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Aktualisiert: vor 22 Minuten 37 Sekunden

Binsenweisheit als Geheimrezept

Fr, 06/23/2017 - 06:54

Während der Tagung der Süddeutschen Jährlichen Konferenz in Neustadt an der Weinstraße richtet Bischof Harald Rückert das Wort an die Konferenzmitglieder. Damit nimmt der im März zum Bischof für die Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland gewählte Nachfolger von Bischöfin Rosemarie Wenner eine »Tradition« auf, die seine Vorgängerin angestoßen hatte.

»Wir sind gemeinsam Kirche«

Sein kurz nach der Wahl zum Bischof gesprochener Satz »Wir sind gemeinsam Kirche« sei überraschend oft aufgegriffen worden, erklärt Rückert. Allerdings entpuppe sich diese »Binsenweisheit« bei genauem Hinsehen als eine Art Geheimrezept. »Wir alle zusammen sind Evangelisch-methodistische Kirche – das ist gelebte Konnexio«, betont Rückert gegenüber den Mitgliedern der Konferenz. Diese Gemeinschaft bestehe aus den Gemeinden, aus den Pastorinnen und Pastoren, »aus den Menschen, die wir haben«. In Liebe gelte es diese Gemeinschaft zu leben.

Verhältnis von Einheit und Freiheit durchbuchstabieren

Gemeinschaft bedeute gleichzeitig auch Vielfalt. Mit dem Hinweis auf die im Englischen gebräuchliche Formulierung »to embrace diversity« (Vielfalt umarmen) könne Vielfalt willkommen geheißen werden. »Vielfalt«, so Rückert weiter, »ist auch anstrengend, aber es ist der Weg in die Zukunft, von dem ich hoffe, dass wir ihn gemeinsam gehen.« Dazu brauche es aber auch gelebte Einheit, wobei das Verhältnis von Einheit und Freiheit immer wieder neu buchstabiert werden müsse. Es gehe darum, Unterschiede auszuhalten und großes Vertrauen zu praktizieren. Daraus wachse die Möglichkeit, sich gegenseitig Freiheit zu geben.

Wo weht der Heilige Geist?

Für den weiteren gemeinsamen Weg als Kirche gehe es um die Fragen: »Was hilft unserem Auftrag als Kirche? Was atmet Zukunft? Wo weht die frische Brise des Heiligen Geistes?« Die Antworten auf diese Fragen könnten »nur im Miteinander« gefunden werden. »Lasst uns gemeinsam dranbleiben, Kirche zu gestalten!«, forderte der neue Bischof die Konferenzmitglieder auf.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links
Audio-Datei des Bischofsworts

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

»Da sein für die Menschen in unserer Zeit«

Do, 06/22/2017 - 09:30

Mit einem Gottesdienst in der evangelisch-landeskirchlichen Martin-Luther-Kirche wurde am gestrigen Abend die Süddeutsche Jährliche Konferenz, das Kirchenparlament der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Süddeutschland, eröffnet. Sie tagt von Mittwoch bis Samstag (21. bis 24. Juni) im rheinland-pfälzischen Neustadt an der Weinstraße und hat mit dem Wort »dranbleiben« die Jesusworte vom Wein und den Reben zum Thema gemacht.

Vor Gegeneinander bewahrt werden

Es werde während der Konferenztage noch öfter um die Frucht des Weinstocks und den Wein gehen, erklärte Superintendent Carl Hecker in seiner Predigt zur Eröffnung der Konferenz. Weil es aber ums »Dranbleiben« gehe, solle zum Anfang nicht vom Wein die Rede sein, sondern vom Weinstock und das sei »eine eher hölzerne Angelegenheit«. Eigentlich habe die Rebe nichts zu melden. »Der Wurzelstock kann auch ohne die Rebe leben, die Rebe jedoch nicht ohne Wurzelstock.« Jeder sei, so Hecker weiter, selbst mit Christus verbunden. Niemand sei dabei von einem anderen abhängig. Alle erhielten die gleiche Lebenskraft und den gleichen Segen. »Das zu beherzigen, könnte schon allein vor manchem Gegeneinander bewahren«, ist Hecker zwischenkirchlich wie innergemeindlich überzeugt.

Miteinander, statt Nebeneinander und Gegeneinander

Gäste aus Stadt und Ökumene brachten ihre Verbundenheit mit der EmK zum Ausdruck. So betonte Hermann Lorenz, der Synodalpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, die enge Gemeinschaft mit der EmK. Diese Gemeinschaft werde aber nicht nur auf Ebene der Kirchenleitungen gelebt, sondern vor allem in den Gemeinden. Thomas Stubenrauch, Referent für Ökumene und Theologische Grundsatzfragen im Bistum Speyer der römisch-katholischen Kirche, betonte den Erfolg der schon über 50 Jahre währenden ökumenischen Zusammenarbeit. Nach jahrhundertelangem Nebeneinander und Gegeneinander gebe es jetzt ein Miteinander. »Was noch zwischen uns steht, trennt nicht, sondern ist Zeichen der Vielfalt«, so Stubenrauch.

Zukunft vertrauensvoll gestalten

Beim vor dem Gottesdienst ausgerichteten Empfang hob Georg Krist, der Beigeordnete der Stadt Neustadt an der Weinstraße, die Bedeutung der Kirchen hervor. In einer Zeit, in der das christliche Gedankengut in den Hintergrund geraten ist, seien die Kirchen wichtig. »Kirchen betonen die Grundlagen unserer Werteordnung, die sich der Staat nicht selbst schaffen kann«, betonte der Kommunalpolitiker. Von den durch die EmK gesetzten Maßstäben in der ökumenischen Zusammenarbeit spracht der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Südwest, Jochen Wagner. Als Pastor im Bund Freier evangelischer Gemeinden profitiere er davon sehr. Mit Blick auf die Konferenztagung wünschte er der EmK, dass sie »die Zukunft vertrauensvoll erfahren, gestalten und weitergeben« könne.

Der Zweck der Ökumene

In seinen Antworten auf die Grußredner, betonte Harald Rückert, der neue Bischof für die EmK in Deutschland, die Bedeutung der zwischenkirchlichen Gemeinschaft: »Der Zweck der Ökumene ist: Da sein für die Menschen in unserer Zeit.« Dabei verstehe sich die EmK als verlässlicher Partner, sowohl in den Beziehungen der Kirchen untereinander als auch in der Zusammenarbeit »mit Stadt und Staat« auf der Basis gemeinsamer Werte.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
www.emk-sjk.de
Meditation »Der Weinstock« (Instrumentalversion zur SJK 2017)

Zur Information
Die Süddeutsche Konferenz umfasst 261 Gemeinden mit rund 28.500 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen.

Foto: Volker Kiemle, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Veränderungsprozesse weiterführen

Di, 06/20/2017 - 09:15

Von Mittwoch bis Sonntag, 21. bis 25. Juni, tagt die Süddeutsche Jährliche Konferenz (SJK), das Kirchenparlament der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) im Süden Deutschlands, mit fast 500 Delegierten in Neustadt an der Weinstraße. Am 25. Juni findet zum Abschluss der Tagung ein großer Kirchengemeindetag in Heilbronn statt, zu dem rund 3.000 Besucher erwartet werden.

Es geht um Zukunftsfähigkeit

Das Thema »Dranbleiben« ergibt sich aus dem an der Weinstraße gelegenen Neustadt als Tagungsort der Konferenz. Die Verbindung zum Wein und so auch zum Jesus-Wort »Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben« lässt sich am Tagungsort geradezu »begreifen«. Passend dazu wird der Theologe und Winzer Richard Grünewald am Samstag (24. Juni) das theologische Referat halten. Ihm geht es in seiner Arbeit als Weinbauer um die Zukunftsfähigkeit seines Betriebs und um die Erhaltung der Natur, damit »künftige Generationen noch dieselben Chancen auf Wohlstand haben wie wir Heutigen«.

Aus Vertrautem ausscheren

In den inhaltlichen Diskussionen der Konferenz geht es um die Frage, wie die Kirche ihre Arbeit ausrichtet und organisiert. »Wir müssen an den vielen Veränderungsprozessen dranbleiben, die in den vergangenen Jahren angestoßen wurden«, erklärt Carl Hecker, der für die Region zuständige Superintendent. Ein Strategiepapier soll die Gemeinden motivieren, wie ihr Weg in die Zukunft aussieht und worauf sie verzichten können. Dabei ist klar: Aus dem Vertrauten auszuscheren, ist herausfordernd. »Ich wünsche mir, dass wir diesen Prozess weitergehen, auch wenn er Verunsicherung hervorbringt«, will Hecker die Konferenzmitglieder ermutigen.

Gemeindetag in Heilbronn am Sonntag

Am Sonntag, 25. Juni, findet im Veranstaltungscenter Redblue in Heilbronn der Konferenzgemeindetag für die EmK in Süddeutschland statt. Zu diesem Tag werden rund 3.000 Erwachsene, Jugendliche und Kinder erwartet.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Zur Information
Die Süddeutsche Konferenz umfasst 261 Gemeinden mit rund 28.500 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen.
Die Konferenztagung wird vom gastgebenden Gemeindebezirk Neustadt/Speyer/Kandel ausgerichtet. Zu diesem Gemeindebezirk gehören rund 70 Kirchenglieder und rund 80 Kirchenangehörige. Die Gemeinde in Neustadt/Weinstraße besteht aus Kirchengliedern von Methodisten und Baptisten, die zusammen eine Gemeinde bilden, weil sie erkannt haben, dass sie einen gemeinsamen Auftrag haben. Um sich weiter mit dem Auftrag als Gemeinde zu beschäftigen, ist derzeit ein Pilgerweg zum Besuch dreier wachsender Gemeinden in Vorbereitung, um davon für die eigene Arbeit zu lernen.

Grafik: © EmK-SJK

Glauben denken ohne eigene Interessen

Mo, 06/19/2017 - 10:15

Februar: Ich habe eine Woche Urlaub. Ich bleibe lang im Bett, lasse nach dem Frühstück ewig die Schlafklamotten an und gammle ein bisschen durch den Tag. Die Bibel lasse ich ein gutes Buch sein und auch beim Gebet sage ich mir: »Nö, ich hab Urlaub.« Ich geh am Schreibtisch vorbei und blättere meinen Aufstellkalender um. Und was steht da: Urlaub ist die beste Zeit um Gott zu begegnen. »Gott hat Humor«, denke ich und ziehe mich um für einen Gebetsspaziergang.

Seither ist mir dieser Satz im Gedächtnis geblieben: Urlaub ist die beste Zeit um Gott zu begegnen. Und wirklich: Ich lese am Strand ein gutes Buch, der Mann auf dem Handtuch neben mir spricht mich darauf an, und wir reden eine gute Stunde leidenschaftlich über unseren Glauben. Beim Bergwandern erkenne ich in den Bildern der Natur Gottes Handschrift und bin tief beschenkt und inspiriert.

Auf dem Campingplatz werde ich von den Nachbarn zum Barbecue eingeladen, und wir reden bis tief in die Nacht – trotz Sprachbarriere – über Schicksalsschläge und Glaubenszweifel. Ausgerechnet auf Mallorca fotografiere ich dieses inspirierende Bauwerk, das auf dem Bild zu sehen ist. Ich setze mich davor und lasse meine Gedanken fliegen. Was ich da sehe, scheint mir ein Sinnbild zu sein für das, was Jesus vermitteln wollte: Unser Gottesbild und unsere Glaubenspraxis gehören regelmäßig auf den Kopf gestellt.

Ich habe Denkbarrieren in meinem Kopf. Die habe ich mir im Laufe meines Lebens angeeignet, als Kind hatte ich die nicht; Denkbarrieren aufgrund meiner Herkunft, meiner Erziehung, meinen Lebenserfahrungen und aufgrund meiner Interessen. Meine Denkbegrenzungen gehen Hand in Hand mit meinen Interessen. »Monika first« – Ich will haben. Ich will dürfen. Ich will mein Recht. Und das bestimmt mein Denken. So funktioniert auch die Welt: Sie hat ihre Interessen, und die bestimmen, was möglich ist. Und letztlich wird auch die Religion immer wieder in den Dienst unterschiedlichster Interessen gestellt: Bequemlichkeit, Macht, Geld, Angst, Status.

Ich sehe diese Kirche auf dem Kopf und denke an die Bergpredigt. Jesus hat die geltende Interessenlage völlig ins Gegenteil verkehrt. Jesus konnte Glauben denken ohne eigene Interessen – weil er Gott nahe war wie kein anderer. Und er hat zu seinen Freunden gesagt: »Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein« (Matthäus 17,20).

Ich denke, das ist eine Metapher: Es geht nicht darum, Felsbrocken durch die Luft zu schleudern – es geht um den sprichwörtlichen Glauben, der Berge versetzt, der etwas bewegt, der alles verändert.

Denkbarrieren abbauen bedeutet, meine Interessen loszulassen. Und erst, wenn wir die loslassen, kriegen wir Bewegung in unsere Phantasie. Tja, meine Interessen loslassen – hört sich irgendwie nach Verlieren an. Ja, ein bisschen schon. Es heißt in gewisser Weise, sein Leben aufs Spiel zu setzen.

Wir Anhänger von Jesus von Nazareth sind aufgefordert, die Kirche auf den Kopf zu stellen. Man muss den Kopf über uns schütteln, sonst machen wir was falsch. Methodist, das war ein Spottname – in England hat man den Kopf über diesen Verein geschüttelt – weil die Methodisten Denkbarrieren abgebaut und Interessen losgelassen haben. Über Reformer wird man sich immer ärgern. Und über Methodisten sollte man immer den Kopf schütteln.

Jesus hat mit der Bergpredigt und mit seinem ganzen Leben die Welt auf den Kopf gestellt. Wir sollten’s ihm nachmachen. Die Kirche auf den Kopf stellen und draufklopfen, so dass alles Alte aus den Hosentaschen fliegt – Übrig soll die Liebe bleiben und die Phantasie, wie man diese Liebe unter die Menschen bringen kann.

Foto: Monika Brenner
Entnommen aus: »unterwegs« 12/2017

Dienstzuweisungen NJK 2017

So, 06/18/2017 - 13:00
Distrikt Berlin

Superintendent: Gabriel Straka (3)

  • Berlin-Charlottenburg:
    deutsche Gemeinde: Anja Müller (2)
    internationale Gemeinde: Carolyn Kappauf (2)
  • Berlin-Friedenau/Schöneberg: Holger Sieweck (11)
  • Berlin-Friedrichshain: Holger Sieweck (3)
  • Berlin Ghanaische Gemeinde: Joachim Georg (3)
  • Berlin-Kreuzberg: Thomas Steinbacher (3), Christian Voller-Morgenstern (3)
  • Berlin-Lankwitz: Andreas Kraft (6, Lokalpasator), Frank Drutkowski (15, Lokalpastor)
  • Berlin-Neukölln/Eichwalde: Thomas Steinbacher (3), Sven Tiesler (3)
  • Berlin-Schöneweide/Marzahn: Joachim Georg (10/2)
  • Berlin-Spandau: Matthias Zehrer (10)
  • Berlin-Tegel: Matthias Zehrer (10)
  • Berlin-Wittenau: Anja Müller (2)
  • Cottbus: Sven Tiesler (11), unter Mitarbeit von Matthew Barlow (4, Mitarbeiter im Gemeindedienst, internationale Gemeinde)
  • Eberswalde: Anne Detjen (8, ab 10.03.2018), Matthew Barlow (4, Mitarbeiter im Gemeindedienst) unter Mitarbeit von Maren Herrendörfer (1)
  • Magdeburg: Dietmar Wagner (2)
  • Neubrandenburg: Rainer Prüßmann (3)
  • Neuruppin: Andreas Kraft (4)
  • Oranienburg/Zepernick: Andreas Fahnert (2)
  • Potsdam: Christian Voller-Morgenstern (3)
  • Rostock: Dirk Reschke-Wittko (14)
  • Vorpommern: Rainer Prüßmann (3), Dirk Reschke-Wittko (5)
Distrikt Essen

Superintendent: Dr. Rainer Bath (10)

  • Bebra/Eisenach: Rainer Leo (4), Jürgen Stolze (4)
  • Bergisches Land: Rainer Mittwollen (5), Bodo Laux (4), Marco Alferink (2)
  • Bielefeld: Cornelis Appelo (6)
  • Braunfels: Steffen Klug (6)
  • Detmold: Günter Loos (3)
  • Duisburg: Frank Hermann (4), Regine Stoltze (15)
  • Essen: Sven Kockrick (4)
  • Ghanaische Gemeinden Rhein/Ruhr: Charles Gyasi (2)
  • Großalmerode: Michael Putzke (13), Katharina Lange (12)
  • Herges-Hallenberg: Uwe Hanis (3)
  • Kassel: Katharina Lange (14), Michael Putzke (12)
  • Lage: Günter Loos (1)
  • Mülheim an der Ruhr: Dr. Daniele Baglio (7)
  • Rheinland: Van Jollie (12), zu besetzen
  • Ruhrgebiet Ost: Frank Hermann (5), Sebastian Begaße (9), Sven Kockrick (4), Abena Obeng (2, Lokalpastorin)
  • Thüringer Wald: Uwe Hanis (3), Jürgen Stolze (3)
  • Wuppertal-Barmen: Marco Alferink (6)
Distrikt Hamburg

Superintendentin: Irene Kraft (3)

  • Bookholzberg: Ruthild Steinert (1)
  • Braunschweig/Clausthal: Stephan von Twardowski (8), Dirk Liebern (3, Lokalpastor)
  • Bremen: Susanne Nießner-Brose (10)
  • Bremen-Nord: Friederike Meinhold (6)
  • Bremerhaven: Christhard Elle (8)
  • Delmenhorst: Rudi Grützke (11)
  • Edewecht: Gunter Blaschke (7)
  • Ellerbek: Christine Guse (6)
  • Flensburg: Regina Waack (4)
  • Ghanaischer Bezirk Hamburg: Aaron Gaisie-Amoah (5)
  • Hamburg International UMC: Edgar Lüken (1)
  • Hamburg-Eimsbüttel: Hartmut Kraft (2)
  • Hamburg-Hamm: Edgar Lüken (3), Silke Bruckart (1)
  • Hamburg-Harburg: Stefan Kraft (6)
  • Hamburg-Nord: Uwe Onnen (3), William Barnard-Jones (6, Lokalpastor)
  • Hamburg-Wilhelmsburg: Karsten W. Mohr (5)
  • Hannover: Hans-Hermann Schole (1)
  • Kiel: Hartmut Kraft (2)
  • Leer: Siegfried Stoltze (7)
  • Lübeck: Thomas Leßmann D.Min. (16)
  • Minden: Nicole Bernardy (2)
  • Neuschoo/Aurich: Sebastian D. Lübben (4), Tanja Lübben (2)
  • Oldenburg: Klaus Abraham (12)
  • Osnabrück: Olaf Wischhöfer (5)
  • Westerstede/Wiesmoor: Bärbel Krohn-Blaschke (4)
  • Wilhelmshaven: Bärbel Krohn-Blaschke (8)
  • Wolfsburg: Dietmar Wagner (8)
In besonderen Diensten Im Bereich der Jährlichen Konferenz, Zentralkonferenz und deren Einrichtungen

Kinder- und Jugendwerk

  • Leiter: Lars Weinknecht (8)
  • Referenten für die Arbeit mit Jugendlichen: Stephan von Twardowski (5), Andreas Fahnert (2)
  • Referentin für die Arbeit mit Kindern: Friederike Meinhold (1)
  • Referent/in für die Arbeit mit Kindern: zu besetzen, unter Mitarbeit von Maren Herrendörfer (1)

Kirchenkanzlei

  • Leiter: Ruthardt Prager (11), BK Frankfurt-Innenstadt (SJK)

Kommission für Evangelisation

  • Sekretärin für missionarischen Gemeindeaufbau: Anne-Marie Detjen (4), BK Eberswalde

Diakonie

  • Agaplesion Bethesda Krankenhaus und Seniorenzentrum Wuppertal: Jürgen Woithe (4), BK Bergisches Land
  • Diakoniewerk Bethanien Hamburg, Schwesternschaft: Uwe Onnen (3), BK Hamburg-Nord
  • Agaplesion Bethanien, Havelgarten Berlin: Birgit Fahnert (10), BK Berlin-Wittenau
  • Agaplesion Bethanien-Verbund Berlin: Birgit Fahnert (2), BK Berlin-Wittenau
Pastorinnen und Pastoren im Ruhestand

Dr. Daniele Baglio, Siegfried Barth, Dieter Begaße, Walter Berchter, Benno Bertram, Kurt Böttcher, Werner Braun, Volker Bruckart, Gerold Brunßen, Edit Czimer, Elke Dinkela, Daniel Dittert, Reinhold Elle, Siegfried Ermlich, Andreas Fellenberg, Andreas Fischer, Matthias Götz, Christel Grüneke, Hartmut Handt, Armin Hanf, Hans-Wilhelm Herrmann, Willi Holland, Carolyn Kappauf, Johannes Kapries, Martin Lange, Dr. Manfred Marquardt, Hans Michalski, Dr. Ute Minor, Karsten W. Mohr, Werner Mohrmann, Helmut Robbe, Esther Roch, Joachim Rohrlack, Dieter Rutkowski, Manfred Sanden, Manfred Selle, Helmuth Seifert, Dietmar Sieweck, Siegfried Soberger, Hans-Albert Steeger, Hans-Ulrich Stein, Herbert Stephan, Reinhard Theysohn, Karl Heinz Voigt, Friede-Renate Weigel, Joachim Weisheit, Fritz Wittko

Bewerber/innen für das Predigtamt – Studierende An der Theologischen Hochschule Reutlingen
  • Eric Owusu, BK Berlin Ghanaische Gemeinde
  • Katrin Schinkel, BK Braunschweig/Clausthal
  • Markus Sochocki, BK Hannover
An Universitäten und anderen Ausbildungsstätten
  • Jonas Stolze, BK Ruhrgebiet Ost
Lokalisierte Pastoren/Pastorinnen
  • Jürgen Anker (i.R.), BK Braunschweig/Clausthal
  • Burkhardt Hübner, BK Berlin-Oberschöneweide
  • Manfred Müller, BK Braunfels
  • Andreas Schäfer, BK Hamburg-Harburg

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK Öffentlichkeitsarbeit

Kirche von der Gemeinde her denken

Sa, 06/17/2017 - 19:49

»Noch vor zwei Wochen habe ich gar nicht an die Möglichkeit gedacht, Superintendent zu werden«, erzählt Stefan Kraft kurz nach seiner Berufung als Leiter des Distrikts Essen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK). Für den 52-jährigen Theologen ist die Wahl zum Superintendenten eine Überraschung. Zu verbunden sei er mit seiner Arbeit als Gemeindepastor. Überhaupt ist die Gemeinde Dreh- und Angelpunkt seines Lebens. »Ich gehe in der Gemeindearbeit auf«, beschreibt er seine Beziehung mit den Menschen in der Gemeinde. Als jüngster von drei Söhnen aus einer Pastorenfamilie prägt ihn diese Erfahrung schon von frühester Kindheit an.

Kompetenz. Frömmigkeit. Mut.

Neben Familie, Gemeinde und Kirche sind es zwei Personen aus Aufbruchsbewegungen, die seinem Dienst als Pastor starke Impulse gaben. Zum einen Wolfram Kopfermann, der in den 1980er-Jahren der Hauptpastor der evangelisch-lutherischen Hauptkirche St. Petri in Hamburg war. »Seine Leitungsgabe und Predigtkompetenz waren sehr, sehr stark«, beschreibt Kraft das Charisma Kopfermanns, der damals als Persönlichkeit die geistliche Gemeindeerneuerungsbewegung in seiner evangelischen Kirche und darüber hinaus prägte. Außerdem, so Kraft weiter, habe ihn die hohe Leitungskompetenz von Bill Hybels beeindruckt. Den Hauptpastor der Willow-Creek-Gemeinde aus dem US-amerikanischen Chicago und dessen nüchternen und begeisternden Predigten habe er einige Male persönlich erleben können. Statt der erwarteten beeindruckenden Größe dieser amerikanischen Mega-Gemeinde überraschten ihn die Menschen dort. »Es kamen Menschen auf mich zu und schauten mich auf eine Weise an, als hätten sie gewusst, dass ich komme und mich erwartet.« Diese Zuwendung zu Menschen und die »Mischung aus Kompetenz, Frömmigkeit und mutigem Vorangehen« inspirierten Kraft für seinen Dienst als Pastor.

Menschen begeistern und gewinnen

Überhaupt ziehen sich die Stichwörter Gemeinde, Leitungskompetenz, Hoffnung und Mut wie ein roter Faden durch das Gespräch anlässlich seiner Berufung zum Superintendenten. »Ich komme von der Seite, dass ich Kirche von der Gemeinde her denke«, betont Kraft. Das wolle er sich auch für das Amt als Superintendent bewahren und mit dieser Haltung »durchaus auch einmal gegen den Strom schwimmen«. Wie sich sein Stil entwickelt habe, Gemeinde zu leiten und dabei kompetente Personen mit in die Leitungsverantwortung hineinzunehmen, so wolle er auch sein Amt als Superintendent interpretieren. »In die Leitung von Menschen habe ich ganz viel Zeit investiert.« Außerdem habe er sehr gerne Veränderungsprozesse geleitet. »Das liebe ich, das habe ich gerne getan, das habe ich leidenschaftlich getan«, beschreibt er seine Erfahrungen aus der eigenen Gemeindearbeit und der Begleitung von Kollegen und deren Gemeinden. In dieser Art »will ich auch als Superintendent auf meine Art leiten, Menschen begeistern und gewinnen«.

Einander dienen und aufeinander hören

Das verbinde er auch mit dem Thema »Aufbrechen!« der aktuellen, als Zukunftskonferenz durchgeführten Tagung der Norddeutschen Jährlichen Konferenz. »Als EmK sind wir stark in der Frage: Machen wir es richtig?«, weist Kraft auf das Dilemma Unsicherheit hin. Deshalb brauche die EmK »mutige Leute, die mutige Entscheidungen treffen«. Es müsse dabei nicht immer alles »richtig« sein. Es gehe darum, »dass es in Liebe und mit Leidenschaft geschieht und dass wir einander dienen und aufeinander hören«.

Vita
Stefan Kraft wurde 1964 in Bochum geboren und ist in Hannover aufgewachsen. Nach dem Abitur und einem Freiwilligen Sozialen Jahr tritt er 1984 in den pastoralen Dienst der EmK und studiert am Theologischen Seminar der EmK in Reutlingen (heute: Theologische Hochschule Reutlingen). Seinen Gemeindedienst als Pastor beginnt er 1989 in Gelsenkirchen. Sieben Jahre später wechselt er nach Berlin-Lankwitz, wo er während 16 Jahren eine stark wachsende Gemeinde mit einem großen Leitungsteam begleitet. Seit fünf Jahren ist Kraft Pastor des EmK-Gemeindebezirks Hamburg-Harburg. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Töchter.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Stefan Kraft wird Superintendent im Distrikt Essen

Sa, 06/17/2017 - 13:14

Stefan Kraft, Pastor im Gemeindebezirk Hamburg-Harburg, ist von Bischof Harald Rückert zum Superintendenten für den Distrikt Essen der Norddeutschen Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche berufen worden. Er wird Nachfolger für Rainer Bath, der dem Distrikt Essen noch bis 2018 vorstehen wird.

Ein ausführliches Porträt folgt.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Kirche neu entdecken

Sa, 06/17/2017 - 10:49

Die Norddeutsche Jährliche Konferenz (NJK) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) hatte im vergangenen Jahr positive Erfahrungen mit der Arbeitsmethode der »Zukunftskonferenz« gemacht. Deshalb sollte mit der Jährlichen Konferenz in diesem Jahr ein nächster Schritt gegangen werden, um die Arbeit der EmK in Norddeutschland für die Zukunft weiterzuentwickeln. Einige Stimmen aus der Konferenz bestätigen, dass der eingeschlagene Wege richtig ist.

Der Heilige Geist weht in der Kirche

Für die gastgebende Gemeinde sei die Ausrichtung der Konferenz »eine ganz spannende Geschichte« gewesen, erklärt Michael Külken, das Laienmitglied der EmK Bremerhaven. Die Zukunftskonferenz mache den Austausch von Ideen möglich, wobei das Entscheidende ja erst später passiere. Der Aufbruch geschehe nämlich nicht in der Konferenz oder Kommissionen und Arbeitsgruppen. »Der Aufbruch passiert in den Gemeinden, an der Basis«, ist Külken überzeugt. Dort würden Erfahrungen ausgetauscht, Ideen für die Gemeinden entwickelt, und dort ermutige man sich gegenseitig. Er strahlt dabei eine große Zuversicht aus: »Ich selbst nehme dafür das Wort des Bischofs mit, dass es darauf ankommt, dass der Heilige Geist in der Kirche weht.«

Die Bedürfnisse der Jugendlichen werden gesehen

Die Jugenddelegierte Katharina Schiemenz aus Cottbus findet den Zukunftsprozess »sehr bewegend«. Durch die neuen Methoden habe man das Gefühl, »dass etwas passiert«. In der Gesprächsgruppe über die Arbeit des Kinder- und Jugendwerks sei es sehr gut gelungen, den Gesprächsteilnehmern zu vermitteln, was die Jugendlichen brauchen. »Da sage ich: Super, dass wir diese Zukunftskonferenz hier haben«, erklärt sie begeistert. Deshalb will sie nach der Rückkehr von der Konferenz ihrer Gemeinde mitteilen, »dass es hier Bewegung gibt. Wir gehen vorwärts. Es gibt hier in der Konferenz Leute, die sehen, was wir als Jugendliche brauchen.«

Viele sind beteiligt

»Ich erlebe den Zukunftsprozess als sehr spannend«, erzählt Rainer Prüßmann in einer Pause. Der Pastor aus dem im äußersten Nordosten Deutschlands gelegenen Greifswald findet die Gesprächsmethode der Zukunftskonferenz beeindruckend. Dadurch sei es möglich, viele an den Entscheidungswegen zu beteiligen. Besonders für die Frage, ob die NJK die Zahl der Distrikte von drei auf zwei reduzieren wolle, hätte die klassische Variante der Debatte im Plenum nicht weitergeholfen. »In der Form des Zukunftsprozesses konnten sich viele mit ihren Fragen einbringen und kamen mit anderen ins Gespräch.« Die große Stärke des Zukunftsprozesses sei, so Prüßmann, »dass wir unsere Kirche neu entdecken können«.

Die Autoren
Michael Putzke ist Pastor der EmK in Kassel und Großalmerode und im Nebenamt stellvertretender Redaktionsleiter für das Kirchenmagazin »unterwegs«. Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der EmK in Deutschland. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.  

»Wozu werden wir als Kirche gebraucht?«

Fr, 06/16/2017 - 10:00

Nach guten Erfahrungen im vergangenen Jahr arbeitet die Norddeutsche Jährliche Konferenz (NJK) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) auch bei ihrer diesjährigen Tagung in Bremerhaven mit der Methode der »Zukunftskonferenz«. Die Zeit für die sonst üblichen Plenumsdiskussionen und formalen Dinge einer Konferenztagung wird dabei stark reduziert. Stattdessen wird viel Zeit für Gespräche eingeräumt, um sich mit zukunftsorientierten Fragen zu beschäftigen. Am gestrigen Donnerstag wechselte die NJK am Nachmittag erstmals in den Modus der Zukunftskonferenz.

Vernetzung vieler Perspektiven

Unter der Leitung der Moderatoren Eva Hillebold und Christof Gerken vom Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision (IPOS) der Evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau sollten die Konferenzmitglieder mit vielen anderen ins Gespräch kommen und Meinungen und Ideen austauschen. An runden Tischen tauschten sich die Konferenzmitglieder zunächst in Vierergruppen über persönliche Fragen aus: »Wofür brennt mein Herz?« und »Was schmerzt mich an meiner Kirche?«

»Zukunft bildet sich durch die Vernetzung vieler Perspektiven«, erklärte Moderatorin Eva Hillebold den Teilnehmern der Zukunftskonferenz. Deshalb wechselte die Zusammensetzung der Gesprächsgruppen an diesem Nachmittag mehrfach. Dabei ging es auch um die Frage »Wozu bin ich gesandt?«, und zuletzt stand die Aufgabe der EmK im Fokus: »Wozu werden wir als Kirche gebraucht?« Die Ergebnisse der Tischrunden wurden gesammelt, um sie am heutigen Freitag und auch noch am Samstag weiterzuentwickeln.

Wie viele Superintendenten brauchen wir?

Im Rahmen der Zukunftskonferenz beschäftigten sich die Konferenzmitglieder mit der ganz aktuell zu entscheidenden Frage, ob die Norddeutsche Konferenz sich weiterhin in drei Distrikten strukturiert, oder ob die Zahl auf zwei reduziert werden soll. Die bereits am Vormittag im Plenum diskutierte Frage wurde jetzt in Gesprächsgruppen unter verschiedenen Gesichtspunkten aufgegriffen. Es sollte »von der Zukunft her« diskutiert werden unter der Frage »Welche Strukturen brauchen wir?«

Die Gruppen sollten alternativ überlegen, wie die Arbeit nicht besetzter Pastorenstellen, sogenannte »Vakanzen«, ohne die aktive Mitarbeit der Superintendenten organisiert werden kann. In der bisherigen Praxis ist das eine der Aufgaben des für den Distrikt zuständigen Superintendenten.

Knappe Entscheidung macht sofortige Urwahl nötig

Dass auch intensiver Austausch in unterschiedlichen Gesprächsgruppen nicht sofort die Lösung parat hat, zeigte sich am Abend, als die Konferenz wieder im üblichen Plenumsstill arbeitete. Mit nur einer Stimme Mehrheit entschieden sich die Konferenzmitglieder gegen die beantragte Reduzierung auf zwei Distrikte. Für letztere Lösung stimmten 62 Konferenzmitglieder, 63 waren dagegen. Damit wurde eine sofortige Urwahl für eine Superintendenten-Nomination nötig. Fünf Personen erhielten in dieser Urwahl 15 und mehr Stimmen. Wer von den vorgeschlagenen Personen sich vorstellen kann dieses Amt bei einer Wahl anzutreten, ist noch nicht bekannt. Bischof Harald Rückert empfahl, dass die genannten Personen »erst einmal eine Nacht darüber schlafen sollen«. Für einen spannenden zweiten Beratungstag bei der NJK ist jedenfalls gesorgt.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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Die Norddeutsche Konferenz umfasst 102 Gemeinden mit rund 10.000 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, sowie in Teilen von Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Kirche für die Menschen auf der Straße

Do, 06/15/2017 - 06:01

Am Auswandererhafen in Bremerhaven waren bis 1960 rund sieben Millionen Deutsche mit großen Hoffnungen nach Übersee aufgebrochen. Unter dem Thema »Aufbruch« versammelten sich an diesem Ort die Mitglieder der Norddeutschen Jährlichen Konferenz (NJK), das Kirchenparlament der Evangelisch-methodistischen Kirche in Norddeutschland, am gestrigen Mittwochabend zum Auftakt ihrer Jahrestagung.

Bereitschaft zum Aufbruch ist nötig

»Niemand wüsste, was aus den Träumen dieser Menschen geworden wäre, wenn sie nicht aufgebrochen wären«, betonte Christhard Elle in seiner Predigt zum Auftakt der Konferenz. Der Pastor der EmK Bremerhaven verwies dabei auf Abraham, der auf Gottes Verheißung hin aufbrach. Auch an Geschichten von Auswanderern wie Heinrich Steinweg und Levi Strauß unterstrich Elle, dass die Bereitschaft zum Aufbruch eine Voraussetzung für neue Erfahrungen ist. Steinway-Flügel und Levi’s Jeans haben ihre Namensgeber berühmt gemacht. »Wir stehen am Kai des Aufbruchs«, rief Elle den Konferenzmitgliedern zu. Er forderte die Zuhörer auf, keine »Obwohl-Listen« zu führen, die jeden Aufbruch verhinderten. »Gott schenkt uns eine Verheißung zum Aufbruch!« Diese Verheißung gelte gegen alle Widerstände und Bedenken.

Dank für Unterstützung

Mit der Ausrichtung der von Mittwoch bis Sonntag in Bremerhaven tagenden Konferenz »sind wir auf dem Weg von einer Nehmer-Gemeinde zu einer Geber-Gemeinde« erklärte das Bremerhavener Laienmitglied Michael Külken. Damit verwies er auf den Neuaufbruch der Bremerhavener EmK-Gemeinde vor sieben Jahren. Nur durch die Unterstützung der Norddeutschen Konferenz sei dieser Aufbruch möglich geworden. Jetzt habe die damals fast schon geschlossene Gemeinde über 70 Gottesdienstbesuchern und setze sich für die Menschen in der Stadt ein. Dafür stehe der Leitspruch der Gemeinde »Heilende Gemeinschaft für eine gebeutelte Stadt«.

Einsatz für die Menschen in der Stadt

»Schön, dass sich eine Gemeinde sich für die Menschen in der Stadt so einsetzt wie die Methodisten«, bestätigte die Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Lückert in einem Kurzinterview. Aus der Ökumene ergänzten Dirk Schneider, Pastor der Bremischen Kirche, und Janusz Blonski, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, Lückerts Aussagen. Bei Methodisten habe er erlebt, »dass Glaubenszeugnis Lebenszeugnis ist«, erklärte Pastor Schneider. Und Janusz Blonski ergänzte: Die Methodisten seien in England als eine »Kirche für die Menschen auf der Straße« entstanden. Darum gehe es auch heute noch.

Fortsetzung des Zukunfstprozesses

Vom heutigen Donnerstag an wird die Konferenz sowohl im Plenum als auch mit den Methoden der Zukunftskonferenz arbeiten und den im vergangenen Jahr begonnen Zukunftsprozess weiterführen. Darüber hinaus geht es unter anderem um die Frage, ob die Zahl der Distrikte von drei auf zwei reduziert werden soll. Weitere Open-Air-Veranstaltungen nach dem Stil der EmK Bremerhaven sind die täglichen Morgenandachten am Kai des Auswandererhauses und am Samstag auf einer Weserfähre der Nachmittag der Begegnung.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Zur Information
Die Norddeutsche Konferenz umfasst 102 Gemeinden mit rund 10.000 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, sowie in Teilen von Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Friedensgespräche zwischen Ukrainern und Russen

Mi, 06/14/2017 - 11:00

Mehr als drei Jahre sind vergangen, seit im Herzen Osteuropas ein bewaffneter Konflikt ausbrach. Im Februar 2014 wurde die ukrainische Hauptstadt Kiew von gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei erschüttert. Mehr als 100 Menschen verloren ihr Leben; viele weitere wurden verletzt. Die Unruhen veranlassten den damaligen Präsidenten Viktor Yanukovich zur Flucht, was zu einer Neuwahl der Regierung führte. Noch im gleichen Monat marschierten russische Truppen auf der ukrainischen Halbinsel Krim ein und übernahmen schnell die Kontrolle über die Regierungsgebäude. Im März 2014 wurde die Krim-Halbinsel zum russischen Territorium erklärt. Einen Monat später begannen Aufständische im Osten der Ukraine, unterstützt von russischen Militärs, gegen die ukrainischen Behörden in der Gegend von Donezk und Luhansk vorzugehen.

Irgendwie überleben in einem vergessenen Konflikt

Nach einem Bericht der Vereinten Nationen vom März 2017 wurden seit Beginn des Konflikts in der Ost-Ukraine mehr als 9.900 Menschen umgebracht, und mehr als 23.000 Menschen erlitten Verletzungen. Und wenn dieses Gebiet auch aus den Schlagzeilen der internationalen Medien verschwunden ist – der Konflikt dauert nach wie vor an. Entlang der Linie, welche die ukrainische Armee von separatistischen Milizen trennt, verlieren jeden Monat Dutzende ihr Leben. Ukrainische Bürger, welche die Mittel haben, um aus dem Konfliktgebiet zu fliehen, suchen entweder in anderen Regionen ihrer Heimat oder in Nachbarländern Zuflucht. Die Verletzlichsten aber – Menschen, die alt oder körperlich behindert sind, und Menschen, die in Armut leben – haben keine andere Wahl als in ihren Häusern zu bleiben und darauf zu hoffen, dass sie die anhaltenden Auseinandersetzungen irgendwie überleben.

Missverständnisse und Misstrauen

Diese humanitäre Krise wirkt sich nicht nur auf jene aus, die direkt in der Konfliktzone in der Ost-Ukraine leben. Verschiedene Quellen belegen, dass mehr als eine Million Menschen geflohen sind. Egal, ob sie in anderen Regionen des Landes oder in benachbarten Gebieten leben: Sie verbrauchen einen Teil der Ressourcen der Familien und Gemeinschaften, die ihnen Zuflucht gewähren. Sowohl die ukrainische als auch die russische Wirtschaft schrumpfte in den letzten drei Jahren, und die Währungen beider Länder verloren an Wert. Viele Soldaten der Ukraine und Russlands starben. Propaganda und Falschinformationen in staatlich kontrollierten Medien verursachen Verwirrung, Missverständnisse und Misstrauen zwischen ukrainischen und russischen Staatsangehörigen.

Auch die Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) beider Länder sind betroffen. Eine Gemeinde in der ostukrainischen Stadt Luhansk löste sich auf, als die Kämpfe über die Stadt rollten und die Mitglieder in andere Gegenden fliehen mussten. EmK-Gemeinden in der Ukraine und in West-Russland organisierten Nothilfe und seelsorgerliche Begleitung für diese vertriebenen Menschen. Gleichzeitig standen Menschen der EmK in beiden Ländern an der Seite jener, die trauerten – über den Verlust so vieler Menschenleben, über die Trennung von Familien, über das wachsende Gefühl der Verzweiflung.

Aktive Schritte für einen friedlichen Dialog

Eduard Khegay, Bischof der EmK in Eurasien und damit auch in Russland und der Ukraine, kennt den Schmerz und die Angst vieler Menschen seines Bischofsgebiets. Anlässlich von Gemeindebesuchen in den betroffenen Gebieten sah er mit eigenen Augen, welche Auswirkungen Krieg und Vertreibungen auf Familien und Gemeinden haben. Er hörte, wie Hauptamtliche und Laien ihre Frustration darüber zum Ausdruck brachten, dass es den politischen Führern nicht gelingt, eine friedliche Lösung zu finden. Gleichzeitig nahm er aber auch wahr, wie stark verbreitet der Wunsch ist, Brücken des Friedens zu bauen – zusammen mit Glaubensgeschwistern auf der anderen Seite der Trennungslinie.

Um Versöhnung und Heilung zu fördern, veranstaltete Bischof Khegay vor zwei Wochen, vom 31. Mai bis zum 5. Juni, Friedensgespräche für Menschen der EmK aus der Ukraine und aus Russland. Zehn Vertreter jedes Landes, Pastoren und Laien, reisten ins litauische Birštonas, um eine Zeit der Gemeinschaft, des Nachdenkens, gottesdienstlicher Feiern und des Gebets zu erleben. In seinem Einladungsschreiben formulierte Bischof Khegay seine Hoffnung für dieses Treffen wie folgt: »Als Christen und als Glieder der Evangelisch-methodistischen Kirche in Eurasien sind wir aufgerufen, aktive Schritte im Hinblick auf einen friedlichen Dialog zu tun und uns für gute Beziehungen, Heilung und Versöhnung einzusetzen. Ich glaube, dass die Gnade unseres Herrn Jesus Christus die Kraft hat, unsere Beziehungen zu erneuern und unsere Nationen zu segnen.«

Während des fünftägigen Treffens beteiligten sich die Delegierten an offenen und ehrlichen Diskussionen über den Konflikt, der die Region gespalten hat. Sie empfingen den Ruf, als Botschafter des Friedens und der Versöhnung zu wirken. Daneben standen drei inhaltliche Schwerpunkte im Zentrum: (1) Die Untersuchung, wie christliche Gemeinschaften in anderen Konflikt- und Nach-Konflikt-Situationen zu Frieden und Versöhnung beigetragen haben, (2) die Bekämpfung von Trugbildern und Missverständnissen, die weiterhin den gegenwärtigen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland befeuern und (3) die Benennung spezifischer Aktivitäten, die es Leitungspersonen und Gemeinden der EmK in beiden Ländern ermöglichen, sich für Frieden, Versöhnung und Liebe einzusetzen.

Lernen aus der Geschichte, der Bibel und der Philosophie

Am Eröffnungstag hielt Bischof Khegay zwei Vorträge über die zentrale Rolle, die christliche Führungspersönlichkeiten und Gemeinschaften im Hinblick auf die Heilung von durch Gewalt und Konflikte zerrissenen Gesellschaften gespielt haben. Er unterstrich dabei den prophetischen und seelsorgerlichen Dienst von Erzbischof Desmond Tutu in Südafrika. Nach dem Ende des dortigen Apartheid-Regimes und der Wahl Nelson Mandelas zum Präsidenten wurde Erzbischof Tutu zum Vorsitzenden der Kommission für Wahrheit und Versöhnung in Südafrika ernannt. Unter seiner Leitung ermöglichte die Kommission Opfern von Gewalt, die Wahrheit ihres Leidens und ihrer Unterdrückung ans Licht zu bringen. Gleichzeitig suchte die Kommission nach Möglichkeiten, durch öffentliche Akte der Buße und Vergebung zu einer gesellschaftlichen Versöhnung beizutragen. Bischof Khegay erinnerte in seinen Ausführungen auch an Mose, der beauftragt wurde, Gottes Volk aus Ägypten zu führen: »Wie Mose sind wir dazu berufen, inmitten einer politischen Krise als geistliche Führungspersönlichkeiten zu wirken und uns für Liebe und Versöhnung einzusetzen.«

Die Bibelarbeiten wurden vom Superintendenten des Ukraine-Distrikts, Vasily Vuksta, und der Superintendentin des Distrikts Moskau, Irina Margulis, gehalten. Vuksta wies darauf hin, dass viele Menschen der EmK in der Ukraine Angehörige und Freunde in Russland hätten. Als Folge des anhaltenden Konflikts zwischen den beiden Ländern hätten sich diese grenzüberschreitenden Beziehungen so verschlechtert, dass viele Menschen in der Ukraine nicht mehr mit ihren Freunden jenseits der Grenze sprächen. »Jesus aber hatte viele Gelegenheiten, die Beziehungen zu jenen abzubrechen, die sich gegen ihn wandten, zum Beispiel in der Begegnung mit der Frau aus Samarien«, beschrieb Vuksta das Erleben Jesu. Doch habe Jesus nie aufgehört, andere Menschen in seine Liebe einzuschließen. »Deshalb«, so Vuksta mit Verweis auf Apostelgeschichte Kapitel 1, »sind wir berufen, das Evangelium an alle Menschen weiterzugeben. Egal, wo sie sind. Egal, ob sie für oder gegen uns sind.«

Vukstas Moskauer Kollegin, Irina Margulis, erinnerte an den Philosophen Viktor Frankl, der einmal schrieb: »Zwischen einem Reiz und einer Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir es in der Hand, unsere Reaktion zu wählen.« Margulis plädierte sehr für eine Reaktion der Versöhnung und Liebe. Im Wissen um die vom gegenwärtigen Konflikt verursachten Schmerzen und Wunden ermutigte sie dazu, dem Rat von Augustinus zu folgen: »Vergebt einander, damit Wut sich nicht zu Hass auswächst.«

»Wenn wir uns anders verhalten, können wir die Welt verändern«

Immer wieder trafen sich die Teilnehmer in Kleingruppen, um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und über die Lebensperspektiven in ihren jeweiligen Ländern während dieses Konflikts zu berichten. Viele der Teilnehmer erkannten in den Gesprächen, wie sehr die propagandistischen Kampagnen in traditionellen und sozialen Medien ihre Sicht auf das jeweilige Gegenüber negativ geprägt hatten. »Als ich zu diesem Treffen kam, fragte ich mich, wie ich wohl mit den Delegierten aus der Ukraine zurechtkommen würde«, bekannte ein Laie aus Russland. Als Folge des Konflikts hatte er viele Beziehungen zu Freunden und alten Schulkollegen abgebrochen – einfach, weil sie jetzt in der Ukraine leben. »Aber dieses Treffen half mir, das Leben in der Ukraine besser zu verstehen. Es war für mich ein Segen, diese grenzüberschreitende Gemeinschaft zu erleben. Möge Gott mit uns allen sein.« Ein Pastor aus der Ukraine hörte zum ersten Mal, dass methodistische Geschwister in Russland für die EmK in der Ukraine beten würden – und das erfüllte ihn mit Dankbarkeit: »Freunde in Russland, vielen Dank für eure Unterstützung. Die Liebe überwindet alles!« Eine Person aus der West-Ukraine bekannte ein Gefühl der Schuld: »Die Menschen in der Ost-Ukraine tun mir leid, aber bisher betraf mich der Konflikt nur indirekt. Diese Friedensgespräche führten mich dazu, Gott zu bitten, mir und anderen Menschen eine größere Betroffenheit zu schenken, denn ich glaube: Wenn wir uns anders verhalten, können wir die Welt verändern.«

Ein Mahnmal für Frieden und Versöhnung: der »Hügel der Kreuze«

Die Notwendigkeit, sich für Frieden und Versöhnung einzusetzen, wurde durch einen Ausflug zum »Hügel der Kreuze« in Nord-Litauen verstärkt. Während Jahrhunderten hatten Menschen aus Litauen hier Kreuze aufgerichtet, um jene zu ehren, denen wegen ihres christlichen Glaubens ein ordentliches Begräbnis verweigert worden war – oder um in Zeiten religiöser Unterdrückung ihren eigenen Glauben zu bezeugen. Während des Ausflugs zu dieser heiligen Stätte beteten die Teilnehmenden für ein Ende des Konflikts, für Versöhnung zwischen den Völkern und für den Mut zum Einsatz für den Frieden. Bischof Khegay und andere Leitungspersönlichkeiten der Kirche fügten zu den geschätzten 200.000 Kreuzen ein weiteres Kreuz hinzu, um auf diese Weise ihren Einsatz für Frieden zu bezeugen.

Aufruf, Friedensstifter zu sein

Gegen Ende des Treffens in Litauen verabschiedeten die Teilnehmer einen Aufruf – als Selbstverpflichtung und als Ermutigung für andere – sich auf die biblischen Werte zu besinnen, »Friedensstifter zu sein und sich in den Beziehungen zwischen Ukrainern und Russen um Vergebung, Heilung, Versöhnung und geistliche Einheit zu bemühen«. Zusätzlich schlugen die Teilnehmer im Zusammenhang mit diesem Aufruf eine Reihe konkreter und praktischer Schritte vor. Beispielsweise sollen methodistische Gemeindeglieder aus Russland und der Ukraine eingeladen werden, um bei regionalen missionarische Initiativen zusammenzuarbeiten. Außerdem soll eine Liturgie in ukrainischer und russischer Sprache für gemeinsame Gottesdienste entwickelt werden und es soll ein Studienkurs »Versöhnung« am Theologischen Seminar der EmK in Moskau angeboten werden. Weitere Vorschläge sind die Durchführung von Gebetstreffen für Frieden und Versöhnung während der vorösterlichen Fastenzeit, während des Advents und während anderer Zeiten des Jahres sowie die Organisation von Treffen für Jugendliche beider Länder mit den inhaltlichen Schwerpunkten Bibelarbeit, Gemeinschaft und Sport.

Bevor die Teilnehmer der Friedensgespräche den Heimweg antraten, segneten sie sich gegenseitig und baten Gott um Kraft, um in einer aufgewühlten Welt das Evangelium zu bezeugen, für Versöhnung zu arbeiten und Friedensstifter zu sein.

Dank für internationale Unterstützung

Bischof Khegay äußerte seine Dankbarkeit gegenüber der EmK in Deutschland und in Mittel- und Südeuropa sowie gegenüber dem internationalen Missions- und Hilfswerk der Evangelisch-methodistischen Kirche (General Board of Global Ministries) und der internationalen Kommission für diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung (General Board of Church and Society) für deren finanzielle und geistliche Unterstützung dieser Friedensgespräche. Ein besonderer Dank galt dem Distrikt Litauen des Bischofsgebiets Nordeuropa/Baltikum für die großzügige Gastfreundschaft. »Wir danken Gott für unsere Freunde der weltweiten methodistischen Familie, die uns im Gebet getragen haben. Ich bitte die Menschen der EmK rund um den Globus, für ein Ende des Konflikts in der Ost-Ukraine, für das Wohl der Menschen in der Ukraine und in Russland sowie für das geistliche Wachstum der EmK in Eurasien zu beten.«

Der Autor
John Calhoun ist Pastor der EmK aus den USA und arbeitet als Missionar des internationalen Missions- und Hilfswerks der EmK in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Der Beitrag wurde übersetzt von Urs Schweizer. Dieser arbeitet in Zürich als Assistent des Bischofs der Zentralkonferenz Mittel- und Südeuropa der Evangelisch-methodistischen Kirche. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
http://umc-eurasia.ru/en/united-methodist-church-eurasia-holds-ukrainian-russian-peace-dialogue (englisch)
http://umc-eurasia.ru/en/call-action-participants-ukrainian-russian-peace-dialogue (englisch)

Foto: EmK Eurasien

Gericht Gottes als Hoffnungsbotschaft

Di, 06/13/2017 - 10:00

»Die biblische Botschaft vom Weltgericht ist für mich eine Hoffnungsbotschaft«, erklärte der Theologe Siegfried Zimmer. Für den Ludwigsburger Professor der evangelischen Theologie und Religionspädagogik habe das Weltgericht »nichts mit Strafe zu tun, sondern die Liebe Gottes wird uns mit der Wahrheit konfrontieren«. Mit seinem tröstlichen und zugleich hoffnungsvollen Verständnis des Gerichts Gottes eröffnete Zimmer vielen Jugendlichen beim Bundesjugendtreffen (BUJU) in Volkenroda einen neuen Blick auf dieses grundlegende, aber doch schwer zugängliche Kernthema christlichen Glaubens.

Unter dem Thema »Es ist angerichtet« ging es um das »Gericht Gottes«. Dazu trafen sich 350 Jugendliche der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) aus ganz Deutschland im rund 60 km nordwestlich von Erfurt gelegenen Kloster Volkenroda. Den thematischen Einstieg zum ungewöhnlichen Thema bildeten zwei sich scheinbar gegenüberstehende Fragestellungen: »Was ist, wenn einer richtet?« und »Was ist, wenn keiner richtet?« Im Glauben an einen Gott, der den Menschen in gnädiger Liebe begegnet, vergibt und erneuert, fällt es schwer, diesen Gott auch als Richter zu verstehen. Dabei ging es auch um das Erleben, wie Menschen übereinander urteilen und richten oder Menschen sich selbst auch sehr scharf beurteilen oder verurteilen. Die Frage »Was ist, wenn einer richtet?« findet in der Botschaft von der gnädigen und vergebenden Liebe Gottes ihre Antwort: Sie befreit vom menschlichen Gericht. Auf der anderen Seite zeigt aber die himmelschreiende Ungerechtigkeit und das von Menschen verursachte Leid in dieser Welt, dass »irgendwann und irgendwo« endlich Gerechtigkeit nötig ist. »Was ist aber, wenn keiner richtet und zurechtbringt?«

Siegfried Zimmer war einer von insgesamt sechs Referenten, die mit den Jugendlichen über die verschiedenen Aspekte dieser Fragestellungen ins Gespräch kamen. Ausgehend vom Gericht Gottes ging es in verschiedenen Seminaren um grundlegende Themen des Glaubens: »Rechtfertigung und Vergebung«, »Gnade und Freiheit« sowie »Gerechtigkeit und Versöhnung«. Die Jugendlichen konnten im Rahmen eines breiten Spektrums von biblisch-theologischen, gesellschaftlichen und globalen Zugängen wählen und dabei ihren eigenen Fragen nachgehen. Die anschließende intensive Kleingruppenarbeit bot die Möglichkeit der Vertiefung und des persönlichen Austauschs. Nach der intensiven inhaltlichen Auseinandersetzung war am Nachmittag und Abend des Pfingstsonntags mit Spiel und Sport, dem großen »BUJU«-Wettbewerb mit kreativen Beiträgen der Teilnehmer, einem Konzert der Band »WarumLila« und Begegnungen in den verschiedenen Nachtcafés ein buntes Programm geboten.
Das Jugendtreffen endete am Pfingstmontag mit einem Gottesdienst, der im Christuspavillon des Klosters Volkenroda begann und später nach draußen führte, wo die Jugendlichen ein gemeinsames »Abend«-Mahl und eine große Festtafel erwarteten: »Es ist angerichtet!« So wurde deutlich: In seiner vergebenden und erneuernden Liebe will Gott die Beziehungen der Menschen zu ihm und untereinander zurechtbringen. In der Feier des Abendmahls wurde die hoffnungsvolle Verheißung des liebevollen Gerichts Gottes spürbar. Diese in Jesus Christus begründete Vorahnung eröffnet für das Hier und Jetzt mutige und kreative Wege der Gerechtigkeit und der Versöhnung.

Das methodistische Jugend-Festival findet alle zwei Jahre statt und wird vom Jugendwerk der Zentralkonferenz verantwortet. Zusammen mit einem bunten Mitarbeiterteam aus Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen wird es konferenzübergreifend vorbereitet.

Der Autor
Stephan von Twardowski ist Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche im südniedersächsischen Clausthal-Zellerfeld. Kontakt: stephan.twardowski(at)emk.de.

Weiterführende Links
www.emkbuju.de
www.emk-jugend.de
www.kloster-volkenroda.de

Foto: Donatus Wolf

Lutheraner, Reformierte und Methodisten in der Schweiz

Mo, 06/12/2017 - 09:45

Soll man also für 2017 in der Schweiz überhaupt besondere Jubiläumsveranstaltungen planen? Darüber gab es zunächst im Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund einigen Gesprächsbedarf. Denn der Übergang zur Reformation erfolgte in der Schweiz erst einige Jahre später als in Deutschland, mit unterschiedlichen Jahreszahlen für jeden Kanton.

Neben den bekannten Gestalten wie Zwingli und Calvin gab es eine größere Zahl von Reformatoren, die vor allem in einzelnen Städten oder Kantonen gewirkt haben. An vielen Orten erfolgte der Übergang zur Reformation nach Disputationen, die die weltlichen Behörden einberufen hatten, um zu entscheiden, ob sie für ihr Herrschaftsgebiet die neuen Lehren einführen. Nach einigen Bemühungen gelang es, die unterschiedlichen Strömungen der Schweizer Reformation im Zweiten Helvetischen Bekenntnis (1566) und auf der Grundlage des Heidelberger Katechismus (1563) zu einen und gemeinsam als »Reformierte « aufzutreten. Die Schweizer Reformation strahlte damals bereits in viele andere europäische Länder aus.

Eine ähnliche Einigung zwischen den Schweizer Reformatoren und Luther misslang im 16. Jahrhundert. Lutherische Gemeinden sind in der Schweiz auch erst in neuerer Zeit entstanden. Heute gibt es einen Bund evangelisch-lutherischer Gemeinden in der Schweiz, deren Gemeinden oft enger mit dem skandinavischen als mit dem deutschen Luthertum verbunden sind. Bis in die jüngste Gegenwart nahm man es als selbstverständlich, dass jeder protestantische Christ, der in die Schweiz zieht, auch automatisch Mitglied der reformierten Kirche des Wohnkantons wird.

Die Bischöfliche Methodistenkirche (ab 1856) und die Evangelische Gemeinschaft (ab 1866) verbreiteten sich in der Schweiz auf dem Hintergrund des tiefen Risses zwischen erwecklichen und liberalen Tendenzen im Protestantismus. Sie wurden als Sekten betrachtet und ihre Mitglieder als »Stündeler « bezeichnet.

Die reformierten Kirchen hatten damals bereits jede Bekenntnispflicht aus der Verfassung und Amtsverpflichtung der Pfarrer gestrichen. Die reformierten Kantonalkirchen der Schweiz sind bis heute bekenntnisfrei geblieben und unterscheiden sich darin grundlegend von den lutherischen Kirchen in Deutschland.

Auch im Rückblick ist es erstaunlich, dass die Bischöfliche Methodistenkirche bereits 1922 Mitglied im Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund wurde. Die Evangelische Gemeinschaft folgte erst nach dem 2. Weltkrieg, 1953. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund wurde 1920 gegründet aufgrund eines Anstosses durch den Federal Council of Churches of Christ in den USA, dessen erster Präsident der methodistische Bischof Eugene R. Hendrix war. Der Federal Council suchte in Europa Partner, um die Wiederaufbauhilfe nach dem 1. Weltkrieg zu koordinieren.

Was in Deutschland aufgrund der Bekenntnisbindung der lutherischen Kirchen undenkbar gewesen wäre, war in der Schweiz aufgrund der Bekenntnisfreiheit in den reformierten Kirchen möglich: Der Vorstand des Kirchenbundes empfahl dem Aufnahmegesuch der Bischöflichen Methodistenkirche 1922 zuzustimmen: »Der Eintritt der Methodistenkirche bedeutet etwas Neues in der schweizerischen Kirchengeschichte, denn ihre Tätigkeit in der Schweiz hat sich früher nur unter dem Widerstand der Landeskirchen durchsetzen können.

Die Methodistenkirche hat aber gerade durch ihren Zusammenhang mit einer großen weltumfassenden Kirche mehr und mehr den sektenhaften Charakter, mit dem sie im europäischen Urteil vielfach behaftet war, abgestreift … und einen großkirchlichen und weitherzigen Zug betätigt, den protestantischen Zusammenschlussbewegungen kräftige Förderung angedeihen lassen und ein grossartiges evangelisches Hilfswerk in Europa durchgeführt, dem die allgemeine Anerkennung sich nicht versagen konnte ...«

Regelmäßige Lehrgespräche

1987 kamen der Weltrat Methodistischer Kirchen und der Reformierte Weltbund überein, dass eine »breite allgemeine Übereinstimmung über das Wesen des Evangeliums und der Kirche« besteht. Im Rahmen weiterer Lehrgespräche konnte 1996 die gegenseitige Anerkennung von Wortverkündigung, Sakramenten und Ämtern zwischen reformierten, lutherischen, unierten, waldensischen und methodistischen Kirchen ausgesprochen werden.

Diese Kirchen bilden heute die Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa. Es hängt wohl auch mit der Bekenntnisfreiheit der reformierten Kantonalkirchen zusammen, dass solche Lehrgespräche auf ihren Synoden kaum wahrgenommen werden. Und es zählt zur Besonderheit der Kirchenlandschaft in der Schweiz, dass zwar die EmK, nicht aber der Bund evangelisch-lutherischer Kirchen Mitglied des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes ist.

Zur Zeit ist im Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund eine Verfassungsrevision im Gange. Dahinter steht die Absicht, die gemeinsame Arbeit besser zu bündeln, auf gesamtschweizerischer Ebene in der Öffentlichkeit klarer aufzutreten, das gemeinsame kirchliche Bewusstsein zu stärken und in einer Zeit sinkender Kirchensteuereinnahmen effizienter zusammen zu arbeiten.

In den einzelnen, kantonal verfassten, reformierten Kirchen gibt es große Unterschiede in der Verfassung, in der rechtlichen Stellung gegenüber dem Staat, im Kirchensteuerrecht und in den Kompetenzen der Ortsgemeinden gegenüber der Synode. Neben den zwei großen reformierten Kantonalkirchen von Bern und Zürich sind die anderen deutlich kleiner und haben oft nicht viel mehr oder sogar deutlich weniger Pfarrerinnen und Pfarrer als die EmK. Die Evangelisch- methodistische Kirche ist jedoch ausschließlich gesamtschweizerisch gemäß Zivilrecht als Verein organisiert und hat keine kantonalen Strukturen oder öffentlichrechtliche Anerkennung.

In der gegenwärtigen Diskussion zur Verfassungsrevision zeigen sich aber auch Spannungen zwischen dem Wunsch, eine spezifisch reformierte Identität aufzubauen, und dem weiter gefassten Verständnis einer Gemeinschaft evangelischer Kirchen. Die EmK ist in der Schweiz auch Mitglied des Verbandes der evangelischen Freikirchen und Gemeinschaften (VFG) und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AGCK).

In der älteren Generation sind noch viele Mitglieder der EmK zugleich Mitglieder der reformierten Landeskirche und wollen es bewusst bleiben. In der jüngeren Generation ist dies immer weniger der Fall. Auf Ortsebene arbeiten die EmK-Gemeinden in vielfältiger Weise sowohl mit anderen Freikirchen als auch mit den Landeskirchen (reformiert, römisch-katholisch, und christ-katholisch bzw. alt-katholisch) zusammen. Wie gut sich solche Zusammenarbeit entwickelt, hängt meist stärker von den Pfarrpersonen auf beiden Seiten ab, als von einer lehrmäßigen Vereinbarung zwischen den Kirchen.

Foto: wikimedia.org / ^Jai79 / CC BY-Sa 3.0
Entnommen aus: »unterwegs« 12/2017

Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf

Fr, 06/09/2017 - 14:25

Die gegenwärtige Hungerkrise in Ostafrika offenbart in dramatischer Weise das Versagen der internationalen Gemeinschaft, Warnzeichen für humanitäre Krisen wahrzunehmen und rechtzeitig Präventionsmaßnahmen einzuleiten, erklären Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe in einem gemeinsamen Statement anlässlich ihrer Aktion »Die größte Katastrophe ist das Vergessen«. »Ohne katastrophale Bilder fehlt offenbar der Wille der humanitären Geber, frühzeitig auf Krisen zu reagieren, die sich schon lange angekündigt haben«, kritisieren die beiden großen kirchlichen Katastrophenhilfswerke.

»Dringend geboten sind globale Rücklagen für humanitäre Krisen wie diese, so dass lokale und internationale Akteure frühzeitig und wirksam helfen können. So können auch die Lebensgrundlagen der Menschen erhalten werden«, sagt Peter Neher, der Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Von mehr als 3,8 Milliarden Euro, die für die akute Hungerkrise in den vier Ländern in Ostafrika nach UN-Angaben gebraucht werden, ist aus der internationalen Staatengemeinschaft bislang nur ein Drittel eingegangen.

»Die Gewaltkonflikte in Somalia und im Südsudan, die die Notsituation noch verschärfen, sind menschengemacht«, erklärt Neher weiter. »Hier ist die Politik in der Verantwortung.« Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe fordern ein entschiedenes diplomatisches Einwirken der Staatengemeinschaft auf die Konfliktparteien im Südsudan und Somalia, damit die  Kampfhandlungen mindestens zu humanitären Zwecken ausgesetzt werden – idealerweise als Einstieg in Friedensverhandlungen. Die Menschen in Somalia und im Südsudan müssen risikolosen und unbeschränkten Zugang zu  Hilfe gegen den Hungertod haben und ihre Felder wieder bestellen können, damit die Hungerkrise nicht chronisch wird  – auch dies darf nicht vergessen werden.

Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe sind mit ihren lokalen Partnern in den von der Dürre betroffenen Ländern Ostafrikas vor Ort und versorgen die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und Nutztieren. Zudem verschaffen sie Zugang zu sauberem Trinkwasser, indem sie Brunnen bohren und Wassersysteme reparieren oder anlegen. Aktuell erreichen Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihrer Nothilfe in Somalia, Südsudan, Äthiopien und Kenia mehr als 1,1 Millionen Menschen. Nahezu 20 Millionen Menschen leiden in den vier Ländern Hunger. Hunderttausende sind vom Tod bedroht.

Die EmK in Deutschland bittet um Spenden, Kennwort: »Ostafrika«.

Spendenkonto:

Evangelisch-methodistische Kirche – Brot für die Welt/Katastrophenhilfe

IBAN: DE18 5206 0410 0004 1054 00
BIC: GENODEF1EK1

Bitte die komplette Adresse im Feld „Verwendungszweck“ angeben. Eine Zuwendungsbestätigung wird ausgestellt.

Foto: Christoph Püschner/ Diakonie Katastrophenhilfe, Land: Somalia

Jugendliche spenden 1.400 Euro für Bus-Reparatur

Fr, 06/09/2017 - 08:22

Auf dem Weg zum Bundesjugendtreffen (BUJU) des Jugendwerks der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) ist das EmK-Mobil der Zeltmission mit einem schweren Motorschaden liegengeblieben. Der Schaden ereignete sich vor dem vergangenen Pfingstwochenende im Rennsteigtunnel auf der Autobahn A 71 bei der Anfahrt zum EmK-Jugendfestival.

Hans-Martin Kienle, der Leiter der EmK-Zeltmission, hatte das Fahrzeug selbst gefahren und berichtet, dass der Schaden während der Tunneldurchfahrt auftrat. »Ich musste den Bus sogar im Tunnel abstellen und bin dankbar, dass trotz der Blockade einer der beiden Tunnelfahrspuren nichts passiert ist«, erzählt er. Wegen auftretender Rauchentwicklung sei sogar die Feuerwehr im Einsatz gewesen, um möglichen Schaden für Menschen, Bauwerk und Fahrzeug abzuwenden. Der fahruntüchtige Bus musste mit schwerem Gerät abgeschleppt werden und steht jetzt in einer Werkstatt.

»Trotz des Schadens steht bei uns die Dankbarkeit im Vordergrund«, ist Kienle ein anderer Blickwinkel auf den Schaden wichtig. »Im Tunnel mit einer blockierten Fahrspur oder bei einem Motorbrand hätte noch viel Schlimmeres passieren können.« Statt sich zu ärgern, lenkt er damit den Blick auf die Bewahrung vor größerem Unheil. »Die Ursache für den Schaden ist noch unklar«, beschreibt er die aktuelle Situation, »aber der Motor ist laut Werkstatt irreparabel«. Der erfahrene Zeltmissionsleiter rechnet für den Einbau eines Austauschmotors nach ersten Schätzungen mit Kosten von rund 35.000 Euro, die sich allerdings auf insgesamt 50.000 Euro erhöhen werden. Nach 15 Einsatzjahren und über 250.000 Kilometern sei sowieso eine Modernisierung geplant gewesen, so Kienle. »Deshalb ziehen wir gleich die nötigen Auffrischungsarbeiten vor und haben dann ein Fahrzeug, das den Gemeinden die nächsten Jahre wieder gute Dienste leisten kann«, erklärt Kienle. Es gäbe schon Zusagen einiger zinsloser Darlehen. Über weitere kleinere und größere Spenden würde sich die Zeltmission sehr freuen.

Das »BUJU« fand zwar »ohne Bus« statt, aber mit der Ausrüstung der Zeltmission. Die »BUJU«-Mitarbeiter konnten die Materialien abholen und beim EmK-Jugendfestival einsetzen. »Leider muss der geplante Einsatz bei der Norddeutschen Jährlichen Konferenz in der kommenden Woche ausfallen«, ist Kienle spürbar traurig über den dort abgesagten Einsatz. Aber er sei guter Hoffnung, dass der Motorschaden bis zum Konferenzsonntag der Süddeutschen Konferenz am 25. Juni in Heilbronn behoben ist. Die jungen Leute beim »BUJU« hätten ihn dazu ermutigt und mit einer richtig großen Abschlusskollekte überrascht. »Die Kollekte mit 1.400 Euro hat mich überwältigt«, sagt Kienle und betont noch einmal seine Dankbarkeit.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
www.evangelisationswerk.de/home
www.evangelisationswerk.de/detailseite

Zur Information
Spenden können unter dem Stichwort »Motorschaden emk-mobil« auf folgendes Spendenkonto überwiesen werden:

Volksbank Laichingen
IBAN: DE50 6309 1300 0008 5700 00
BIC: GENODES1LAI

Für die Ausstellung einer Spendenbescheinigung sind Name, Straße und PLZ der Spender anzugeben.

Foto: EmK-Zeltmission

Politik hinterfragen, die der Umwelt schadet

Di, 06/06/2017 - 17:45

In einer Erklärung vom vergangenen Freitag kommentiert der Vorsitzende des internationalen Bischofsrats der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), Bischof Bruce R. Ough, den Rückzug der Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Pariser Klimaabkommen. Die Entscheidung von Präsident Trump sei »entmutigend« und würde »den Zustand unseres Planeten weiter verschlimmern, der durch Überkonsum und Ressourcenverschwendung schon jetzt schwer getroffen ist«. Außerdem würde diese Entscheidung die USA »von bedeutenden und notwendigen Gesprächen und Verhandlungen zum Klima und Energieverbrauch abkoppeln«.

Der Bischofsratsvorsitzende forderte Präsident Trump auf, »sich den Maßnahmen von fast 200 Ländern wieder anzuschließen, die sich freiwillig zur Reduktion von CO2-Emissionen bereiterklärt haben«. Mit Verweis auf die »Sozialen Grundsätze« der EmK betonte Ough, dass die EmK »die Bemühungen aller Regierungen, die Reduktion von Treibhausgasemissionen gesetzlich festzuschreiben« unterstützten. Deshalb fordere die EmK schon lange Maßnahmen, die sich mit der gegenwärtigen und zunehmenden Gefahr des Klimawandels befassten. Schon im Jahr 2009 hatte der Bischofsrat die Erklärung »Gottes erneuerte Schöpfung. Ein Aufruf zum Hoffen und Handeln« veröffentlicht und sich darin verpflichtet, in hoffnungsvoller Weise zum Schutz der Umwelt beizutragen. In der jetzigen Erklärung weisen die Bischöfe besonders darauf hin, dass viele Menschen der weltweiten EmK in Küstengebieten leben, die bereits jetzt von den Auswirkungen Klimawandels in besonderer Weise betroffen sind, wobei sie »für die Luftverschmutzung am wenigsten verantwortlich sind«.

Deshalb werde sich die EmK weiterhin »für eine Politik starkmachen, die in Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit wurzelt«, und »diejenigen hinterfragen, deren Politik und Praxis die Armen vernachlässigt, die Schwachen ausbeutet und der Umwelt schadet«.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links

Zur Information

Das Pariser Klimaabkommen

Vom 30. November bis 12. Dezember 2015 fand in Paris die 21. UN-Klimakonferenz statt. Am 12. Dezember unterzeichneten 195 Länder ein Klimaabkommen, das als historische Verpflichtung zur Senkung der Treibhausgasemissionen, die die globale Erwärmung verursachen, angesehen wird. In der Vereinbarung stimmte jede Nation zu, die Emissionen auf der Grundlage der jeweils vorgelegten Ziele zu verringern. Ziel ist, die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C – möglichst 1,5 °C – im Vergleich zu vorindustriellen Levels. Um das gesteckte 1,5°-Ziel erreichen zu können, müssen die Treibhausgasemissionen weltweit zwischen 2045 und 2060 auf Null zurückgefahren werden und anschließend ein Teil des zuvor emittierten Kohlenstoffdioxids wieder aus der Erdatmosphäre entfernt werden.

Die Vereinbarung, die nicht rechtsverbindlich ist, wird Übereinkommen von Paris oder Pariser Klimaabkommen genannt und trat am 4. November 2016 in Kraft, 30 Tage, nachdem 55 Staaten, die zudem mindestens 55 Prozent der Emissionen verursachen, die Ratifizierung abgeschlossen hatten. Am 3. November 2016, einen Tag vor Inkrafttreten des Abkommens, hatten insgesamt 92 Staaten das Abkommen ratifiziert. Zudem hatten 163 Staaten Klimaschutzpläne ausgearbeitet. Am 8. Mai 2017 waren es mit der Ratifizierung Georgiens 145 Staaten, die insgesamt 82,95 Prozent der globalen Emissionen entsprechen.

Für die Bundesrepublik Deutschland ist die Umsetzung im Klimaschutzplan 2050 mit einer langen Liste von Einzelmaßnahmen festgehalten, die politisch umstritten sind. In der Schweiz wird das seit dem Jahr 2000 gültige Klimaschutzgesetz angepasst und nun Bundesgesetz über die Verminderungen von Treibhausgasemissionen genannt.

Foto:Mike DuBose, UMNS

»Es ist angerichtet«

Fr, 06/02/2017 - 15:20

Im Jahr des 500-jährigen Reformationsjubiläums prägt die reformatorische Frage nach der Gerechtigkeit Gottes auch das Bundesjugendtreffen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK). »Es ist angerichtet!« lautet das hintergründige und herausfordernde Thema, zu dem sich über das Pfingstwochenende vom Samstag bis zum Montag 350 Personen im rund 60 km nordwestlich von Erfurt gelegenen Kloster Volkenroda treffen.

»Was bedeutet die biblische Rede vom Gericht Gottes in unserer Gegenwart?« ist eine der Leitfragen des Jugendtreffens, erklärt Stephan von Twardowski. Der Pastor im niedersächsischen Clausthal-Zellerfeld weist außerdem darauf hin, dass »die Auseinandersetzung mit dem Gericht Gottes grundlegend für unseren Glauben und unser Leben in dieser Welt ist«. Deshalb sei es wichtig, dass auch junge Leute sich mit diesem Thema auseinandersetzten. Auch wenn es ums »Gericht« gehe, gehe es gleichzeitig auch um die Frage wie die Gerechtigkeit Gottes erfahrbar ist. Zugleich wird die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes in den Horizont sozialer, gesellschaftlicher und globaler Herausforderungen gestellt – wie es für die methodistische Identität prägend ist.

Neben Gottesdiensten, Tagzeitengebeten, Workshops und Kleingruppengesprächen bilden verschiedene Seminare einen besonderen Schwerpunkt der gemeinsamen Zeit. Interessante Persönlichkeiten laden die Jugendlichen ein, sich auf die Suche nach der gegenwärtigen Bedeutung des Gerichtes Gottes zu begeben. Dabei geht es um Fragen nach dem Umgang mit Schuld, der Bedeutung von Gnade und Freiheit und der gesellschaftlichen Dimension von Gerechtigkeit und Versöhnung. Dazu stellen sich der Ludwigsburger Theologe Siegfried Zimmer und der Soziologe Niels Schwiderski, Referent des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR, den Jugendlichen zum Gespräch.

Bereits zum fünften Mal findet das Bundesjugendtreffen in Volkenroda statt. Das im Jahr 1131 von Zisterziensermönchen errichtete Kloster hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Heute lebt und wirkt dort die Kommunität der Jesus-Bruderschaft. Die wiederaufgebauten Klosteranlagen bieten einen einladenden Ort der Einkehr, der Gemeinschaft und der Neuausrichtung für Menschen aller Generationen.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
www.emk-jugend.de
www.kloster-volkenroda.de
www.kloster-volkenroda.de

Grafik: © EmK-Jugendwerk

Der Zukunftsprozess geht weiter

Mi, 05/31/2017 - 09:15

Die NJK hat die Geschichte von Abraham als Thema gewählt, weil sie in eine neue Zeit aufbrechen will. Mit der Zukunftskonferenz im letzten Jahr hat die NJK neue Wege eingeschlagen. Sie griff auf die Idee einer Kurzkonferenz zurück, um Zeit für übergeordnete Fragen zu gewinnen. Im Mittelpunkt der Tagung 2016 in Braunfels stand die Zukunftskonferenz – auf ihr wurde beraten, wie die kirchliche Arbeit der EmK im Norden neu zu beschreiben ist. Moderatoren vom Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision (IPOS) von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau leiteten die Gespräche der Zukunftskonferenz. Durch die neuen Arbeitsformen wurden alle Konferenzteilnehmer beteiligt – mehr als bei einer üblichen parlamentarischen Debatte möglich gewesen wäre.

Die Ergebnisse der Zukunftskonferenz in Braunfels waren eine Zwischenstation. Arbeitsgruppen und Distriktsversammlungen haben seitdem weitergearbeitet, zum Beispiel an den Fragen: Wie können Gemeinden die Bedürfnisse der Menschen in ihrem Umfeld besser wahrnehmen? Wie kann die Praxis der Dienstzuweisungen von Hauptamtlichen verbessert werden? Wie können Mitarbeitende in den Gemeinden gaben- und stärkenorientiert arbeiten, um nicht an die Grenzen ihrer Kräfte zu geraten?

Erste Ergebnisse liegen vor

Eine Arbeitsgruppe veröffentlichte eine Arbeitshilfe zum Thema »Methodistische Identität«. Auf der Tagung der NJK in Bremerhaven sollen weiterführende Beschlüsse gefasst werden. Die Tagesordnung sieht vor, dass sowohl im Plenum als auch mit den Methoden der Zukunftskonferenz gearbeitet werden wird. Darüber hinaus wird die NJK entscheiden müssen, ob die Zahl der Distrikte von drei auf zwei reduziert werden soll.

Viele NJK Veranstaltungen sind »open air«

Die NJK findet in Bremerhaven statt. Die Gemeinde ist in der Stadt durch ihre Open-Air Gottesdienste bekannt geworden. Dieser Tradition folgt auch die Tagung der NJK. Der Eröffnungsgottesdienst wird öffentlich am Neuen Hafen gefeiert werden, die Morgenandachten an der Auswandererkaje und der Nachmittag der Gemeinschaft auf einer Weserfähre.

Die NJK in Zahlen

Statistik 2015
Kirchenglieder: 6.406
Kirchenangehörige: 4.031
Kirchenzugehörige: 390
Freunde: 3.482
Die Zahlen von 2016 lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Konferenzhaushalt 2017
Haushaltsvolumen: 4,8 Millionen Euro
Personalkosten: 4 Millionen Euro
Anteile der Gemeinden (Umlage): 3,2 Millionen Euro

Willkommen zur NJK: Veranstaltungstipps

Mittwoch, 14. Juni, 19.30 Uhr
Tribüne am Lloyds, Neuer Hafen (Hermann-Henrich- Meier-Straße 6 A)
Eröffnungsgottesdienst – Sehnsüchte und Motivationen Leitung: Rudi Grützke, Anja Owczarek und Michael Külken Predigt über 1.Mose 12,1-4: Christhard Elle

Freitag, 16. Juni, 19.30 Uhr Kreuzkirche (Martin-Donandt-Platz 5)
Gedächtnisgottesdienst mit Abendmahl – Zurücklassen Leitung: Bärbel Krohn-Blaschke Predigt über 1.Mose 23, 1-5 und 12: Sebastian Lübben

Samstag, 17. Juni, 16.30 Uhr Weserfähre Bremerhaven (An der Geeste 27)
Nachmittag der Gemeinschaft Einschiffung 16.15 Uhr, Abfahrt 16.30 Uhr Musik: Simon Bellett Leitung: Irene Kraft und Friederike Meinhold

Samstag, 17. Juni, 20 Uhr EmK-Friedenskirche (Grazer Straße 52)
Jugendabend

Sonntag, 18. Juni, 10 Uhr Große Kirche (Bürgermeister- Smidt-Straße 45)
Abschlussgottesdienst Verheißung: Abraham als Vorbild des Vertrauens Leitung: Dirk Scheider, Irene Kraft Predigt über Römer 4,18-25: Bischof Harald Rückert Anschl. Hüpfburg, Bus, Infostände, Kaffeemobil

Sonntag, 18. Juni, 10 Uhr EmK - Friedenskirche (Grazer Straße 52)
Kinderkonferenz

Die Gastgeber
Der Bezirk Bremerhaven hat die NJK eingeladen. Die Gastgeber wollen damit ein großes »Danke« sagen, erklärt Pastor Christhard Elle. Wenn andere Gemeinden den Wiederaufbau durch das connexionale System nicht mitfinanziert hätten, gäbe es heute diese Gemeinde nicht. Der Bezirk hat 70 Glieder (40 davon aufgenommen in den letzten fünf Jahren) und ein Wachstum des Gottesdienstes von 15 auf 75 Besucher. Das Motto der Gemeinde: »Heilende Gemeinschaft für eine gebeutelte Stadt«.

Foto: »unterwegs« 11/2017
Entnommen aus: »unterwegs« 11/2017

Unterwegs beten - das Smartphone machts möglich

Mo, 05/29/2017 - 09:00

Die wöchentliche Andacht und das damit verbundene Gebetsangebot der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) ist ab sofort auch auf mobilen Endgeräten darstellbar. Das Referat für Öffentlichkeitsarbeit der EmK hat im Zusammenwirken mit der EmK-Internetarbeit die mobile Anwendbarkeit entwickelt. So kann das inzwischen gut etablierte Gebetsangebot noch besser auch für unterwegs befindliche Menschen abgerufen werd

Wöchentliche Gebetsanregungen und Andachten im Internet

Auf der EmK-Internetseite www.ichbetefürmeinekirche.de werden wöchentlich aus jeweils einem der Arbeitsbereiche der EmK eine Kurzandacht zum biblischen Wochenspruch und kirchliche Gebetsanliegen veröffentlicht. Die Seite ist so angelegt, dass sie als persönliche Internet-Startseite verwendet werden kann, um sich regelmäßig ans Gebet für kirchliche und andere Anliegen erinnern zu lassen. Außerdem stehen die Gebetsinformationen zum Herunterladen im DIN-A4-Format zur Verfügung, um in den Gemeinden für Gebetsgruppen eingesetzt zu werden. Das Angebot gibt es seit vier Jahren und wird mit der Unterstützung eines Übersetzerteams auch in englischer Sprache veröffentlicht. Damit sollen auch englischsprachige Nutzer vor allem in den Migrantengemeinden der EmK erreicht werden.

Andachten finden über die aktuelle Woche hinaus Zuspruch

Die letzte statistische Auswertung der Seite zeigte, dass wöchentlich bis zu 400 Seitenaufrufe und über 100 Downloads für Ausdrucke erfolgen. Darüber hinaus werden über Internet-Suchmaschinen bis zu 200mal in der Woche sogar Andachten aus zurückliegenden Jahren aufgerufen.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
www.ichbetefürmeinekirche.de

Foto: gotoralf.de

Spielerisch Veränderung erfahren

So, 05/28/2017 - 06:29

Beim Reformationskirchentag präsentierte sich die Evangelisch-methodistische Kirche erneut mit einem eigenen Stand. Dabei zog ein überdimensionales Puzzle die Aufmerksamkeit der Kirchentagsbesucher auf sich. In zwei Schritten war jeweils ein Quadrat zu formieren. Zunächst mit vier Teilen. Nach erfolgreicher Lösung wurde ein weiteres Teil ins Spiel gebracht. Mit nun fünf Teilen musste erneut ein Quadrat formiert werden. Diese neue Aufgabe konnte aber nur gelöst werden, wenn der bisherige Verbund gelöst und neu zusammengefügt, also re-formiert wurde. Eine spielerische Erfahrung von Re-Formation.

Die große Frage war: Kommt die Idee an?

Mit großer Spannung hatten die zwölf Standmitarbeiter erwartet, ob die Idee »ankommt«. »Das Puzzle war ein großartiger Magnet für den EmK-Stand«, beschreibt der seit über 40 Jahren am Kirchentag teilnehmende Jochen Weisheit aus Bremen seine Erfahrungen am EmK-Stand. Am großen 3D-Puzzle hätten sich besonders junge Leute ausprobiert. Die etwas älteren hätten sich an den Tischen mit der kleinen Holzvariante beschäftigt.
Die Stuttgarterin Monika Glück fand bei Menschen, die die EmK noch nicht kannten, durch die Puzzleaktion schnell den Einstieg ins Gespräch über die EmK. »Mit den Kurzerklärungen im Heftchen ›Wir stellen uns vor‹ konnte die EmK schnell und präzise erklärt werden«, schildert Glück ihre Erfahrungen in der Begegnung mit Kirchentagsbesuchern.

Neues durchbricht den Horizont

»Es war ganz leicht, mit Menschen über Veränderung ins Gespräch zu kommen«, beschreibt Andreas Fahnert aus Oranienburg seine Mitarbeit am Stand. Das groß an der Standwand angebrachte Wort aus Psalm 118 vom »verworfenen Stein«, der zum »Eckstein« wurde, habe zu teilweise tiefgehenden Gesprächen geführt. Die Vorstellung, dass »das Verworfene« als »Eckstein« ausgerechnet zum tragenden Element wurde, habe viele nachdenklich gemacht. Dass es dabei aber nicht nur um geschichtliche Entdeckungen ging, sondern auch um die Gegenwart, war schnell klar. Überall, wo es Veränderungen oder neue theologische oder gesellschaftliche Herausforderungen gibt, ist die Fähigkeit gefragt, damit konstruktiv umzugehen. Das sei mit dem Puzzle spielerisch erfahrbar geworden: »Neues durchbricht unseren Horizont«.

Großartige Bereicherung

Der aus den USA angereiste »Ökumene-Bischof« des internationalen Bischofsrats der EmK, Michael Watson, war sowohl vom EmK-Stand als auch vom Kirchentag insgesamt begeistert. »Mein Leben ist dadurch immens bereichert und gesegnet worden«, fasst er seine Erfahrungen der Tage in Berlin zusammen. »Meine vagen Vorstellungen von dieser Veranstaltung sind bei weitem übertroffen worden« und »die Qualität der Vorträge, Dialoge und Präsentationen waren außergewöhnlich«, zeigt sich Watson tief beeindruckt. Er werde diese Erfahrungen mit »unserer methodistischen Familie in den USA« teilen, weil die »geistliche Bereicherung eine ganz besondere Erfahrung« gewesen sei. Außerdem werde er dafür Werbung machen, dass bei kommenden Kirchentagen auch andere Gäste aus den USA Teilnehmen werden, um diese Erfahrungen machen zu können. »Mich hat der Kirchentag ganz neu herausgefordert, noch effektiver das Evangelium zu verkündigen und Menschen in die Nachfolge Christi zu rufen, um die Welt zu verändern.«

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit 

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