner habe angeregt, dieses Festival europaweit für Methodisten zu öffnen und damit an die Tradition europäischer methodistischer Festivals anzuknüpfen. Jetzt stünden sie als Team staunend vor dem, was sich aus der ursprünglichen Idee entwickelt habe. »Wir gehen die großen Herausforderungen zuversichtlich an, weil das für uns Methodisten in Europa ein echter Höhepunkt sein wird«, ist Elle überzeugt.

Foto: © Staunen! 2018

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
www.staunen.net
Anmeldung (deutsch) www.staunen.net/anmeldung-downloads-d/
Anmeldung (englisch) www.staunen.net/registration-downloads-english/
Tagungs- und Gästezentrum Dünenhof www.duenenhof.org/

Von Ermutigung

Fr, 03/10/2017 - 15:07
Gebetsgruppe begleitet die Bischofswahl

Den geistlichen Rahmen der Zentralkonferenz bilden Gottesdienste und Andachten, in denen es unter dem Titel »In Christus verbunden – in Liebe verbinden« um zentrale christliche Aufträge und Verhaltensweisen geht. Mit Spannung wird die am Mittwochnachmittag kommender Woche stattfindende Wahl für die Nachfolge der in den Ruhestand tretenden Bischöfin Rosemarie Wenner erwartet. Aus den Hamburger Gemeinden bildet sich eine Gebetsgruppe, die sich parallel zur Bischofswahl im Tagungszentrum der Zentralkonferenz trifft, um diese Wahl im Gebet zu begleiten. Irene Kraft, die Superintendentin des Hamburger EmK-Distrikts freut sich, »wenn sich auch an anderen Orten der EmK in Deutschland während dieser Zeit Menschen treffen, um die Wahl im Gebet zu begleiten«. Abschluss und Höhepunkt der Tagung wird der Gottesdienst am Sonntag, den 19. März sein, in dem der neue Bischof oder die neue Bischöfin unter internationaler methodistischer und ökumenischer Mitwirkung in das Amt eingeführt wird. Der Gottesdienst wird in der Evangelischen Kirche St. Petri zusammen mit den evangelisch-methodistischen Gemeinden der Stadt Hamburg und der dortigen evangelischen Kirchengemeinde gefeiert. 

Ermutigung für den weiteren Weg der Kirche

Noch vor der Bischofswahl wird am Mittwochvormittag die im Mai in den Ruhestand tretende Bischöfin ihre Botschaft an die Zentralkonferenz vortragen. Unter dem Titel »Christus ist unser Friede« zieht sie ein Resümee ihrer zwölfjährigen Amtszeit und ermutigt zur Hoffnung für den zukünftigen Weg und die anstehenden Aufgaben der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Desweiteren stehen Entscheidungen zu Haushaltsfragen an sowie die Frage, wie die Gehälter und Versorgungsbezüge für Pastoren und Pastorinnen in den nächsten vier Jahren kontinuierlich weiterentwickelt werden können. Aus anderen Kommissionen und Arbeitsbereichen liegen Impulse und Anträge vor, mit denen die Arbeit in den Gemeinden und der Kirche gestärkt und in die Öffentlichkeit getragen werden sollen. So liegt beispielsweise aus der Kommission für Evangelisation ein Antrag vor, »gezielt nach Möglichkeiten zur Gründung neuer Gemeinden Ausschau zu halten«. Von besonderem Interesse ist ein Vorschlag der Kommission für Theologie und Predigtamt, die bisher gültige Grundform des Gottesdienstes durch eine neue vierteilige Grundform zu reformieren. Die Kommission für Erwachsenenbildung schlägt vor, angesichts der demografischen Entwicklung für die zunehmend älter werdenden Menschen eine »Gerontotheologie«, eine Theologie des Alters und Alterns anzubieten. Außerdem wird von der Kommission für diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung eine umfangreiche Vorlage eingebracht, ein Friedenswort unter dem Titel »Frieden gestalten: gewaltfrei, gerecht und schöpfungsgemäß« zu verabschieden.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
Das Programmheft der Zentralkonferenz 2017
Gebetsaufruf in deutsch und englisch

Weitere Informationen

Gebetsinitiative zur Bischofswahl
Parallel zur Bischofswahl können sich Menschen aus der EmK in Deutschland zum Gebet vereinen. Vor Ort in Hamburg trifft sich eine Gebetsgruppe am Tag der Wahl, Mittwoch, dem 15. März, um 13 Uhr. Die Wahl wird voraussichtlich um ca. 14.30 Uhr beginnen.

Zentralkonferenz
Die alle vier Jahre tagende Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche ist das für die Bundesrepublik Deutschland kirchenrechtlich zuständige Organ innerhalb der weltweit verfassten Gesamtkirche. Diese Konferenz hat die Aufgabe, die von der verfassunggebenden Generalkonferenz verabschiedeten und für das Gebiet der Zentralkonferenz relevanten Beschlüsse so umzusetzen, dass sie im Einklang mit der nationalen Gesetzgebung stehen und in die für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland gültige »Verfassung, Lehre und Ordnung« integriert und rechtlich in Kraft gesetzt werden. Dafür entsenden die Norddeutsche Jährliche Konferenz, Ostdeutsche Jährliche Konferenz und Süddeutsche Jährliche Konferenz 82 gewählte Delegierte, je zur Hälfte Pastoren bzw. Pastorinnen und Laien. Darüber hinaus findet im Rahmen der Zentralkonferenz die Bischofswahl oder die Verlängerung der Amtszeit des Bischofs oder der Bischöfin statt. Die Wahl ins Bischofsamt gilt in der Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland für zunächst vier Jahre. Eine Wiederwahl für weitere acht Jahre ist möglich. Die maximale Amtszeit beträgt zwölf Jahre.

Bischofsamt
Die Hauptaufgaben des bischöflichen Dienstes in der Evangelisch-methodistischen Kirche sind (1) die Leitung der jährlich tagenden Konferenzen im Bischofsgebiet, (2) die Mitarbeiterführung durch Dienstzuweisungen der Hauptamtlichen in Gemeindebezirke und Dienstaufgaben als Ausdruck der missionarisch angelegten Sendungsstruktur der Kirche, (3) die Verbindung der Gemeindebezirke und Konferenzen untereinander und zu den Evangelisch-methodistischen Kirchen in den benachbarten Ländern sowie die Mitwirkung im internationalen Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche und die Gestaltung der ökumenischen Beziehungen zu anderen Kirchen und (4) vielfältige geistliche und repräsentative Aufgaben.

Foto: Auszug Programmheft Zentralkonferenz 2017

Großer Fotowettbewerb: »Ja, was glaubst denn du?«

Do, 03/09/2017 - 09:25

Machen Sie mit bei unserem großen Fotowettbewerb »Bilder des Glaubens von Älteren«. Der Wettbewerb wird veranstaltet von der Seniorenarbeit im Bildungswerk der EmK und der »unterwegs«-Redaktion.

Wo stehe ich mit meinem Glauben? Wer bin ich mit meinem Glauben geworden? Was bedeutet mir mein Glaube? Wann hilft er mir? Im Lauf des Lebens kann es hilfreich sein, eine Bestandsaufnahme des eigenen Glaubens zu machen – um mir selbst gegenüber Klarheit zu bekommen und um Auskunft geben zu können.

Deshalb laden wir Sie zu einem Fotowettbewerb ein: Zeigen Sie uns Ihr »Bild vom Glauben«. In der Motivwahl sind Sie ganz frei. Eine kurze Erläuterung zum Bild ist hilfreich, aber keine Voraussetzung zur Teilnahme. Eine fachkundige Jury, bestehend aus dem Profifotografen Andreas Weber, Referentin Christine Carlsen-Gann, der ZK-Seniorensekretärin Ulrike Burkhardt-Kibitzki sowie dem Redaktionsleiter von »unterwegs«, Volker Kiemle, wird die Bilder sichten. In den nächsten vier »unterwegs«-Ausgaben werden wir jeweils einen Teil der Einsendungen veröffentlichen. Einsendeschluss ist der 1. Mai 2017.

So machen Sie mit:

Schicken Sie Ihre Fotos bis zum 1. Mai 2017 an fotowettbewerb(at)emk.de
Benennen Sie die Bilder im Format »Nachname_Vorname_00x.jpg«.
Geben Sie mit der Mail Ihren Namen und Ihre vollständige Adresse an.

Zu gewinnen gibt es bundesweit vielfältig einsetzbare Kulturgutscheine sowie Gutscheine zum Einkauf bei der Firma Blessings 4 You.

  • 1. Preis Kulturgutschein im Wert von 100 Euro
  • 2. Preis Kulturgutschein im Wert von 75 Euro
  • 3. Preis Kulturgutschein im Wert von 50 Euro
  • 4. bis 6. Preis: Je ein Blessings 4 You-Gutschein im Wert von 20 Euro

Die Preisträger werden mit ihren Fotos in »unterwegs« veröffentlicht.

Mit der Teilnahme an dem Fotowettbewerb akzeptieren Sie die folgenden Wettbewerbsbedingungen:

Veranstalter:
Der Fotowettbewerb »Bilder des Glaubens von Älteren« wird veranstaltet vom Bildungswerk der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland sowie von der Zeitschriftenredaktion der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland.

Technische Vorgaben:
Jeder Teilnehmer darf mit bis zu drei Bildern am Wettbewerb teilnehmen. Die Fotos müssen per E-Mail eingesandt werden an die Adresse fotowettbewerb(at)emk.de

Die Bilder müssen als Dateinamen den Namen des Teilnehmers im Format »Nachname_ Vorname_00x.jpg« tragen. Der Teilnehmer muss seinen Namen und die vollständige Adresse übermitteln. Jedes Bild muss druckfähig sein.

Bildrechte:
Wenn Sie ein Bild einsenden, sind Sie mit einer honorarfreien Veröffentlichung in den Medien der EmK sowie in Medien, die über den Wettbewerb berichten, einverstanden.

Sie bestätigen, dass Sie alle Rechte an dem Bild besitzen und eventuell abgebildete Personen mit der Wettbewerbsteilnahme einverstanden sind. Das Einverständnis dieser Personen können Sie auf Anfrage nachweisen.

Sie stellen den Veranstalter von allen Ansprüchen Dritter im Zusammenhang mit den eingesandten Bildern gänzlich frei.

Einen Anspruch auf Veröffentlichung der zugesandten Inhalte haben Sie nicht.

Datenschutz
Name und Wohnort des Teilnehmers können in Print- und Online-Publikationen der EmK genannt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie auch unter www.emk-unterwegs.de/fotowettbewerb

Fotos: pexels.com / CC0; Ulrike Burkhardt-Kibitzki
Entnommen aus: »unterwegs« 5/2017

Ort der Begegnung mit Gott

Di, 03/07/2017 - 08:30

Morgens beim Frühstück mache ich zuerst das Radio an. Musik und Nachrichten füllen dann die Küche. Ich mag das sehr. Die Moderatoren breiten vor mir einen Klangteppich aus, über den ich in den Tag hineinlaufe. Mir macht das den Start in den Tag leichter. Am Ende des Tages sitze ich nach Feierabend meistens im Wohnzimmer und der Fernseher läuft: Nochmals Nachrichten, eine Show oder eine Magazinsendung.

Wenn ich mir meinen Tagesablauf ansehe, merke ich, dass ich fast immer berieselt werde mit Worten, Geräuschen und Musik aller Art. Nur selten findet sich eine Lücke. Das eine geht in das andere über. Und ehrlich gesagt, meistens mag ich das auch. Gleichzeitig spüre ich: Im Laufe des Tages bin ich nie wirklich allein mit mir selbst. Das würde mir aber gut tun.

Mut zur Lücke

Die Fastenzeit gibt mir die Chance, das an einer konkreten Stelle anders zu machen. Sie macht mir ein Angebot: Hab doch den Mut zur Lücke! Lass eine Sache weg, die sonst selbstverständlich ist. Oder nimm dir Zeit für etwas, das du sonst nicht tun würdest, weil der Tag schon so angefüllt ist. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Die Fastenzeit vor Ostern dauert 40 Tage. Diese Zahl erinnert an den Auszug Israels aus Ägypten durch die Wüste in ein neues Land. Die Zeit in der Wüste von 40 Jahren formte den Glauben Israels. Denn in der Wüste lenkt nichts ab, hier ist jeder Mensch zurückgeworfen auf das Wesentliche und wird dankbar für Kleinigkeiten: Wasser, Schatten, Essen. Für Israel wurde die Wüste zum Ort der Begegnung mit Gott und mit sich selbst. Hier kann Gott Israel zu Herzen sprechen. (Hosea 2,16)

Die Fastenzeit bietet die Chance, den normalen Tagesablauf zu unterbrechen und Platz zu schaffen für etwas anderes. In der Bibel ist das Fasten die Möglichkeit, sich intensiv auf Gott auszurichten. Dazu muss ich möglicherweise auf anderes verzichten. Am Anfang kann das auch schwer fallen, aber dadurch werden Kräfte frei, Seele und Geist ganz auf Gott zu konzentrieren.

Vor allem evangelische Christen lehnten lange das Fasten ab. Der Vorwurf: Man könne sich das Heil doch nicht mit Werken verdienen. Und tatsächlich wird das Fasten im Alten und Neuen Testament immer wieder kritisiert. In der Bergpredigt warnt Jesus davor, die persönliche Frömmigkeit zu einem öffentlichen Akt zu machen. Deswegen empfiehlt er, beim Fasten nicht eine Leidensmine aufzusetzen, sondern gerade dann auf Körperpflege zu achten: »Pflege dein Haar und wasche dir das Gesicht wie sonst auch.« Offensichtlich gab es damals einen Trend, die persönliche Frömmigkeit zur Schau zu stellen. Das Fasten an sich aber lehnt Jesus nicht ab. Es kann den Glauben vertiefen.

Platz machen für Neues

Das ist heute immer noch so: In der Fülle der Eindrücke, die wir tagtäglich aufnehmen, ist es gut, einmal den Mut zu Lücke zu haben. So schränken Menschen in der Fastenzeit zum Beispiel bewusst ihren Medienkonsum ein. Oder sie lassen etwas weg, was längst zur Gewohnheit geworden ist. Sie machen Platz für Neues. Fasten bedeutet »Gott gegenüber eine fragende Haltung einzunehmen und zu hören, was er zu sagen hat«, erklärt die Aktion »7 Wochen Ohne«. »Im Verzicht der Fastenzeit lebt die Erinnerung daran, dass wir es nicht immer allein und selber am besten wissen, was gut für uns ist.«

Foto: pexels.com / CC0
Entnommen aus: »unterwegs« 5/2017

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