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Aktualisiert: vor 8 Stunden 12 Minuten

»Vielfalt schätzen und fördern«

So, 05/21/2017 - 09:45

Unter dem Thema »In Fremdem Gott erfahren« hatte die Ostdeutsche Jährliche Konferenz (OJK) eine umfangreiche Tagesordnung zu bearbeiten. Dabei gab es erstmals an einem Vormittag Exkursionen an »fremde Orte« in der Stadt Chemnitz. Von Mittwoch bis Samstag hatten sich die Delegierten mit dem Konferenzgeschäft befasst. Dabei warf Superintendent Stephan Ringeis einen Blick in die finanzielle Zukunft der OJK. Trotz der grundsätzlichen Schwierigkeit von Prognosen müsse die Konferenz »denken, rechnen und Entwicklungen beobachten«. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass die Zahl der Kirchenglieder seit Anfang der 1960er-Jahre kontinuierlich sinke, wobei die Beiträge insgesamt gestiegen seien. »Immer weniger Personen geben auch in den letzten Jahren immer mehr«, erklärte Ringeis.

Gute Grundlage zur Weiterarbeit

Insgesamt geht die Prognose davon aus, dass die Ostdeutsche Konferenz im Jahr 2035 noch rund 5.300 Glieder zählt (heute rund 8.000). Würden die Einnahmen bis dahin pro Jahr drei Prozent steigen, wäre der Haushalt ausgeglichen – sogar mit einem leichten Plus. Dass dieses Ziel durchaus realistisch ist, zeige der Blick auf die Entwicklung seit 2010: Lag der Geberdurchschnitt damals bei 397 Euro, waren es 2016 fast 500 Euro – eine Steigerung um 25 Prozent.

Diskutiert wurde auch die Neustrukturierung des Tagungsablaufs der Konferenz. Dabei geht es um eine Anpassung der Konferenz an die Möglichkeiten sowohl der Delegierten als auch an die der gastgebenden Gemeinden. Eine zeitliche Straffung ist ebenso angedacht wie die Einrichtung eines ständigen Organisationsteams, um das nötige Organisationswissen zu bündeln und für folgende Konferenzen weiterzuentwickeln.

Die Superintendenten gingen in ihrem Bericht ausführlich auf die Begleitung der Hauptamtlichen ein. Dabei betonten sie, dass ihre wichtigste Aufgabe sei, den Pastorinnen und Pastoren und ihren Familien Unterstützung und Fürsorge angedeihen zu lassen.

Der Weg in die Zukunft

In seiner Botschaft an die Konferenz betonte der neue Bischof Harald Rückert, dass zum Kirche-Sein gehöre, »Vielfalt zu schätzen, sie zu fördern, sie zu leben«. »Gott hat die Vielfalt geschaffen, wir sollen die Vielfalt wertschätzen und fördern«, betonte Rückert mit dem Hinweis auf die englische Formulierung »to embrace diversity« (»Vielfalt umarmen«). »Vielfalt ist auch anstrengend, aber es ist der Weg in die Zukunft, von dem ich hoffe, dass wir ihn gemeinsam gehen.« Er sehe seine Aufgabe als Bischof, diesen Weg zu fördern. Dazu brauche es Einheit als notwendigen Gegenpol. »Lasst uns miteinander statt übereinander reden.«
Im Ordinationsgottesdienst, bei dem Michael Kropff in die Dienstgemeinschaft aufgenommen wurde, griff Bischof Harald Rückert diesen Impuls auf. »Wir brauchen Zukunft, Leben und Dynamik, wenn wir von dieser Konferenz nach Hause fahren und dann in unseren Lebensalltag und unseren Gemeindealltag eintauchen«, erklärte er. An Hand der Ostergeschichte aus dem Johannesevangelium wies er darauf hin, dass die von Ostern herkommende Dynamik des Lebens »am Ort des Todes« ihren Ausgangspunkt habe. Maria habe sich damals am Grab Jesu mit dem Tod arrangieren wollen und wurde gerade dort »mit dem wahren Leben beschenkt«. Das mache zuversichtlich, diese Dynamik auch für die Kirche und die Gemeinde zu erwarten und in Anspruch zu nehmen.

Foto: www.emk-ojk.de

Die Autoren
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de. Volker Kiemle ist Leitender Redakteur der Zeitschriftenarbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche mit Sitz in Frankfurt am Main. Kontakt: redaktion(at)emk.de.

Weiterführende Links
www.2017.emk-ojk.de

Zur Information
Die Ostdeutsche Konferenz umfasst 124 Gemeinden in 57 Bezirken mit rund 13.000 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Dienstzuweisungen OJK 2017

Sa, 05/20/2017 - 06:26
Distrikt Dresden

Superintendent Christhard Rüdiger (5)

  • Annaberg-Buchholz: Diethelm Schimpf (7)
  • Aue:Andreas Hertig (11), Heidrun Hertig (11)
  • Bockau/Albernau: Katrin Schneidenbach (3), Stephanie Hallmann (3, Pastorin auf Probe)
  • Chemnitz Friedenskirche: Thomas Günther (4), Marie-Theres Ringeis (1, Pastorin auf Probe), Petra Iffland (20, Gemeindereferentin)
  • Crottendorf: Ute Möller (6, Lokalpastorin), Aufsicht: Birgit Klement, David Melle (Gemeindepädagogische Mitarbeit)
  • Dittersdorf: Tobias Buschbeck (1, Lokalpastor), Aufsicht: Olf Tunger
  • Dresden Emmauskirche: Werner Philipp D. Min (12)
  • Dresden Friedenskirche: Andrea Petzold (7)
  • Dresden Immanuelkirche: Philipp Weismann (5, Lokalpastor), Aufsicht: Werner Philipp
  • Dresden Zionskirche: Andrea Petzold (7)
  • Ehrenfriedersdorf: Olf Tunger (7)
  • Eibenstock: Heidrun Hertig (1)
  • Grünhain: Sebastian Mann (8)
  • Königswalde: Claudia Küchler (2, Lokalpastorin), Aufsicht: Thomas Röder
  • Lauter: Katrin Schneidenbach (8), Stephanie Hallmann (3, Pastorin auf Probe)
  • Lößnitz: Dr. Michael Wetzel (6, Laienprediger mit Dienstzuweisung), Kate Harris (2, Pastorin auf Probe), Petra Iffland (20, Gemeindereferentin), Aufsicht: Matthias Meyer
  • Marienberg: Thomas Günther (1), Marie-Theres Ringeis (1, Pastorin auf Probe)
  • Mittelsachsen: Albrecht Weißbach (5), Marcel Tappert (6, Lokalpastor)
  • Neudorf: Bernt Förster (8), Hendrik Walz (2, Pastor auf Probe)
  • Oberlausitz: Matthias Zieboll (6)
  • Raschau: Birgit Klement (8)
  • Schneeberg: Andreas Günther (4), Katrin Bonitz (2, Lokalpastorin)
  • Schönheide/Stützengrün: Christian Meischner (5)
  • Schwarzenberg: Kersten Benzing (2), Maria Lein (3, Lokalpastorin)
  • Venusberg: Tobias Buschbeck (1, Lokalpastor), Aufsicht: Gerhard Förster
  • Zschopau: Thomas Günther (1), Marie-Theres Ringeis (1, Pastorin auf Probe)
  • Zschorlau: Michael Kropff (4), Katrin Bonitz (2, Lokalpastorin)
  • Zwönitztal: Jörg Herrmann (3), Kate Harris (2, Pastorin auf Probe)
Distrikt Zwickau

Superintendent Stephan Ringeis (9)

  • Auerbach: Gerhard Künzel (3, Lokalpastor), Mandy Merkel (4, Gemeindepädagogin), Aufsicht: Norbert Lötzsch
  • Dessau: Stefan Gerisch (4)
  • Ellefeld: zu besetzen, Aufsicht: York Schön, unter Mithilfe von Joachim Schmiedel, Viola Renger (2, Gemeindepädagogin)
  • Erfurt: Franziska Demmler (2)
  • Falkenstein: zu besetzen, Aufsicht: Mitja Fritsch, unter Mithilfe von Friedemann Trommer, Viola Renger (2, Gemeindepädagogin)
  • Gera: Thomas Härtel (5)
  • Greiz: Jörg-Eckbert Neels (10)
  • Halle: Stefan Gerisch (10)
  • Jena/Weimar: Eric Söllner (10)
  • Kirchberg/Wilkau-Haßlau: Lutz Brückner (2)
  • Leipzig Bethesdakirche: Christin Eibisch (3)
  • Leipzig Kreuzkirche: Friedbert Fröhlich (5), gemeindepädagogische Mitarbeit: zu besetzen
  • Leutenberg/Schwarzenshof: Andreas Meyer (7), Jeremias Georgi (2)
  • Lobenstein/Remptendorf: Jeremias Georgi (5), Andreas Meyer (2)
  • Netzschkau: York Schön (6)
  • Oberes Vogtland: Norbert Lötzsch (1), Dorothea Föllner (2, Gemeindereferentin)
  • Plauen: Norbert Lötzsch (1), Dorothea Föllner (1, Gemeindereferentin)
  • Reichenbach: Mitja Fritsch (4)
  • Reinsdorf/Mülsen/Crossen: Lutz Rochlitzer (3, Lokalpastor), Aufsicht: Thomas Härtel
  • Rodewisch: Gerhard Künzel (6, Lokalpastor), Mandy Merkel (3, Gemeindepädagogin), Aufsicht: Friedemann Trommer
  • Schleiz: Jeremias Georgi (5), Andreas Meyer (2)
  • Treuen: York Schön (6)
  • Triebes: Jörg-Eckbert Neels (6)
  • Waltersdorf: Jörg-Eckbert Neels (11)
  • Werdau: zu besetzen, unter Aufsicht: Thomas Roscher und Christian Posdzich
  • Zeitz: Jörg Recknagel (2)
  • Zwickau: Christian Posdzich (2), Christine Meyer-Seifert (1, Pastorin auf Probe)
  • Zwickau-Planitz: Thomas Roscher (2), Christine Meyer-Seifert (1, Pastorin auf Probe)
In besonderen Diensten Im Bereich der Jährlichen Konferenz, Zentralkonferenz und deren Einrichtungen
  • edia.con gemeinnützige GmbH: Theologischer Geschäftsführer Frank Eibisch (5)
  • Fachklinik »Klosterwald« Bad Klosterlausnitz: Theologischer Geschäftsführer Eric Söllner (8)
  • Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau: Seelsorger Pastor Stefan Gerisch (10)
  • Evangelisationswerk: Sekretär für Evangelisation (ZK) Barry Sloan D. Min (6)
Pastorinnen und Pastoren im Ruhestand

Werner Barth, Ernst Beier, Gunter Demmler, Friedmar Dietrich, Kerstin Dietrich, Rudolf Endler, Gotthard Falk, Gottfried Fischer, Dieter Fleischmann, Gerhard Förster, Thomas Fritzsch, Christoph Georgi, Lothar Gerischer, Armin Härtel, Helmut Halfter, Ludwig Herrmann, Harald Hunger, Martin Kappaun, Friedhelm Kober, Johannes König, Reiner Kohlhammer, Manfred Kubig, Klaus Leibe, Stefan Lenk, Reinhold Mann, Horst Martin, Christoph Martin, Reinhard Melzer, Matthias Meyer, Siegfried Michalski, Klaus Morgenroth, Max Nestler, Siegfried Rex, Gerhard Riedel, Eduard Riedner, Sebastian Ringeis, Thomas Röder, Wolfgang Ruhnow, Volker Schädlich, Lothar Schieck, Joachim Schmiedel, Helmut Schönfeld, Gotthard Schreier, Karl-Friedrich Siebert, Gerhard Solbrig, Horst Sterzel, Dieter Straka, Klaus Straka, Friedemann Trommer, Herbert Uhlmann, Uta Uhlmann, Gerhard Weigelt, Andreas Wiederanders, Harry Windisch, Dr. sc. Karl Zehrer

Beauftragungen Hauptamtliche Beauftragungen in der Jährlichen Konferenz
  • Verona Lasch, Referentin im Kinder- und Jugendwerk (11)
  • Sarah Schulz, Referentin im Kinder- und Jugendwerk, Gemeindepädagogin (2)
Nebenamtliche Beauftragungen in der Jährlichen Konferenz
  • Frank Eibisch, Direktor Ev.-meth. Diakoniewerk Bethanien Chemnitz (14)
  • Katrin Bonitz, Konferenzbeauftragte für katechetischen Unterricht (7), Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (3)
  • Philipp Weismann, Gemeindepädagogische Arbeit in Dresden (5), Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (3)
  • David Melle, Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (1)
  • Ute Möller, Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (3)
  • Dorothea Föllner, Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (3)
  • Mandy Merkel, Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (2)
  • Lutz Brückner, Beauftragt mit der Leitung des Kinderchores der EmK (24)
  • Verona Lasch, Beauftragt mit der Leitung des Kinderchores der EmK (9)
  • zu besetzen, Konferenzsekretär für die Arbeit mit jungen Erwachsenen
  • Thomas Roscher, Konferenzsekretär für Erwachsenenbildung (11)
  • Thomas Röder, Konferenzsekretär für Seniorenarbeit (4)
  • Andreas Hertig, Konferenzsekretär für Evangelisation (13)
  • Diethelm Schimpf, Distriktssekretär für Evangelisation DD (7)
  • Gerhard Künzel, Distriktssekretär für Evangelisation ZD (3)
  • Thomas Günther, Konferenzsekretär für Mission und internationale kirchliche Zusammenarbeit (1)
  • Jörg Herrmann, Konferenzbeauftragter für Kirchenmusik (9)
  • zu besetzen, Ausländerbeauftragte/r
  • Franziska Demmler, Beauftragte für die Kontaktstelle für Menschen verschiedener Lebens- und Liebensweisen (2)
  • Thomas Röder, Beauftragter für Gottesdienst und Agende (1)
  • Torsten-Michael Ufer, Suchtbeauftragter (3)
  • Christina Posdzich, Beauftragte für Rundfunkarbeit (11)
  • zu besetzen, Beauftragte/r für Öffentlichkeitsarbeit
Nebenamtliche Beauftragungen im Bereich der Zentralkonferenz
  • Jörg Herrmann, Kirchenmusik und Gesangbuch (13)

Foto: Volker Kiemle, EmK Öffentlichkeitsarbeit

»Miteinander statt übereinander reden«

Sa, 05/20/2017 - 05:51

Die Plenarsitzung der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz (OJK) am gestrigen Freitag eröffnete Bischof Harald Rückert mit einer »Botschaft an die Konferenz«. Darin betonte der neue Bischof, dass zum Kirche-Sein Vielfalt gehöre.

Neues wagen ohne Bewährtes preiszugeben

»Gott hat die Vielfalt geschaffen, wir sollen die Vielfalt wertschätzen und fördern«, betonte Rückert mit dem Hinweis auf die im Englischen gebräuchliche Formulierung »to embrace diversity« (Vielfalt umarmen). »Vielfalt«, so Rückert weiter, »ist auch anstrengend, aber es ist der Weg in die Zukunft von dem ich hoffe, dass wir ihn gemeinsam gehen.«
Er sehe eine seiner Aufgaben als Bischof darin, diesen Weg zu fördern. Dazu brauche es Einheit als notwendigen Gegenpol. »Wir müssen uns immer wieder fragen, was uns verbindet – und was uns ermöglicht, die große Vielfalt zu leben – als EmK in Ostdeutschland, in Deutschland, weltweit«, erklärte Rückert. Die Balance zwischen Freiheit und Verbindlichkeit müsse immer wieder neu justiert werden – weltweit, aber auch in den einzelnen Konferenzen und Gemeinden. »Lasst uns miteinander statt übereinander reden.«
Die Kirche sei aufgefordert, sich zu verändern, betonte Rückert. »Lasst uns Neues wagen und dabei das Bewährte nicht einfach preisgeben«, bat er. Kriterium dabei sei der Auftrag der Kirche, Menschen in die Nachfolge Jesu Christi zu rufen, damit sich auch die Welt verändere.

Nachhaltiger Lebensstil erwünscht

Im Arbeitsteil der Sitzung legten die Jugenddelegierten ihren Bericht vor. Darin formulierten sie sehr konkrete Ideen und Vorschläge, wie ein nachhaltiger Lebensstil innerhalb der Kirche, aber auch im Lebensalltag aussehen könne. Zudem sprachen sie sich für mehr generationenübergreifende Gottesdienste in den Gemeinden aus, um Erfahrungsräume für Menschen aller Generationen zu eröffnen und so Teilhabe statt Teilnahme zu ermöglichen.

Dankbar erinnern und fröhlich feiern

Im Gedächtnisgottesdienst am Nachmittag unter der Leitung der Pastoren Harald Hunger und Gerhard Förster gedachte die Konferenz der verstorbenen Ruhestandspastoren Harald Windsheimer, Johannes Schnabel, Siegfried Hensel und Kurt Wilhelm sowie der verstorbenen Pastorenwitwen Gertrud Baumgärtl, Liesbeth Funk und Helga Härtel.
Die Ehrung der Jubilare sowie Begrüßung und Verabschiedung von Hauptamtlichen standen im Mittelpunkt des Abends der Begegnung. Geehrt wurden: Horst Martin (70 Dienstjahre), Rüdiger Minor, Ernst Beier und Siegfried Rex (alle 60 Dienstjahre) und Joachim Schmiedel (40 Dienstjahre). Klaus Leibe und Christoph Martin wurden in den Ruhestand verabschiedet. In der Dienstgemeinschaft willkommen geheißen wurden Michael Kropff, der am Sonntag ordiniert wird; die Pastorinnen auf Probe Marie-Theres Ringeis und Christine Meyer-Seiffert sowie David Melle als Mitarbeiter im Gemeindedienst.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links
www.2017.emk-ojk.de

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Die Ostdeutsche Konferenz umfasst 124 Gemeinden in 57 Bezirken mit rund 13.000 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Zahlenwerk mit positiver Perspektive

Fr, 05/19/2017 - 13:05

Zu später Stunde am Donnerstagabend beschäftigten sich die Teilnehmer der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz in Chemnitz mit der Finanzsituation der Gemeinden und der Konferenz. Der Konferenzschatzmeister, Pastor Frank Eibisch, erläuterte die insgesamt positive Entwicklung der letzten Jahre. Dazu trügen sowohl Gemeinden mit ihren Beiträgen als auch die Finanzhilfe der Norddeutschen und Süddeutschen Konferenz bei. Zwischenzeitlich konnte das Gehaltsniveau der Hauptamtlichen in der Ostdeutschen Konferenz auf 90% der für die drei deutschen Konferenzen festgelegten Tabelle angehoben werden. Ziel sei aber immer noch die 100%-Marke zu erreichen.

Die nächsten 15 Jahre in den Blick

Im Hinblick auf die Finanzen der OJK warf Superintendent Stephan Ringeis einen Blick in die Zukunft. Trotz der grundsätzlichen Schwierigkeit von Prognosen müsse die Konferenz »denken, rechnen und Entwicklungen beobachten«. »Wir haben Verantwortung«, betonte Ringeis, »Verantwortung für die Personalplanung, für den Konferenzhaushalt und für die Bezirkshaushalte«. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass die Zahl der Kirchenglieder seit Anfang der 1960er Jahre kontinuierlich sinke, wobei die Beiträge insgesamt gestiegen seien. »Immer weniger Personen geben auch in den letzten Jahren immer mehr«, erklärte Ringeis. Um mögliche Szenarien im Hinblick auf Glieder- und Einnahmeentwicklung zu entwerfen, hat die Finanzkommission beispielhaft Daten dreier Bezirke ausgewertet. Die Zahlen zeigen, dass die Altersgruppe um 45 Jahre verhältnismäßig viel zu den Einnahmen beiträgt — auch wenn sie zahlenmäßig nicht so groß ist. Die Personengruppen um 65 und 80 tragen insgesamt am meisten zum Haushalt bei, weil die Gliederzahlen dieser Altersgruppen groß sind. In 20 Jahren, so Ringeis, würde diese Älteren in den Gemeinden aber nicht mehr da sein — und damit auch das Geld, das sie spenden.

Hervorragende Grundlage zur Weiterarbeit

Insgesamt geht die Prognose davon aus, dass die Ostdeutsche Konferenz im Jahr 2035 noch rund 5.300 Glieder zählt (heute rund 8.400). Würden die Einnahmen bis dahin pro Jahr drei Prozent steigen, wäre der Haushalt ausgeglichen — sogar mit einem leichten Plus. Es sei interessant, so Ringeis, wie der Durchschnitt der Gaben aussehe: Beiträge, Kollekten, Sonderopfer und allgemeine Spenden. Im Jahr 2015 lag dieser Durchschnitt bei 484 Euro, bei einer zweiprozentigen jährlichen Steigerung läge er 2030 bei 636 Euro. Gebraucht werde aber eine dreiprozentige Steigerung und damit ein Gebedurchschnitt von 736 Euro pro Jahr, betonte Ringeis. Dass dies durchaus realistisch ist, zeige der Blick auf die Entwicklung seit 2010: Lag der Durchschnitt damals bei 397 Euro, waren es 2016 fast 500 Euro — eine Steigerung um 25 Prozent. Wortmeldungen in der anschließenden Diskussion ließen erkennen, dass das Zahlenwerk als hervorragende Grundlage für die Weiterarbeit an den finanziellen Aufgaben der Konferenz und der Gemeinden dienen könne; eine Chance für Impulse zu weiteren positiven Entwicklungen.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

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Die Ostdeutsche Konferenz umfasst 124 Gemeinden in 57 Bezirken mit rund 13.000 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Grafik: © Stephan Ringeis

Neue Einsichten im Fremden

Fr, 05/19/2017 - 07:03

Zum Auftakt der seit Mittwoch in Chemnitz tagenden Ostdeutschen Jährlichen Konferenz knüpfte Bischof Harald Rückert am Konferenzthema »In Fremdem Gott erfahren« an. Er schlug den Bogen zur Situation der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland. Dort würde in vielen Bereichen gefragt, wie der Weg der Kirche in die Zukunft aussehen werde. Ungewohntes und Fremdes schrecke oft ab und Wege ins Fremde fielen schwer. Stattdessen werde häufig versucht das Gewohnte und Vertraute, das nicht mehr recht funktioniert, wieder in den Griff zu bekommen. Das würde das Leben nicht stärken, sondern an der Entfaltung und der Bewegung hindern. Es sei daher nötig, auch im Vertrauten neu nach Gott zu fragen.

Kirche auf dem Weg in die Fremde

Am zweiten Sitzungstag setzten die Konferenzmitglieder das Thema konkret in die Praxis um. Insgesamt 18 Gruppen machten sich auf den Weg und suchten in Chemnitz ungewohnte und fremde Orte auf. Ziel dieser »Exkursionen ins Fremde« war, den Blick und den Umgang mit dem Fremden und den Menschen in ihrer jeweiligen Situation zu gewinnen. Unter diesem Blickwinkel wurden die Wohnungslosenhilfe, die Justizvollzugsanstalt, das Technische Hilfswerk, die Jüdische Gemeinde, der Islamische Kulturverein, eine Kontaktstelle für Prostituierte, der Chemnitzer Sitz eines internationalen Konzerns, eine Werbeagentur oder ein Stadtteilzentrum besucht. Die Erfahrung des Fremden wurde dadurch verstärkt, dass sich die Teilnehmenden ihre jeweiligen Zielorte nicht selbst aussuchen konnten.

Eine Oase der Annahme

Für eine der Gruppen war der Besuch einer Anlaufstelle für Chemnitzer Prostituierte besonders eindrücklich. Die Initiative einer ehemaligen Prostituierten, und durch den Glauben an Jesus Christus ihr Leben neu beginnen konnte, führte den Besuchern ein dunkles gesellschaftliches Kapitel vor Augen. Prostitution, nicht selten unter Zwang, führt Menschen in Abgründe. Die Anlaufstelle biete Raum, über die eigene Lebenssituation, Nöte oder Ängste zu reden und dabei glaubwürdig von guten Erfahrungen mit Jesus Christus zu hören. Die »Kirchenleute« erlebten den Besuch in dieser »fremden Welt« mutmachend. Ohne moralische Verurteilung werden den Menschen eine Oase der Annahme mitten in den Niederungen der Gesellschaft angeboten.

Mittels Schreibgesprächen auf großen Papierbögen wurden die Erfahrungen der Exkursionen gesammelt und bilden das »Manuskript des diesjährigen theologischen Referats«. Der Ersatz des sonst am Donnerstag gehaltenen Theologischen Referates wurde von vielen Konferenzteilnehmern als beeindruckende Erfahrung kommentiert. »Ich war erst sehr skeptisch«, bekannte ein Laienmitglied nach der Exkursion. »Aber die Einblicke haben mir viele neue Einsichten vermittelt.«

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

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Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Gott an unvermuteten Orten begegnen

Mi, 05/17/2017 - 08:16

Vom heutigen Mittwoch bis Sonntag (17. bis 21. Mai) wird Chemnitz zum Treffpunkt der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Ostdeutschland. Rund 150 Delegierte treffen sich zur Ostdeutschen Jährlichen Konferenz (OJK), dem Kirchenparlament der EmK in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Konferenz geht in die Fremde

Das Thema der Tagung, »In Fremdem Gott erfahren«, ist angesichts der vielen nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge formuliert. Die gesellschaftlichen Konflikte, die das Ankommen vieler Hilfe- und Heimatsuchenden ausgelöst hat, wirft Fragen auf, die mit dem Thema aufgegriffen werden. Neben Gottesdiensten und einer Bibelarbeit soll das Thema auch ganz praktisch erfahren werden. Dazu suchen die Delegierten Orte in der Stadt auf, »die wir überhaupt nicht kennen«, wie es in einer Meldung zum Auftakt der Tagung heißt. An diese Orte werde die Frage mitgenommen »Auf welche Weise ist Gott schon hier?«, um sich der Erfahrung zu stellen, dass Gott an Orten gegenwärtig ist, »wo wir ihn nicht vermuten«.

Unkonventionelle Wege zu den Menschen

Die Geschäftssitzungen der Konferenz werden die Schwerpunkte kirchlicher Arbeit in den Blick nehmen: Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Weltmission, Evangelisation, Erwachsenenbildung, Seniorenarbeit, Arbeit mit und für Frauen, Musik, soziale Dienste und Diakonie sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Praktisch in allen Bereichen sind die Gemeinden angesichts begrenzter Kräfte gefordert, sich auf Wesentliches zu konzentrieren und neue und unkonventionelle Wege zu den Menschen zu suchen. Dazu soll das Konferenzthema Impulse setzen. Außerdem gehen die Superintendenten, Stephan Ringeis und Christhard Rüdiger, in ihrem Bericht auf das Arbeitsfeld der Personalbegleitung als Schwerpunkt ihrer Arbeit ein.

Konferenztreffen am Wochenende

Am Wochenende gibt es die Atmosphäre eines methodistischen Kirchentags zu erleben: Ein Konferenzjugendtreffen mit attraktivem Programm findet am Samstag in der Jugendkirche Chemnitz statt. In der Chemnitzer Kreuzkirche kommen ebenfalls am Samstag die Frauen zu ihrem Treffen zusammen. Am Sonntag steigt im Evangelischen Schulzentrum die Kinderkonferenz und in der Kirche St. Markus der Ordinationsgottesdienst sowie der Sendungsgottesdienst.

Die Autoren
Stephan Ringeis ist Superintendent im Distrikt Zwickau sowie Pressebeauftragter der Ostdeutschen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche.
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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Die Ostdeutsche Konferenz umfasst 124 Gemeinden in 57 Bezirken mit rund 13.000 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Foto: Ausschnitt aus dem Konferenzprogramm

»Wir sind mittenmang«

Mo, 05/15/2017 - 09:00

Was bedeutet der Kirchentag für den Berliner Distrikt?

Gabriel Straka: In einer Region, wo die Kirchen schon lange nicht mehr in der Mitte des Dorfes stehen, ist ein Kirchentag ein wunderbares Erlebnis. Kirchliches Leben ist in einer Weise präsent und erlebbar, wie sonst nie. Im normalen Alltag ist Berlin ein kunterbunter und extrem vielfältiger Jahrmarkt der Kulturen, der Religionen, der politischen Überzeugungen und aller möglichen anderen Anschauungen. Christliche Gemeinden – erst recht unsere kleinen methodistischen – sind auf diesem Jahrmarkt nur sehr kleine Marktstände. Aber wenn Kirchentag ist, dann ändert sich das. Für ein paar Tage wird erlebbar, dass wir eine große und schöne Gemeinschaft sind. Wenn die Highlights des Kirchentages die erste Meldung in der Abendschau sind, wenn in der U-Bahn mitten im multikulturellen Kreuzberg christliche Jugendgruppen die Atmosphäre prägen, so ist das einfach ein schönes Gefühl.

Wie sind die Gemeinden eingebunden?

Gabriel Straka: Wir sind mittenmang – wie der Berliner sagt. Natürlich auf dem Markt der Möglichkeiten auf dem Messegelände beim Stand der EmK. Aber auch in vielen Gemeinden ist mächtig was los. In Charlottenburg lädt die Gemeinde zu einem Feierabendmahl und drei Nacht-Cafés ein. Im dortigen »Rittersaal« logieren Studierende aus der THR. Die Holzkirche in Friedrichshain ist offizieller Veranstaltungsort des Kirchentages. Dort gibt es unter anderem Beratungsangebote und ein Café Regenbogen des Genderzentrums des Kirchentages, ein Feierabendmal und Nacht-Cafés. Eine ganze Reihe von Gemeinden hilft mit beim Catering für die insgesamt 60.000 Gäste, die in Schulen und anderen Massenquartieren beherbergt werden. Und natürlich sind alle unsere Gästewohnungen, Gemeindesäle und irgendwie schlaftauglichen Plätze längst vergeben.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Gabriel Straka: Auf die gute Stimmung in der Stadt, Kirchentagsfeeling in der U-Bahn, den Eröffnungsgottesdienst, bei dem ich mitwirken darf, ein Konzert mit Chorälen der Reformationszeit im Jazz-Gewand, das ich moderieren werde, den Abschluss-Sonntag in Wittenberg und viele Begegnungen, Gespräche, Eindrücke. Ick freu mir uff allet!

Weitere Informationen
Die Emk auf dem Kirchentag (PDF)

Beitrag entnommen aus »unterwegs« 10/2017

Stabübergabe in der EmK in Deutschland

Fr, 05/12/2017 - 16:25

Harald Rückert ist jetzt verantwortlicher Bischof für die Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland. Seine Vorgängerin, Bischöfin Rosemarie Wenner, übergab ihm heute offiziell die Amtsgeschäfte in der Kirchenkanzlei der EmK in Frankfurt am Main.

»Die Erfahrung, dass in diesem Amt auch immer Menschen mit gutem Rat, Unterstützung und Begleitung da waren, hat gutgetan«, betonte die aus dem Amt scheidende Bischöfin. Diese Erfahrung wünsche sie auch ihrem Nachfolger. Wenner hatte das Amt zwölf Jahre inne und tritt in den Ruhestand.

»Es geht darum, dass wir nach unseren Gaben, unseren Möglichkeiten und an unseren Orten die Mission ausführen, zu der wir berufen sind«, erklärte Rückert beim Empfang anlässlich der Übergabe der Amtsgeschäfte. Für die intensive Begleitung und Einarbeitung in die neue Aufgabe dankte Rückert seiner Vorgängerin sehr herzlich.

Rückert ist jetzt für 52.000 Methodisten in rund 500 Gemeinden und für über 300 Hauptamtliche im aktiven pastoralen Dienst in Deutschland zuständig. Zu seinen Aufgaben gehören die Leitung der drei Jährlichen Konferenzen (Kirchenparlamente) in Deutschland und die Vertretung der EmK in nationalen und internationalen Gremien. Zudem obliegt ihm das Recht, Pastorinnen und Pastoren ihren Dienstort zuzuweisen. Bei der ab Mittwoch kommender Woche in Chemnitz tagenden Ostdeutschen Jährlichen Konferenz ist er erstmals im Rahmen seiner offiziellen Amtsgeschäfte tätig. Zuletzt war Rückert Leitender Pastor im Gemeindebezirk Reutlingen. Zuvor war er Superintendent für den Distrikt Reutlingen und wirkte in verschiedenen Gremien und Aufgabenbereichen, in denen es schwerpunktmäßig um Gemeindeaufbau und diakonische Einrichtungen ging.

Rosemarie Wenner war im Frühjahr 2005 als erste Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche außerhalb der USA in das kirchenleitende Amt gewählt worden. Während ihrer Zeit als Bischöfin war sie zwei Jahre Präsidentin des internationalen Bischofsrats der EmK. In Deutschland ist sie seit vier Jahren Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und war bis zuletzt Mitglied im Präsidium der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), davon drei Jahre als Vorsitzende. Als Bischöfin im Ruhestand gehört sie dem EmK-Bischofsrat weiterhin an und übernimmt in dessen Auftrag Aufgaben im internationalen Kontext der Kirche.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
Presseinformationen Bischof Rückert
Presseinformationen Bischöfin i. R. Wenner

Zur Information
Das Bischofsamt in der Evangelisch-methodistischen Kirche
Die Hauptaufgaben des bischöflichen Dienstes in der Evangelisch-methodistischen Kirche sind (1) die Leitung der jährlich tagenden Konferenzen im Bischofsgebiet, (2) die Mitarbeiterführung durch Dienstzuweisungen der Hauptamtlichen in Gemeindebezirke und Dienstaufgaben als Ausdruck der missionarisch angelegten Sendungsstruktur der Kirche, (3) die Verbindung der Gemeindebezirke und Konferenzen untereinander und zu den Evangelisch-methodistischen Kirchen in den benachbarten Ländern sowie die Mitwirkung im internationalen Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche und die Gestaltung der ökumenischen Beziehungen zu anderen Kirchen und (4) vielfältige geistliche und repräsentative Aufgaben.

Foto: Volker Kiemle, EmK Öffentlichkeitsarbeit

Eine große Chance

Mi, 05/10/2017 - 13:43

Im Rahmen der Feiern zum Reformationsjubiläum fand im Augustinerkloster zu Erfurt ein hochrangig besetztes internationales Symposium zum Abschluss der internationalen Konfirmandenstudie ab. Rund 100 Teilnehmer aus zehn Nationen waren der Einladung gefolgt. Für die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) nahmen Prof. Achim Härtner (Theologische Hochschule Reutlingen) und Pastor Tobias Beißwenger (Beauftragter der Zentralkonferenz für Kirchlichen Unterricht, KU) teil. In diesem Rahmen wurde auch ihr jüngst erschienener Forschungsband »Konfirmandenarbeit im freikirchlichen Kontext« der Öffentlichkeit vorgestellt, in dem die Ergebnisse der KU-Studie in der EmK analysiert und interpretiert werden.
In einem Workshop verglichen sie erstmals die deutschen Ergebnisse mit Daten aus einer US-amerikanischen Parallelstudie, an der sich auch die dortige EmK beteiligt hat. Hier wurden mancherlei Gemeinsamkeiten deutlich, aber auch markante Unterschiede. Letztere lassen sich damit erklären, dass die EmK in Deutschland eine Minderheitskirche ist, während sie in den USA zu den Mehrheitskirchen zählt.

Die Veranstaltung zeigte erneut eindrücklich, wie wichtig und erfolgsversprechend es ist, im Bereich des KU ökumenisch und länderübergreifend voneinander zu lernen. Im Abschlussplenum erinnerte Achim Härtner an die inhaltliche Verantwortung und missionarische Chance, die sich den Kirchen mit der Konfirmandenarbeit, dem »Kirchlichen« beziehungsweise »Biblischen« Unterricht bei den Freikirchen, bietet: Nirgends sonst haben sie die Gelegenheit, so intensiv mit Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren an Fragen des christlichen Glaubens und Lebens zu arbeiten.

Weitere Informationen
www.confirmation-research.eu

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Tobias Beißwenger, Achim Härtner: Konfirmandenarbeit im freikirchlichen Kontext. Der Kirchliche Unterricht in der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, Ergebnisse der bundesweiten Studie 2012–2016, Konfirmandenarbeit erforschen und gestalten, Bd. 9, Gütersloh 2017, 426 Seiten, 49,99 EUR.

Foto: Volker Kiemle

Warnung vor den »Einflüsterungen« der Methodisten

Do, 05/04/2017 - 09:00

Etwas Anstößiges, der evangelischen Lehre Widersprechendes, das Seelenheil ... Gefährdendes habe ich weder ... in dem gehörten Vortrag [der Predigt] noch bei dem ganzen Gottesdienste irgend wahrnehmen können.« So äußerte sich der lutherische Superintendent Schmidt über eine von ihm besuchte methodistische Versammlung in Leubsdorf bei Werdau am 23. September 1866. Das Urteil anderer lutherischer Amtsträger über die Methodisten fiel deutlich negativer aus. »Manipulierendes Werben«, »Sektenunwesen « und »aufdringliches Kolportieren « waren noch milde Ausdrücke.

Methodistische Verlautbarungen über die lutherische Landeskirche standen dem an Ambivalenz kaum nach. Solange ein Übertritt zur Methodistenkirche rechtlich nicht möglich war, engagierten sich viele für eine geistliche Belebung ihrer lutherischen Gemeinde. Wer dann später doch ausgetreten war, sprach häufig davon, in seiner bisherigen Kirche »nicht selig geworden « zu sein oder beklagte deren »Weltlichkeit«. Auch vom »Sündenbabel « war gelegentlich die Rede.

Diese Frontstellung war im 19. Jahrhundert auch in anderen deutschen Territorien vorhanden, doch trat sie in Sachsen am deutlichsten hervor und bestimmte den schwierigen Umgang miteinander bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Das hatte mit beiderseitigen Vorurteilen zu tun, mit der Diskrepanz zwischen staatskirchlichem und freikirchlichem Selbstverständnis, mit gesellschaftlicher Dominanz und verweigerter Gleichberechtigung Lutheraner und Methodisten in Sachsen Warum saß die Ablehnung so tief? und damit, dass der Methodismus in Sachsen eben nicht nur punktuell auftrat, sondern sich in zwei bevölkerungsreichen Regionen, dem Erzgebirge und dem Vogtland, beinahe flächendeckend verbreitete.

Gerade in Sachsen hatte sich das Luthertum von jeher besonders selbstbewusst gezeigt. Hier, an der Wiege der Reformation, war man beständig bestrebt gewesen, das Erbe Luthers hochzuhalten. Nach Luthers Tod hatte man den Calvinismus abgewehrt, und seit mit August dem Starken 1697 die wettinische Herrscherdynastie zum Katholizismus konvertiert war, führte das Luthertum einen leidenschaftlichen Kampf gegen die Papstkirche. Die gegen rationalistische Tendenzen begründete sächsische Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts schien sich zunächst in ein konfessionsbewusstes Luthertum kanalisieren zu lassen, doch waren es letztlich gerade erweckliche innerkirchliche Kreise, aus denen die ersten Anhänger des Methodismus stammten. Dass ausgerechnet aus der Mitte der Gemeinden heraus Menschen, die die Pfarrer als besonders treu und glaubenseifrig kannten, zu den Methodisten »überliefen«, musste konfessionelle lutherische Amtsträger tief schmerzen. Parallelen zu deutschen Auswanderergemeinden in Amerika wurden gezogen. Briefe von dort klagten über »heftige Angriffe der angelsächsischen Secten« auf die (deutsche) kirchliche Identität. Solche Agitation fand in den sächsischen »Luther-Vereinen« Gehör. Die kirchliche Presse warnte vor den »Einflüsterungen« der Methodisten und in Predigten kam die Gefährlichkeit dieses »angelsächsischen, dem deutschen Wesen fremden Gewächses« für die Einheit der Kirche zur Sprache.

Hinter dieser Propaganda stand ein volkskirchliches Selbstverständnis, das von einem identischen Personenkreis zwischen politischer und kirchlicher Gemeinde ausging, mithin ein Monopol auf das geistliche Leben der Bevölkerung beanspruchte. Die Arbeit der methodistischen Prediger galt deshalb als unstatthaft, weil sie an getauften Menschen stattfand, die allesamt nominell der Landeskirche angehörten und ihrer Seelsorge unterstanden. Dass es sich oft um entkirchlichte Personen handelte, spielte für diese Bewertung kaum eine Rolle. Demgegenüber betonten die Methodisten, allen Menschen das Evangelium schuldig zu sein und darin Wesleys Grundsatz (»Die Welt ist mein Kirchspiel«) zu folgen.

Das Beharren auf der Rechtsposition als Staatskirche führte zu Maßnahmen, die von den Methodisten als gesellschaftlich diskriminierend und persönlich verletzend empfunden wurden. Zwar ermöglichte das Dissidentengesetz von 1870 einen Übertritt zur Methodistenkirche, doch führte das nachteilige Versammlungsrecht im Verbund mit polizeilicher Überwachung die landeskirchliche Machtposition unangenehm vor Augen. Nahmen die Methodisten Geldstrafen und Versammlungsverbote duldsam hin und fanden sie einen Weg, mit der subtil oder offen daherkommenden Beurteilung als »Abgefallene« zu leben, so berührte die Verweigerung von Glockengeläut und einem normalen Begräbnisplatz für verstorbene Methodisten auf landeskirchlichen Friedhöfen doch auch seelsorgerlich sensible Bereiche. Gerade solch schmerzliche Erfahrungen haben die Abneigung vieler Methodisten gegen die »Staatskirche « noch befestigt. Im Gegenzug stieß es ernsthafte Lutheraner vor den Kopf, wenn die Frömmigkeit ihrer Kirche pauschal als seicht abqualifiziert wurde und Methodisten sich als die »besseren« Christen – gelegentlich nicht ohne den Hang zur Gesetzlichkeit – darstellten. Denn in Reaktion auf den Methodismus veränderte sich auch in der lutherischen Kirche einiges: Pfarrer übernahmen den volkstümlichen Predigtstil der Methodisten, die methodistischen Sonntagsschulen färbten auf die Arbeit mit Kindern ab, in den landeskirchlichen Gemeinschaften etablierten sich innerkirchliche Erneuerungskräfte. Insgesamt bedurfte es langer Veränderungsprozesse, ehe sich das Verhältnis zwischen Lutheranern und Methodisten zu einem geschwisterlichen Miteinander entwickeln konnte. Mit der rechtlichen Gleichstellung in der Weimarer Republik war es nicht getan. Eine Annäherung brachte erst die ökumenische Bewegung nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch trotz Gründung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) 1948 blieben die bilateralen Beziehungen in Sachsen kühl. Noch 1978 galt die Empfehlung für Lutheraner, am methodistischen Abendmahl nicht teilzunehmen. Danach haben »Lehrgespräche« eine Klärung gebracht, die bis zur Vereinbarung von Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft reichte.

Insofern hat sich die Einsicht des Eingangszitats, die beide Kirchen fest auf dem Fundament der reformatorischen Lehre sieht, durchgesetzt. Damit wird die Vergangenheit nicht ausradiert. Aber sie tritt zurück hinter dem Blick für das Gemeinsame, dem Dank für Möglichkeiten der Zusammenarbeit und dem Respekt dafür, dass beide Kirchen auch künftig ihr je eigenes Profil besitzen werden.

Foto: wikipedia.org / Gemeinfrei
Entnommen aus »unterwegs« 9/2017

Es geht nicht alles glatt. Trotzdem kann ich mich Gott anvertrauen.

Mi, 05/03/2017 - 09:00

Einige der Besucherinnen und Besucher, so berichtete sie mir, sprächen diesen Text mit – darunter auch solche, denen Erinnerungs- und Orientierungsvermögen weithin abhanden gekommen sind. Er ist also, so gewinnt man den Eindruck, nicht nur auswendig gelernt, sondern verinnerlicht. Das zeugt von der Kraft seiner Sprache und des Bildes: Gott ist zugleich Hirte und Gastgeber. Wer so betet, der weiß sich mit dem Lebensnotwendigen versorgt: mit Orientierung, mit Zuwendung, mit Lebenssinn. Er weiß sich gut geführt und eingeladen zu einem erfüllten Leben.

Nicht nur grüne Auen

Bei näherem Hinsehen kann man entdecken, dass das Leben des Dichters und ersten Beters dieses alten Liedes keineswegs nur eitel Freude und Sonnenschein kennt. Vom »dunklen Tal« ist da die Rede – von der »Todesschattenschlucht « wie Martin Buber unübertroffen übersetzte. »Feinde« treten auf, in deren Gegenwart Gott einen Tisch für den Beter deckt. »Feinde« in den Psalmen versuchen die Zuwendung Gottes zu den Menschen in Frage zu stellen. Damit wollen sie das Vertrauen in seine Treue und Liebe erschüttern.

Den Psalm anfragen

Deshalb ist mir in der Auseinandersetzung mit dem Psalm 23 das Gedicht »Hinterfragt« von Jürgen Rennert seit vielen Jahren ein treuer und herausfordernder Begleiter, gerade weil er die drohende Routine und Selbstverständlichkeit im Umgang damit stört. Der Autor fragt nach jeder Zeile des Psalms zurück und stellt alle Aussagen infrage:

Der ersten Aussage »Der Herr ist mein Hirte «, die bei uns eher Wohlbehagen auslöst, setzt Jürgen Rennert ein »ich Schaf« entgegen. Den Zuspruch »mir wird nichts mangeln« konfrontiert er mit der Aussage »mir fehlt was«, die grüne Aue mit »ich sitze auf dem Trockenen«. Keine Aussage des Psalms bleibt unkommentiert: Bei der Erfahrung des Psalmisten, dass der Hirte ihn auf rechter Straße führt, fragt er zurück: »wo geht das hin«. Und den Tiefpunkt »Und ob ich schon wanderte im finstern Tal« quittiert er lapidar mit dem Spruch »irgendwie muss es ja mal aufwärts gehen«.

Dieses Gedicht ist alles andere als bequem. Durch seine ständigen Einreden in den vertraut und lieb gewordenen, aus- und inwendig gelernten Text verstört es. Und doch bringt es gerade so zum Ausdruck, was es heißt, Gott als den guten Hirten zu erleben. Es bedeutet eben gerade nicht, dass alles glattgeht und die Probleme sich von selbst lösen. Es heißt vielmehr, dass ich mich Gott trotz aller Angst und allem Zweifel, aller Widrigkeiten und Anfechtungen, anvertrauen kann und entdecke: Dadurch – im Anvertrauen – finde ich bei ihm Wegweisung, Schutz und Erfüllung.

Foto: cc-vision/Atelier Arnold
Entnommen aus: »unterwegs« 9/2017

Entscheidung des EmK-Rechtshofs bekanntgegeben

So, 04/30/2017 - 07:03

Der Rechtshof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), der über die Auslegung des Kirchenrechts innerhalb der weltweiten EmK zu urteilen hat, tagte von Dienstag bis Freitag der zurückliegenden Woche in Newark im Bundesstaat New Jersey im Osten der USA. Das mit neun Personen besetzte Gremium hatte über die Gültigkeit der Wahl von Karen Oliveto zur Bischöfin ein Urteil zu fällen. Oliveto ist mit einer Frau verheiratet und wurde im Juli letzten Jahres in den USA von der Westlichen Jurisdiktionalkonferenz der EmK zur Bischöfin für die Region der »Mountain Sky«-Konferenz  gewählt, die im Wesentlichen die Bundesstaaten Colorado, Wyoming, Montana und Utah  umfasst. Der Rechtshof entschied, dass die Wahl einer lesbischen Bischöfin die Kirchenordnung der EmK verletzt. Gleichzeitig wird festgestellt, dass Bischöfin Oliveto als unbescholten zu gelten hat bis die Frage ihrer Unbescholtenheit in einem Disziplinarverfahren geklärt ist. Das bedeutet, dass sie weiterhin als Bischöfin der EmK im Amt bleibt, bis ein solches Verfahren zum Abschluss gebracht wurde.

Die Entscheidung war nötig geworden, weil die Jurisdiktionalkonferenz im mittleren Süden eine Petition beim Rechtshof eingereicht hatte, mit der die rechtmäßige Wahl von Karen Oliveto als Bischöfin in der Westlichen Jurisdiktionalkonferenz in Frage gestellt wurde. Der Rechtshof entschied mit einer Mehrheit von 6:3 Stimmen. Zwei der Mitglieder, N. Oswald Tweh und Deanell Reece Tacha, gaben ein Minderheitsvotum ab, in dem sie die Zuständigkeit des Rechtshofs für diese Entscheidung in Frage stellen.

In einer ersten Äußerung zur Entscheidung des Rechtshofs würdigt Bischof Bruce Ough, der Präsident des Bischofsrats, die umsichtige Arbeit des Rechtshofs. Allerdings gleiche das Urteil die großen Unterschiede in der Beurteilung von Homosexualität nicht aus, sodass damit der Druck und die Angst, die viele verspürten, weiterhin anhielten. Erneut rief er zum Gebet für die Kommission »Ein Weg in die Zukunft« auf. »Wir bitten euch, dass ihr täglich zusammen mit uns Bischöfen und Bischöfinnen für alle Menschen in der Evangelisch-methodistischen Kirche und für unsere Kirche betet, während wir die Einheit und die Mission der Kirche fürsorglich in unseren Herzen und Händen bewegen.« Mit dem Hinweis auf die aktuelle Kirchenjahrszeit zwischen Ostern und Pfingsten lädt der Vorsitzende des Bischofsrats ein, »darauf zu warten, was Gott für unsere Kirche bereithält«. Außerdem rief er zur Liebe auf, »weil die Welt an unserer Liebe erkennen wird, dass wir Christen sind«.

»Ich bin dankbar, dass viele Menschen in unseren Gemeinden in Deutschland sich zum Gebet für unsere Kirche rufen lassen«, äußert Bischöfin Rosemarie Wenner über die von vielen signalisierte Gebetsunterstützung aus den Gemeinden der EmK in Deutschland. In Fortsetzung der Gebetskette unter dem Titel »Gebet für einen Weg in die Zukunft« wird ab diesem Sonntag die EmK in Südmosambik an der Reihe sein. Doch bittet Bischöfin Wenner weiterhin um Gebetsbegleitung für den Bischofsrat, der von diesem Sonntag an bis zum kommenden Freitag (30. April bis 5. Mai) in Dallas im US-amerikanischen Bundesstaat Texas tagt. Der Bischofsrat werde einen Bericht aus der Kommission »Ein Weg in die Zukunft« hören und darum ringen, »wie wir in Liebe zusammenstehen können, um trotz unserer Differenzen den Auftrag umzusetzen, Menschen in Jesu Nachfolge zu rufen, damit die Welt verändert wird«, erklärt Wenner. »Wir brauchen die Gebete der Kirche, denn im Gebet öffnen wir uns für Gottes Wirken in uns, unter uns und durch uns.«

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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Foto: Kathleen Barry, United Methodist Communications

»Die Kirche noch näher zu den Menschen bringen«

Do, 04/27/2017 - 09:10

Die Kommission für Mission und internationale kirchliche Zusammenarbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, das Aufsichtsgremium der »EmK-Weltmission«, tagte am vergangenen Wochenende in Wuppertal. Im Mittelpunkt stand der Austausch mit den Projektpartnern in Brasilien und Mosambik.

Dreiecks-Partnerschaft

Aus Brasilien kamen Jose Carlos Peres, Bischof der Region Sao Paulo der Methodistischen Kirche in Brasilien, in Begleitung seiner Ehefrau und der für das Projekt »Schatten und frisches Wasser« verantwortlichen Leiterin Keila Guimaraes. Joao Damiao Elias war aus Maputo, der Hauptstadt von Mosambik, angereist. Er ist Pastor der EmK in Mosambik und Leiter für pastorale Dienste. Die zeitgleiche Einladung von Vertretern der Projektpartner aus Brasilien und Mosambik ist Ausdruck der trilateralen Zusammenarbeit der EmK-Weltmission mit diesen beiden portugiesisch-sprachigen Ländern, die ihrerseits eine intensive Partnerschaft pflegen. Beide Partner sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit mit der deutschen EmK-Weltmission, die über Jahre hinweg gewachsene und zunehmend »in beide Richtungen« praktizierte Partnerschaft und die Unterstützung unterschiedlicher Projekte in beiden Ländern durch die EmK-Weltmission.

Hirtenbrief gegen Korruption

So wurde in Brasilien mit deutscher Unterstützung ein Zisternenbauprogramm gefördert, das inzwischen vielen Personen und Einrichtungen die Eigenversorgung mit Brauchwasser ermöglicht. Darüber hinaus erklärte Bischof Peres, wie die Methodistische Kirche in Brasilien sich zum Ziel gesetzt hat, »die Kirche noch näher zu den Menschen zu bringen«. Mit einem in Jahresthemen aufgeteilten mehrjährigen Programm will die Kirche unter anderem stärker in die Städte hinein wirken, mit dem eigenen kirchlichen Handeln ein Beispiel für Integrität geben, die Verantwortung für die Umwelt hervorheben und die Bedeutung von Einheit lehren und leben. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation in Brasilien hat der »Bischofsrat« der Methodistischen Kirche von Brasilien einen Hirtenbrief gegen Korruption veröffentlicht. Damit setzt die Kirche ein deutliches Signal gegen dieses Laster und unterstützt die an vielen Orten vorhandenen Aktionen von Gemeinden in gleicher Richtung. Die Menschen in Brasilien erwarten die prophetische Stimme der Kirche, die sich auf die Seite der Armen und Entrechteten stellt und den krankmachenden und zerstörerischen Strukturen in der Gesellschaft entgegentritt.

Brasilianischer »Export-Erfolg«

Mit erkennbarem Stolz sind die brasilianischen Methodisten froh und dankbar, dass ihr landesweites sozialdiakonisches Kinder- und Jugendprogramm »Schatten und frisches Wasser« Auslöser war für das in Deutschland im vergangenen Jahr gestartete Programm »Trampolin – Trau dich, spring ins Leben!«. Die neue Leiterin, Keila Guimaraes, wünscht den Methodisten in Deutschland, »dass dieses Programm der EmK auch in Deutschland dazu beiträgt, dass Kinder und Jugendliche eine bessere Zukunft haben«.

Methodistische Schulen mit großem Zulauf

»Wir sind dankbar für die großartige Unterstützung, die wir aus Deutschland erhalten«, drückte der Gesandte der methodistischen Projektpartner aus Mosambik die Dankbarkeit der dortigen Verantwortlichen aus. Pastor Elias betonte besonders »den multifunktionalen Dienst« der Eheleute Claus und Renate Härtner im evangelisch-methodistischen Missionszentrum Cambine. Elias betonte, dass es für die EmK in Mosambik eine große Chance sei, Schul- und Berufsausbildung für junge Menschen anzubieten. Der Staat fördere flächendeckend nur die Grundschulen. Deshalb habe die weiterführende Ausbildung in den evangelisch-methodistischen Schulen einen großen Zulauf. Das Missionszentrum in Cambine sei dafür eine vorbildliche Einrichtung. »Diese über viele Jahre mit großer Unterstützung aus dem Ausland gewachsenen Projekte nachhaltig weiterzuentwickeln, ist eine große Aufgabe«, betonte Frank Aichele, der Leiter der EmK-Weltmission, bei der Kommissionssitzung. Elias bestätigte dies, betonte aber, dass die EmK in Mosambik bereit ist, die Herausforderung anzunehmen.

»Licht spenden« ist das Motto der nächsten Weihnachtsaktion

Die Mitglieder der Kommission zeigten sich sehr erfreut über das Ergebnis der letztjährigen Weihnachtsaktion »Zukunft bauen« der EmK-Weltmission. Der Spendenstand beläuft sich zwischenzeitlich auf über 180.000 Euro. Damit werden die beworbenen Projekte zum Berufsstart von Schreinern, Leitungen zur Wasserversorgung in Cambine und das Neueindecken von Dächern von Gebäuden des Missionszentrums finanziert. Dass damit ebenfalls die Folgen des jüngsten Wirbelsturms, der auch in Cambine viele Dächer abgedeckt und Häuser stark beschädigt hat, behoben werden können, ist »Hilfe zum richtigen Zeitpunkt großer Not«, wie Aichele berichtete. Bei der Kommissionssitzung wurde auch die nächste Spendenaktion für Weihnachten 2017 beschlossen. Unter dem Motto »Licht spenden« werden die westafrikanischen Kirchen in Sierra Leone, Liberia und Nigeria mit solarversorgten LED-Beleuchtungen unterstützt.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.  

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www.emkweltmission.de/mosambik/berichte-aus-mosambik

Zur Information
Die »EmK-Weltmission« ist der für Weltmission und internationale kirchliche Zusammenarbeit zuständige Arbeitszweig der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland. Leiter ist der Missionssekretär Frank Aichele. Der Sitz des Missionsbüros ist in Wuppertal. Die Kommission für Mission und internationale Zusammenarbeit unter der Leitung von Bischöfin Rosemarie Wenner beaufsichtigt die Arbeit und entscheidet über Strategie, Projekte und Haushalt der EmK-Weltmission und entsendet Missionarinnen und Missionare in den internationalen Dienst. Derzeit hat die EmK-Weltmission vier deutsche und drei ausländische Personen mit Ehepartnern und Familien im internationalen Einsatz sowie sieben Jugendliche im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst.
www.emkweltmission.de

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Außerordentliche Generalkonferenz festgelegt

Mi, 04/26/2017 - 09:30

Der internationale Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) hat die schon länger angekündigte außerordentliche Tagung der Generalkonferenz festgelegt auf den 23. bis 26. Februar 2019. Sie findet statt in der am Mississippi gelegenen Stadt St. Louis im US-amerikanischen Bundesstaat Missouri. Eingeladen sind die Delegierten der Generalkonferenz 2016 beziehungsweise deren rechtmäßige Nachfolger oder Stellvertretungen. Den Jährlichen Konferenzen ist es unbenommen, eine Neuwahl ihrer Delegationen durchzuführen. Einziger Verhandlungsgegenstand der außerordentlichen Tagung wird der Bericht sein, den der Bischofsrat vorlegen wird. Dieser Bericht basiert auf der Arbeit der Kommission »Ein Weg in die Zukunft«, die nach einem Beschluss der Generalkonferenz vom Mai 2016 durch den Bischofsrat eingesetzt wurde.

Anhaltendes Gebet für die Einheit der Kirche

Bruce Ough, der für die Region Dakotas-Minnesota zuständige Bischof und Präsident des Bischofsrats, ermutigt die gesamte Kirche, »intensiv und anhaltend dafür zu beten, dass der Heilige Geist in der Kommission und der außerordentlichen Generalkonferenz Durchbrüche bewirkt«. Für Bischöfin Rosemarie Wenner ist diese neue Information ein weiterer aktueller Impuls im Rahmen der Gebetsinitiative »Gebet für unseren Weg in die Zukunft«. Im Rahmen der vom Bischofsrat angestoßenen Gebetskette hat die EmK in Deutschland am vergangenen Sonntag eine Woche lang die Verantwortung übernommen. Bischöfin Rosemarie Wenner erinnert bei dieser Gelegenheit auch daran, die in dieser Woche anstehende Entscheidung des Rechtshofs der EmK im Gebet zu begleiten. Dieses Gremium berät seit gestern bis Freitag (25. bis 28. April) eine Eingabe, ob die Wahl von Karen Oliveto zur Bischöfin rechtens ist. Oliveto, als Lesbierin mit einer Frau verheiratet, war im Sommer letzten Jahres für die im Westen der USA gelegene und die Bundesstaaten Colorado, Wyoming, Montana, Utah und Idaho umfassende Region »Mountain Sky« zur Bischöfin gewählt worden. »Lasst uns die Ereignisse dieser Woche als besonderen Anlass nehmen, um intensiv für den Weg und die Einheit unserer Kirche zu beten«, hebt Bischöfin Wenner den besonderen Auftrag »für die Methodisten in Deutschland« hervor. »Das ist ein wichtiger Dienst, den wir für unsere weltweite Kirche in diesen Tagen tun können.«

Kommission ist seit Januar in Beratungen

Die 32 Personen umfassende Kommission »Ein Weg in die Zukunft« diskutiert seit Januar dieses Jahres die andauernden und unüberbrückbaren Gegensätze zum Umgang mit Homosexualität in der weltweiten EmK angesichts der bestehenden Regelungen, praktizierende Homosexuelle nicht zur Ordination zuzulassen und gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht zu segnen. Die Kommission soll in geistlicher Einheit einen Weg für die weltweit strukturierte EmK entwerfen, der das methodistische Zeugnis an möglichst vielen Orten in der Welt fördert. Dabei soll berücksichtigt werden, dass das Evangelium immer in die jeweilige Umgebung hineinwirkt und deshalb auch regionale und kulturelle Umstände in die Überlegungen einzubeziehen sind.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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Die Kommission »Ein Weg in die Zukunft« wurde bei der Generalkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche im Mai 2016 beschlossen. Grund dafür waren unlösbare Spannungen über Fragen zur menschlichen Sexualität, insbesondere die Ordination Homosexueller oder die Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften betreffend. Im November 2016 wurde die aus 32 Personen bestehende Kommission vom Bischofsrat eingesetzt und hat im Januar 2017 die Arbeit aufgenommen. Aus Deutschland ist Bischöfin Rosemarie Wenner Mitglied dieser Kommission.

Der internationale Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche beaufsichtigt und fördert die zeitlichen und geistlichen Anliegen der Gesamtkirche und sorgt für die Durchführung der von der Generalkonferenz gefassten Beschlüsse. Zum Bischofsrat gehören alle aktiven und im Ruhestand befindlichen Bischöfe und Bischöfinnen der weltweiten EmK.

Foto: © Mike DuBose, UMNS, Gottfried Hamp, © EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Mut zur Versöhnung

Mi, 04/26/2017 - 09:15

Ich bin unglücklich über die Brexit-Entscheidung!« Diesen Satz hörte ich oft beim Frauentreffen der Methodistischen Kirche in Großbritannien in einem großen Konferenzzentrum in Swanwick in Mittelengland. Ich war als Referentin eingeladen. Das Thema lautete: »Welcome, Willkommen, Bienvenue« und ich sprach über Veränderungen in unserer Kirche in Deutschland, weil Menschen in unseren Gemeinden »Willkommen« sagen zu Flüchtlingen und Asylsuchenden. Wie ich es bereits in meiner Botschaft an die Zentralkonferenz getan hatte, entfaltete ich meine Vision von einer Kirche, die abbildet, dass an Gottes Tisch Menschen »von Osten und von Westen, von Norden und von Süden« (Lukas 13,29) willkommen sind. Miteinander sind wir eingeladen, als »Gottes Hausgenossen« (Epheser 2,19) zu leben.

Die vielen Gespräche über die Folgen des »Brexit« verdeutlichten, dass wir in unsicheren Zeiten leben. Gesellschaften driften auseinander. Eine Teilnehmerin des Frauentreffens gab fast entschuldigend zu: »Ich habe für den ›Brexit‹ gestimmt. Das bedeutet nicht, dass ich gegen Europa bin.« In einem guten, offenen Gespräch stellten wir fest, dass sie genauso wie die Gegnerinnen des Brexit Gottes Liebe in die Welt tragen und sich für Mitmenschen einsetzen will. Jemand sagte: »Wir sind immer noch wie gelähmt. Dabei stehen so wichtige Weichenstellungen an, wo die methodistische Stimme vielleicht hilfreich sein könnte. Wie finden wir heraus, was wir gemeinsam sagen können?«

»Sprecht miteinander!«

Mein Rat lautete schlicht: »Sprecht miteinander. Vielleicht hilft es, andere Europäer zu solchen Gesprächen einzuladen. Wer, wenn nicht wir Christen, sollte bereit sein, trotz gegensätzlicher Meinungen miteinander nach dem zu suchen, was nicht nur der Stadt, sondern der Welt Bestes ist?«

Ich musste dabei an Deutschland denken. In meiner Botschaft an die Zentralkonferenz habe ich unter dem Stichwort »Brückenkirche sein« geschrieben: »(In der Kirche) schaffen wir Räume, in denen wir Themen bewegen können, um die andere einen weiten Bogen machen, weil sie Angst vor Streit und Spaltung haben. Wir setzen uns mit der Meinung anderer auseinander und bleiben uns trotz Differenzen als Menschen zugetan. Miteinander ringen wir darum, Gemeinschaft der Verschiedenen aufzubauen und zu gestalten.«

Gemeinden als Ort für politische Debatten

In unserem Land ist Wahlkampf. Wird es uns gelingen, Menschen aus verschiedenen Lagern miteinander ins Gespräch zu bringen? Gemeinden können Vertreterinnen und Vertreter der Parteien einladen und sie fragen, was sie zum Miteinander der Kulturen und Religionen, zu Migration und dem Recht auf Asyl, zu dem Gefälle zwischen Reich und Arm, zu Fragen des Umgangs mit Pflegebedürftigen und Kranken, zu Bildungschancen für Kinder aus armen Familien, zu Ehe und alternativen Lebensformen oder zu Rüstungsexporten sagen. Wir sollten darüber sprechen, wie wir uns eine gute Zukunft für uns und nachfolgende Generationen vorstellen und was wir dazu beitragen können, dass unsere Visionen wenigstens ansatzweise Wirklichkeit werden.

Wer glaubt, dass Christus zusammenhält, was zu zerreißen droht, muss die harten Themen nicht meiden. »Sie denken so positiv«, sagte mir eine Teilnehmerin des Frauentreffens in Swanwick. Sie hatte mir gut zugehört. Ich finde, dass das Evangelium von Jesus Christus, der aus Liebe zur Welt starb und so den Tod überwunden hat, Grund zur Hoffnung ist. Christus hat die Welt mit Gott versöhnt und unter uns das Wort von der Versöhnung aufgerichtet. Wer ihm vertraut, kann verbindend wirken.

Foto: Gottfried Hamp, © EmK-Öffentlichkeitsarbeit
Entnommen aus: »unterwegs« 8/2017

Ein »Feuerwerk an Hoffnung«

Fr, 04/21/2017 - 07:05

Vom kommenden Sonntag an sind die drei Konferenzen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland eine Woche lang mit dem »Gebet für unseren Weg in die Zukunft« an der Reihe. Diese weltweite Gebetskette ist eine Initiative des internationalen Bischofsrats der EmK, um die Arbeit der Kommission »Ein Weg in die Zukunft« zu begleiten.

Förderung des methodistischen Zeugnisses in der Welt

Anlass zur Bildung dieser Kommission waren andauernde und unüberbrückbare Gegensätze zum Umgang mit Homosexualität. Es herrscht Uneinigkeit darüber, ob die bestehenden Regelungen, praktizierende Homosexuelle nicht zur Ordination zuzulassen und gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht zu segnen, beibehalten oder verändert werden sollen. Eine außerordentliche Generalkonferenz im Jahr 2019 soll zu diesen Fragen Entscheidungen treffen. Die Kommission »Ein Weg in die Zukunft« hat den Auftrag, in geistlicher Einheit einen Weg für die weltweit strukturierte Evangelisch-methodistische Kirche zu entwerfen, der das methodistische Zeugnis an möglichst vielen Orten in der Welt fördert. Dabei soll berücksichtigt werden, dass das Evangelium immer in die jeweilige Umgebung hineinwirkt und deshalb auch regionale und kulturelle Umstände in die Überlegungen einzubeziehen sind.

Modelle für ein Leben der Einheit in Vielfalt

»Die große und schwierige Aufgabe der Kommission ist es, nach einem Weg zu suchen, der aus der Sackgasse herausführt«, erklärt Bischöfin Wenner die besondere Herausforderung für die Mitglieder dieser Kommission. Deshalb lädt sie dazu ein, »dass viele Menschen in der österlichen Zeit in ihrer persönlichen Andacht, in Gebetsgemeinschaften und in den Gottesdiensten dafür beten, dass wir der Einheit, die uns in Christus geschenkt ist, sichtbaren Ausdruck geben können«. Besonders sei Gebet dafür nötig, »dass kreative Wege gefunden werden, um die Einheit der Kirche zu bewahren und zu fördern «. Außerdem solle für die Menschen gebetet werden, »die sich wegen ihrer sexuellen Orientierung am Rand der christlichen Gemeinschaft vorfinden, dass sie von Gottes Gnade getragen ihrem Christsein Ausdruck verleihen können und christliche Gemeinschaft erleben«. Obwohl der EmK in dieser Frage eine Spaltung drohe, sieht die noch amtierende EmK-Bischöfin Hoffnung. In der Auslegung eines Wortes aus dem ersten Petrusbrief (Kapitel 1,3) spricht sie von dem durch Jesu Auferstehung gegebenen »Feuerwerk an Hoffnung«. Wer bete, so ist Wenner überzeugt, könne alle Angst bei Gott abladen und Kraft schöpfen, »um der Hoffnung, die uns Jesus schenkt, Ausdruck zu verleihen«.

Anstehende Rechtshof-Entscheidung

Während in Deutschland die Methodisten im Rahmen dieser Initiative für die Arbeit der Kommission beten, ist in der US-amerikanischen EmK das Augenmerk zusätzlich auf den Rechtshof der EmK gerichtet. Dieses Gremium, das über die Auslegung des Kirchenrechts innerhalb der weltweiten EmK zu urteilen hat, ist bei seiner Sitzung von Dienstag bis Freitag nächster Woche mit einer Anfrage befasst, ob die Wahl von Karen Oliveto zur Bischöfin rechtens ist. Oliveto, als Lesbierin mit einer Frau verheiratet, war im Sommer letzten Jahres für die im Westen der USA gelegene und die Bundesstaaten Colorado, Wyoming, Montana, Utah und Idaho umfassende Region »Mountain Sky« zur Bischöfin gewählt worden. Mit der Parallelität dieser Termine sei es, so Bischöfin Wenner, »eine besondere Woche«, in der die Methodisten in Deutschland für die Gebetswoche verantwortlich seien. »Wir wollen für die Mitglieder der Kommission und des Rechtshofs beten. Es geht darum, dass für unsere Kirche Wege gefunden werden, die unsere Einheit erhalten«.

Die Gebetskette startete im Januar dieses Jahres in der Jährlichen Konferenz im Osten des US-amerikanischen Bundesstaates North Carolina und bewegt sich seither im wöchentlichen Wechsel durch die Konferenzen und Regionen der weltweiten EmK. Vom 23. bis 29. April sind die Methodisten in Deutschland zuständig.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
Gebets-PDF (deutsch)
Gebets-PDF (englisch)
»Gebet für unseren Weg in die Zukunft« (PDF)
umcprays.org
Informationen zur Rechtshof-Entscheidung (englisch)

Wöchentliche Gebetsimpulse - ichbetefürmeinekirche.de

Zur Information
Die Kommission »Ein Weg in die Zukunft« wurde bei der Generalkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche im Mai 2016 beschlossen. Grund dafür waren unlösbare Spannungen über Fragen zur menschlichen Sexualität, insbesondere die Ordination Homosexueller oder die Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften betreffend. Im November 2016 wurde die aus 32 Personen bestehende Kommission vom Bischofsrat eingesetzt und hat im Januar 2017 die Arbeit aufgenommen. Aus Deutschland ist Bischöfin Rosemarie Wenner Mitglied dieser Kommission.

Foto: Gottfried Hamp, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Das Grab des Erlösers dieser Welt blieb leer, weil Jesus lebt.

Do, 04/20/2017 - 09:25

Zu dieser Beschreibung passt nur ein Name: Charlie Chaplin – eine amerikanische Filmlegende, ein wunderbarer Künstler, der das 20. Jahrhundert geprägt hat.

Unerwartet dramatisch wurde es um Chaplin noch einmal, nachdem er Ende des Jahres 1977 gestorben war. Nach der Beerdigung in Corsier-sur-Vevey (Schweiz) waren kaum zwei Monate vergangen, als nachts zwei dunkle Gestalten auf den Friedhof schlichen. Erstaunt fand der Wärter am Morgen des 2. März 1978 Chaplins Grab geöffnet vor – der Sarg samt Leichnam war verschwunden. Die Diebe wollten von den Hinterbliebenen 600.000 Schweizer Franken erpressen. Der Plan scheiterte. Die Täter wurden gefasst und die sterblichen Überreste des großen Komikers erneut beigesetzt. Chaplins Witwe ließ danach eine zwei Meter dicke Betonschicht aufgießen. Sie wollte es nicht riskieren, dass noch einmal jemand versucht, den Leichnam ihres Mannes zu entführen. dabei die wahre Osterfreude erleben, die Ihr Herz froh macht und eine Lebensperspektive schenkt, die weit über dieses Leben hinausreicht. Kennen Sie diesen brillanten Komiker noch? Er hatte einen Zweifingerschnurrbart, trug übergroße Hosen und Schuhe, einen Bambusstock in der Hand und eine Melone auf dem Kopf ... Zu dieser Beschreibung passt nur ein Name: Charlie Chaplin – eine amerikanische Filmlegende, ein wunderbarer Künstler, der das 20. Jahrhundert geprägt hat. Unerwartet dramatisch wurde es um Chaplin noch einmal, nachdem er Ende des Jahres 1977 gestorben war. Nach der Beerdigung in Corsier-sur-Vevey (Schweiz) waren kaum zwei Monate vergangen, als nachts zwei dunkle Gestalten auf den Friedhof schlichen. Erstaunt fand der Wärter am Morgen des 2. März 1978 Chaplins Grab geöffnet vor – der Sarg samt Leichnam war verschwunden. Die Diebe wollten von den Hinterbliebenen 600.000 Schweizer Franken erpressen. Der Plan scheiterte. Die Täter wurden gefasst und die sterblichen Überreste des großen Komikers erneut beigesetzt. Chaplins Witwe ließ danach eine zwei Meter dicke Betonschicht aufgießen. Sie wollte es nicht riskieren, dass noch einmal jemand versucht, den Leichnam ihres Mannes zu entführen.

Jesu Grab wurde bewacht

Auch im Fall von Jesus wollten die Verantwortlichen in der jüdischen Führung sicherstellen, dass niemand das Grab anrührt. Jesu Leichnam sollte begraben bleiben. So baten die Hohenpriester und Pharisäer Pilatus darum, sein Grab speziell zu bewachen. Pilatus ordnete dies an. So berichtet das Matthäusevangelium: »Sie gingen hin und sicherten das Grab mit der Wache und versiegelten den Stein« (Matthäus 27,66). Auch das Grab Jesu war gleichsam »zubetoniert« worden: Ein großer Stein lag davor, diesen hatten die Römer versiegelt. Damit würde jedes unbefugte Öffnen entdeckt werden. Zudem sollten Soldaten das Grab bewachen. Doch die Auferstehung konnte trotz all der Sicherheitsvorkehrungen nicht verhindert werden.

Charlie Chaplins Leiche wurde gefunden und ein zweites Mal beerdigt. Jesus dagegen erschien seinen Jüngern, er sprach und aß mit ihnen – 40 Tage lang, bis zu seiner Himmelfahrt. Das Grab des Erlösers der Welt blieb leer, weil Jesus lebt. Seine Auferstehung ist der Grund für unsere Hoffnung!

Hoffnung jenseits unserer Möglichkeiten

Peter Hahne, der bekannte Fernsehjournalist, meint, das Problem unserer Zeit sei, dass wir unser Leben immer auf etwas bauen, das von uns selbst abhängt: von unserer Karriere, unserem Geld, Erfolg, Beruf oder Wissen. Das heißt: Wir setzen unsere Hoffnung immer nur auf das, was wir uns selbst machen können. Damit aber endet an unseren menschlichen Grenzen auch unsere Hoffnung. Wir brauchen ein anderes Fundament. Wir brauchen Jesus Christus, dessen Macht grenzenlos ist. Er hält uns, solange wir leben, und trägt uns, wenn wir sterben. Deshalb ermutige ich Sie: Glauben Sie den ersten Zeugen von Jesu Auferstehung und knüpfen Sie eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus! Sie werden dabei die wahre Osterfreude erleben, die Ihr Herz froh macht und eine Lebensperspektive schenkt, die weit über dieses Leben hinausreicht.

Foto: Vincent van Gogh / La Résurrection de Lazare / wikipedia.org / gemeinfrei
Entnommen aus: »unterwegs« 8/2017

Neuer berufsbegleitender Studiengang an der THR

Mi, 04/19/2017 - 10:00

Im Herbst dieses Jahres startet mit dem Wintersemester 2017/2018 ein neuer Masterstudiengang an der Theologischen Hochschule Reutlingen (THR): Christliche Spiritualität im Kontext verschiedener Religionen und Kulturen. Der Studiengang ist in Modulen konzipiert und richtet sich speziell an Berufstätige. Deshalb finden alle Veranstaltungen, welche die Anwesenheit an der Hochschule erfordern, an Wochenenden statt. Die Module können kompakt im Verlauf von vier Semestern oder über einen längeren Zeitraum gestreckt absolviert werden.

Mit dem neuen Studiengang erweitert die THR ihr Studienangebot. Sie »knüpft damit an das aktuelle Thema der Interkulturalität an«. So erläutert der Rektor der Hochschule, Roland Gebauer, das neue Angebot. Außerdem reagiere die Hochschule damit auch »auf die zunehmende Nachfrage nach berufsbegleitenden Studiengängen«. Die Konzeption dieses Angebots ist in der deutschen Hochschullandschaft einzigartig, vermerkt der Rektor und Professor für Neues Testament und Biblische Theologie durchaus mit einem gewissen Stolz. Derzeit befinde sich der Studiengang in der Akkreditierung und werde im Oktober dieses Jahres mit maximal 20 Personen starten. »Die curriculare Struktur erlaubt eine hohe Flexibilität für die Teilnehmenden«, so Gebauer. Inhaltlich gehe es um Christliche Spiritualität in Bezug zu Bibel, Kirchengeschichte und Ökumene. Darüber hinaus bilden der interreligiöse Kontext, Kunst und Musik sowie kulturelle und gesellschaftliche Bereiche weitere inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung. Bei erfolgreichem Abschluss wird der wissenschaftliche Grad »Master of Arts« verliehen mit der Bezeichnung »M.A. Christliche Spiritualität«.

Der Studiengang setzt Berufserfahrung sowie ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Theologie oder einer verwandten Disziplin voraus. In Frage kommen etwa Religionswissenschaft, Religionspädagogik, Erziehungswissenschaft, Lehramt, Philosophie oder Kulturwissenschaften. Der Studiengang sei interessant für Personen, die in den Berufsfeldern Kirche und Gemeinde, Schule und Bildung, Diakonie, Therapie, Medizin, Pflege und Soziale Arbeit tätig seien. Wie einer Pressemeldung der Hochschule zu entnehmen ist, »knüpft der Studiengang dabei an Erfahrungen mit Spiritualität in einer qualifizierten Berufstätigkeit an, vertieft die Reflexion und ermöglicht die Einübung exemplarischer Praktiken von Spiritualität in eigener Erfahrung oder teilnehmender Beobachtung«. Die pädagogischen, therapeutischen und beratenden Berufe seien besonders im Blick, weil »Fragen der Spiritualität und der interreligiösen und interkulturellen Sensibilität« eine zunehmende Rolle spielen, sagt Rektor Gebauer zur Zielgruppe des Angebots.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
www.th-reutlingen.de/de/studium/master-christliche-spiritualitaet
www.th-reutlingen.de

Zur Information
Die THR bietet allen hauptamtlich Mitarbeitern der Evangelisch-methodistischen Kirche zur Einführung des neuen Masterstudiengangs eine Ermäßigung von 20% auf die Studiengebühren an, wenn die Anmeldung bis zum 15. Juli erfolgt. Alle Module sind auch einzeln als Weiterbildungsangebot belegbar. Bewerbungsschluss ist am 15. September.
Beschreibung der Module, Zeitplan und Studiengebühren

Theologische Hochschule Reutlingen
Die Theologische Hochschule Reutlingen (THR) ist als Einrichtung der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, Österreich und der Schweiz die international ausgerichtete Studienstätte des deutschsprachigen Methodismus. Sie ist eine staatlich anerkannte Hochschule und verleiht die international anerkannten Studienabschlüsse Bachelor of Arts (B.A.) und Master of Arts (M.A.) in Theologie.

Foto: Theologische Hochschule Reutlingen

Der Wert der Arbeit und die Chance freier Zeit

Di, 04/18/2017 - 16:22

Von großer Erleichterung über gelassene Annahme bis hin zur tiefen Lebenskrise reicht die Bandbreite der Erfahrungen beim Eintritt in den Ruhestand. Ende März bot das Seminar zum Thema »Ruhestand – große Freiheit oder neue Verpflichtung?« die Möglichkeit, sich mit diesen unterschiedlichen Aspekten auseinanderzusetzen. Manche der Teilnehmer konnten dabei auf diesen Übergang zurückblicken, andere haben ihn noch vor sich.

Frank Pahnke, psychotherapeutischer Heilpraktiker und Inhaber einer Beratungspraxis in Freudenstadt, gab mit seinem Referat zu »Lebensglück und Zufriedenheit im Seniorenalter« zahlreiche Anregungen zum Weiterdenken. Dabei hob er den Wert der Arbeit, aber auch die Chance von frei verfügbarer Zeit hervor. Es entwickelten sich intensive Gespräche über die jeweils eigenen Bedürfnisse. Auch der Blick auf die Bedeutung dieses Lebensabschnittes für die Seniorenarbeit kam nicht zu kurz. Zum Abschluss wurde der Übergang in den Ruhestand beispielhaft mit einem besonders gestalteten Gottesdienst gefeiert. »Jeder, der nicht teilnahm, hat was Wertvolles versäumt«, meinte ein Teilnehmer zum Ende des Seminars und fügte hinzu: »Wir brauchen noch viel mehr engagierte Multiplikatoren und Weitersager und Mitmacher!«

Die Autorin
Christine Carlsen-Gann ist Referentin im Bildungswerk der Evangelisch-methodistischen Kirche in Stuttgart mit dem Schwerpunkt Seniorenarbeit. Kontakt: c.carlsen-gann(at)emk-bildungswerk.de

Weiterführende Links
www.emk-bildung.de/info-seniorenarbeit

Zur Information
Zum Vormerken: Nächstes Seminar für Verantwortliche und Interessierte in der Seniorenarbeit: 12.-14. April 2018 – »Spiritualität im Alter«. Informationen: c.carlsen-gann(at)emk-bildungswerk.de

Außerdem:
Seniorenrüste in Schwarzenshof – 21. bis 27. August 2017
Seniorenfreizeit in Herrnhut – 3. bis 8. September 2017

Foto: EmK-Bildungswerk

Forschungsobjekt Kirchlicher Unterricht

Di, 04/18/2017 - 06:47

Als Beitrag zum Reformationsjubiläum findet von 3. bis 5. Mai im Erfurter Augustinerkloster das Abschluss-Symposium zur bundesweiten und internationalen Studie zur Konfirmandenarbeit und zum Kirchlichen Unterricht statt. Die dreitägige, in der Konferenzsprache Englisch stattfindende Tagung steht unter dem Thema »Confirmation Work in Ecumenical and International Perspectives« (Konfirmandenarbeit in ökumenischer und internationaler Perspektive).

Während der Konferenz wird der seit 2012 über fünf Jahre hinweg erarbeitete Forschungsstand zu diesem wichtigen Aufgabenfeld kirchlicher Jugendarbeit aus neun europäischen Ländern und den USA präsentiert und diskutiert. Eingeladen sind interessierte Hauptamtliche und Ehrenamtliche aus den Gemeinden sowie Personen in kirchenleitenden Funktionen. Von evangelisch-methodistischer Seite werden Achim Härtner, Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Hochschule Reutlingen, und Tobias Beißwenger, Beauftragter der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) für Kirchlichen Unterricht, mitwirken. Außerdem nimmt Kate Obermueller-Unruh teil, die an der Universität Princeton über den Kirchlichen Unterricht in der US-amerikanischen EmK promoviert.

Über die von Achim Härtner und Tobias Beißwenger durchgeführte bundesweite Studie zum Kirchlichen Unterricht in der EmK erscheint Ende April eine Dokumentation unter dem Titel »Konfirmandenarbeit im freikirchlichen Kontext – Der Kirchliche Unterricht in der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland«. Damit wird diese intensive, über fünf Jahre hinweg durchgeführte Umfrage und Auswertung zur Arbeit des Kirchlichen Unterrichts in der EmK weit über die eigene Kirche hinaus Aufmerksamkeit finden.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links
Symposium in Erfurt vom 3.-5. Mai [Link zum PDF – siehe Anlage – hinterlegen]
Anmeldung zum Symposium [Link zum Word-Dokument – siehe Anlage – hinterlegen]
www.confirmation-research.eu
www.ku-studie.de
www.emk-ku.de

Zur Information
Buch zur Studie: Tobias Beißwenger, Achim Härtner: Konfirmandenarbeit im freikirchlichen Kontext. Der Kirchliche Unterricht in der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, Ergebnisse der bundesweiten Studie 2012–2016, Konfirmandenarbeit erforschen und gestalten, Bd. 9, Gütersloh 2017, 426 Seiten, 49,99 EUR.

Seiten

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