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Aktualisiert: vor 5 Stunden 49 Minuten

»Ohne Lasso«

vor 6 Stunden 17 Minuten

Mit einer kleinen Feier in der Kirchenkanzlei der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Frankfurt am Main wurde George Miller verabschiedet. Vier Jahre lang hat er im Auftrag des internationalen Missions- und Hilfswerks der EmK diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit der EmK in Deutschland wahrgenommen.

Harald Rückert, der Bischof der EmK in Deutschland, dankte George Miller für seinen Einsatz »in einer Zeit kulturellen Umbruchs«. In diesen Jahren, die auch stark durch die vielen in Europa und ebenso in Deutschland ankommenden Flüchtlinge geprägt waren, habe Miller »mit ruhiger Hand« und als »Brückenbauer« die Herausforderungen angenommen und die Gemeinden in ihren unterschiedlichen Situationen begleitet.

Humorvoll erwiderte Miller, der mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen wieder in die USA zurückkehrt, er habe »ohne Lasso« gearbeitet, weil sich nichts erzwingen lasse. Die Zeit in Deutschland sei in den vergangenen Jahren durch sich ändernde politische Konstellationen und viele ankommende Flüchtlinge geprägt gewesen. Aus seinem internationalen Blickwinkel könne er bestätigen: »Die ganze Welt schaut auf Deutschland.« Die Migrantenarbeit der Kirchen und Gemeinden könne dazu beitragen, dass eine Veränderung stattfinde und diese guten Beispiele Ausstrahlung haben. Er selber nehme viele gute Erfahrungen und Impulse mit zurück in die USA.

George Miller kehrt als Pastor der EmK in seine entsendende Konferenz nach New Mexico zurück und erhält dort in der Nähe zur mexikanischen Grenze eine Dienstzuweisung als Gemeindepastor. Seine Frau, Heike Miller, ist Pfarrerin der Evangelischen Landeskirche in Baden und war zuletzt Pastorin der EmK-Gemeinde Ruferkirche in Frankfurt-Höchst. Sie wird in den USA ebenfalls eine pastorale Stelle in der New-Mexico-Konferenz der EmK erhalten. Die Nachfolgeregelung für George Miller ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
www.emk-fluechtlingsarbeit.de

Rivalität und Verbundenheit – auch das bietet der Fußball

Di, 06/19/2018 - 10:00

Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft bat das Kirchenmagazin der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) zwei Pastoren um Einblick in ihre Fußballbegeisterung. Olaf Wischhöfer, Pastor im niedersächsischen Osnabrück, und der im baden-württemberigschen Besigheim wirkende Pastor Lutz Althöfer haben Interessantes zu erzählen.

Gewaltfreie und versöhnliche Fankultur

Wenn ich einen Fußball in die Hand nehme – dieses Gefühl: wie er in der Hand liegt, sein Geruch – dann bin ich elektrisiert, dann will ich spielen; mit anderen zusammen. Ich will Pässe schlagen, Wettkampf spüren, mich körperlich verausgaben und mich einfühlen in einen Raum von Ästhetik aus Bewegungen, Zusammenspiel und Dynamik. Dazu kommt noch der Geruch des Rasens – mir steigt selbst beim Schreiben Wasser in die Augen. Bin ich verrückt? Keine Ahnung! Heute mit 53 Jahren spiele ich selbst kaum noch Fußball. Aber die Erlebnisse sind tief und beglückend in mir verankert. Wer Fußball liebt, weiß, was ich meine. Die Anderen schütteln den Kopf.

Bei mir begann die Liebe zum runden Leder früh. Erst in meiner Jugend wurde ich auch zum Fußball-Fan. Es begann 1979: Der »HSV« wurde Deutscher Meister. Der erste Stadionbesuch in Hamburg bei ausverkauftem Haus: 3:0 gegen den Tabellenführer Kaiserslautern! Seitdem muss ich aufpassen, dass der Fußball nicht mehr Raum in meinem Leben einnimmt, als mir und meinem Umfeld guttut.

Eine neue Note erreichte mein Fan-Gefühl, als sich 2005 der christliche HSV-Fan-Club »Totale Offensive« gründete. Das Ziel: Gemeinsam mit anderen Christen gewaltfreie und versöhnliche Fankultur leben. Mittlerweile haben sich weitere christliche Fan-Clubs anderer deutscher Vereine gegründet, die zusammen auftreten und sich gegenseitig vor dem sportlichen Wettkampf besuchen. Eine besondere Erfahrung von Rivalität einerseits und gleichzeitiger Verbundenheit in Christus. »Danke, Gott, dass die Erde rund ist!«

Olaf Wischhöfer

Der wiederhergestellte Adrenalinhaushalt

Von Kindesbeinen an habe ich zum Leidwesen meiner Eltern alles getreten, was einem Fußball auch nur ähnlich sah. Wenn ich meiner Mutter glauben darf, fing das schon während der Schwangerschaft in ihrem Bauch an: »Es war wie eine ganze Fußballmannschaft «, sagte sie. Mein späterer Schuhverbrauch war ungleich höher als der meiner Geschwister.

Meine Leidenschaft durfte ich später im Verein ausleben: Als Jugendlicher in meiner Heimatstadt beim SuS Lage, im Studium beim VfR Niederwald bei Marburg, später im SV Königsbach bei Pforzheim und zuletzt bei der SG Weitefeld-Langenbach. Bewegend war die Studienzeit in Marburg. Mit dem VfR Niederwald sind wir mehrfach aufgestiegen von der B-Klasse bis in die Bezirksoberliga. An viele berührende Momente denke ich: Der Nervenkitzel bei jedem Spiel hat etwas Berauschendes. Besonders habe ich das bei der Versetzung von Pforzheim nach Weitefeld erlebt. Ich war, wie damals bei einem Wechsel während der Saison üblich, für drei Monate gesperrt. Ich habe darauf hingefiebert, endlich nicht nur trainieren, sondern wieder das Vereinstrikot anziehen zu dürfen. Adrenalingeflutet traf ich im ersten Spiel gleich zweimal – einmal ins Tor des Gegners und dann ins eigene Netz. Im Sportteil der Zeitung hieß es darauf: »Pastor gerecht – Tore für beide.« Aber der erforderliche Adrenalinhaushalt war wieder hergestellt.

Der ist hoch geblieben, solange ich aktiv Fußball gespielt habe. Ihn erlebe ich auch als Zuschauer, wenn Spiele anstehen, die mich interessieren. Die Verbundenheit innerhalb der Mannschaft, die Verbindung mit einem Verein oder einer Mannschaft macht einen wichtigen Teil der Faszination für mich aus. Faszinierend finde ich, wenn die Leidenschaft am Sport spürbar ist bei allen, die spielen, die Mannschaft trainieren und bei den Zuschauern. Skandalgeschichten in »meiner Mannschaft« stören allerdings meine Faszination und auch die Identifikation.

Bis heute freue ich mich auf viele Fußballspiele, die ich, bedingt durch die Dienstzeiten, nicht selten zeitversetzt ansehe. Sie sind nach wie vor ein wichtiger Teil meines Lebens.

Lutz Althöfer

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Die Autoren
Olaf Wischhöfer ist Pastor der EmK in Osnabrück, Lutz Althöfer ist Pastor der EmK in Besigheim. Kontakt: redaktion(at)emk.de

Zur Information
Dieser Artikel erschien im EmK-Magazin »Unterwegs« 12/2018 vom 10. Juni 2018

Sprung ins Vertrauen

Mo, 06/18/2018 - 17:00

Am gestrigen Sonntag endete die Süddeutsche Jährliche Konferenz mit dem Konferenzgemeindetag in Heilbronn. Der Gottesdienst mit der Ordination von drei Pastorinnen, die Angebote für Kinder und Jugendliche sowie die Nachmittagsveranstaltung mit dem Einzug der Kinder von der Kinderkonferenz lockten über 2.000 Erwachsene und Kinder zum großen süddeutschen Konferenz-Gemeindefest der Evangelisch-methodistischen Kirche. Zuvor hatten seit Mittwoch rund 400 Konferenzmitglieder aus den Gemeinden und verschiedenen Arbeitsbereichen der EmK in Süddeutschland in Gerlingen bei Stuttgart getagt und ein inhaltsreiches Arbeitspensum bewältigt.

Mit Gottvertrauen ins Ungewisse

»Du musst springen und erleben, dass der Schirm dich trägt«, beschrieb Bischof Harald Rückert ein persönliches Erlebnis beim Gleitschirmflug. Es war ein Geburtstagsgeschenk, das ihn herausgefordert hatte und jetzt das Thema des Gottesdienstes »Aufbrechen – gemeinsam losfliegen« dynamisch unterstrich. Loslaufen, den Schirm hochziehen und springen. Üben, hinfallen, aufstehen, weiterlaufen und endlich erleben, was Fliegen bedeutet und dass der Schirm tatsächlich trägt! Dieses Aufbrechen werde die Sichtweise auf das Leben deutlich erweitern, ist der Bischof überzeugt. Dafür sei es nötig, »zu entdecken, was wir haben und können« und »sich nicht so sehr mit dem aufhalten, was wir nicht haben und nicht können«. So aufzubrechen sei wie das Wagnis eines Sprungs, so Rückert. Es gehe ins Ungewisse, lebe aber vom Vertrauen darauf, dass »Gott trägt«. Im Rahmen des festlichen Gottesdienstes wurden die Pastorinnen Mareike Bloedt, Elisabeth Kodweiß und Hanna Lehnert ordiniert und Lokalpastorin Bettina Gfell für ihren pastoralen Dienst gesegnet. In den Ruhestand verabschiedet wurden Pastor Friedbert Gruhler und Lokalpastorin Ingrid Felgow.

Aufbruch konkret: Gründung von vier neuen Gemeinden

Am Samstag, dem letzten Tag der dreitägigen Geschäftssitzungen, beschlossen die Mitglieder der Konferenz, vier neue Gemeinden zu gründen. Für die Zeit bis zum Jahr 2021 seien dafür Städte wie Bamberg, Rosenheim, Freiburg, Ingolstadt oder Mannheim im Blick. Für Ingolstadt seien die Pläne bereits fortgeschritten. Eine Gruppe aus der EmK-Gemeinde Jesus-Centrum Nürnberg unterstütze diese Gemeindegründung, indem die Unterstützer sogar nach Ingolstadt umziehen, erklärte der für den Distrikt Nürnberg zuständige Superintendent Markus Jung. Um solche und andere Gemeindegründungs- und Gemeindeentwicklungsprojekte zu fördern, hat die Konferenz außerdem die Einrichtung eines »Fonds für Gemeindeentwicklung« beschlossen.

Aufbruch konkret: Menschen helfen, die Hilfe brauchen

Für die Arbeit mit und unter Asylsuchenden hat die EmK ein deutschlandweites Netzwerk für Kirchenasyl gegründet. Im Rahmen der Konferenztagung wurde Dietmar Honold vorgestellt, der als Ansprechpartner der Gemeinden für alle Fragen rund um Kirchenasyl zur Verfügung steht. Bei ihm werden Informationen und Erfahrungen zusammengetragen, sodass Gemeinden Begleitung in Anspruch nehmen und vom Austausch untereinander profitieren können

Aus dem Ende wird ein Anfang

Ein weitreichender Beschluss wurde für das im Stuttgarter Stadtteil Giebel gelegene Bildungs- und Begegnungszentrum gefasst. Der dortige Beherbergungs- und Seminarbetrieb wird im Verlauf des Jahres 2018 eingestellt. In dem Gebäude wird ein kirchliches Zentrum entstehen, in dem die dort bereits ansässigen EmK-Werke mit weiteren EmK-Einrichtungen der Süddeutschen Konferenz zu einem Verwaltungs- und Tagungshaus zusammengeführt werden. Für Gruppen und Gremien der EmK werden in reduziertem Umfang weiterhin Gästezimmer und Seminarräumlichkeiten zur Verfügung stehen.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
www.emk-sjk.de
Kirchenasyl: www.EmK-flucht.de

Zur Information
Die Süddeutsche Konferenz umfasst 242 Gemeinden mit rund 28.250 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen.

Dienstzuweisungen SJK 2018

Mo, 06/18/2018 - 10:15
Distrikt Heidelberg

Superintendent Carl Hecker (10)

  • Baden-Baden / Loffenau: Erwin Ziegenheim (8)
  • Brombach: Cornelia Trick (5)
  • Bruchsal / Kraichtal: Knut Neumann (6)
  • Darmstadt / Dreieich: Michal Hrcan (10)
  • Dillenburg: Beate Lasch (4)
  • Frankfurt-Innenstadt: Uwe Saßnowski (7), Chi My Nguyen (2)
  • Vietnamesische Gemeinde: Chi My Nguyen (15)
  • Frankfurt-Ruferkirche: Rainer Leo (1)
  • Freiburg: Martin Metzger (3)
  • Friedrichsdorf: Gerald Kappaun (5)
  • Heidelberg: Damaris Hecker (4)
  • Hockenheim: Hanna Lehnert (1)
  • Kaiserslautern: Volker Kempf (7)
  • Kandel / Neustadt / Speyer: Andreas Denkmann (8)
  • Karlsruhe: Daniel Schopf (7), Boglárka Mitschele (5), Petra Siegers (1, Mitarbeiterin im Gemeindedienst), Dominic Schmidt (4)
  • Kirchhain / Marburg: Rolf Held (3), Ulrike Brodbeck (3, Laienpredigerin im Gemeindedienst)
  • Kraichgau: Steffen Peterseim (3),Andreas Heeß (7)
  • Lahr: Martin Metzger (3)
  • Lohra: Rolf Held (3)
  • Mainz / Wiesbaden: Stefanie Schmid (2)
  • Mannheim: Tobias Dietze (3)
  • Mühlheim am Main: Vatroslav Zupancic (1, Lokalpastor), Aufsicht: Carl Hecker
  • Nahe / Hunsrück: Daniel Knierim (3, Pastor auf Probe), Aufsicht: Cornelia Trick
  • Neuenhain im Taunus: Clemens Klingel (6)
  • Pirmasens: Christina Henzler (1)
  • Rothenbergen: Gillian Horton-Krüger (3, Lokalpastorin), Angelika Grob (2, Lokalpastorin), Aufsicht: Gerald Kappaun
  • Saar / Zweibrücken: Joachim Schumann (5)
  • Siegen: Frank Burberg (6), Markus Weber (1)
  • Weitefeld: Frank Burberg (6)
Distrikt Nürnberg

Superintendent Markus Jung (4)

Bayern

  • Ansbach: Reinhard Wick (2)
  • Augsburg: Wolfgang Bay D.Min. (9)
  • Fürth / Erlangen: Robert Hoffmann (1), Akbar Sadeghnezhad (2, Mitarbeiter im Gemeindedienst)
  • Hof: Markus Gumpfer (1, Lokalpastor), Aufsicht: Markus Jung
  • München Erlöserkirche: Jörg Finkbeiner (1), Kamrooz Fartash (3, Lokalpastor)
  • München Friedenskirche: Kurt Junginger (7), Madelaine Strassburg (7, Lokalpastorin)
  • München Peace Church: Christine Erb-Kanzleiter (19)
  • Naila: Markus Gumpfer (1, Lokalpastor), Aufsicht: Markus Jung
  • Nürnberg JesusCentrum: Eberhard Schilling (21), Ruwen Braun (5, Jugendreferent)
  • Nürnberg Pauluskirche: Stefan Veihelmann (12), Wolfgang Rieker (4), Thomas Mühlberger (2)
  • Nürnberg Zionskirche: Birgitta Hetzner (1)
  • Oberfranken: Stefan Schörk (11), Eva Ernst (5, Mitarbeiterin im Gemeindedienst)
  • Schwabach / Weißenburg: Manuel Stemmler (2, Pastor auf Probe), Aufsicht: Wolfgang Rieker
  • Schweinfurt / Würzburg: Andreas Jahreiß (11), Sven Batram (2, Pastor auf Probe)

Württemberg

  • Abstatt-Happenbach: Volker Markowis (6)
  • Backnang: Alexander von Wascinski (3), Anna Marinova (Praktikantin)
  • Beilstein: Ingo Blickle (7)
  • Besigheim / Ottmarsheim: Lutz Althöfer (7)
  • Bietigheim: Stefan Kettner (10)
  • Crailsheim: Holger Meyer (8)
  • Güglingen: Uwe Kietzke (7)
  • Heilbronn: Kerstin Schmidt-Peterseim (3), Tilmann Sticher (12), Rebekka Held (2, Pastorin auf Probe)
  • Murrhardt: Anke Neuenfeldt (3)
  • Öhringen: Martin Brusius (2)
  • Schwäbisch Hall: Ute Armbruster-Stephan (10)
  • Weinsberg: Peter Wittenzellner (2)
  • Wüstenrot / Neuhütten: Anne Oberkampf (8), Catrin Baisch (1, Lokalpastorin)
Distrikt Reutlingen

Superintendent Tobias Beißwenger (1)

  • Albstadt: Walther Seiler (3), weitere Stelle vakant
  • Altensteig: Christine Finkbeiner (6)
  • Ammerbuch-Entringen: David Schwarz (1, Pastor auf Probe)
  • Baiersbronn / Besenfeld: Ralf Schweinsberg (12), Damian Carruthers (3, Pastor auf Probe)
  • Balingen: Reinhold Twisselmann (10)
  • Dornhan: Jürgen Blum (3)
  • Freudenstadt: Michael Mäule (6), Raphaela Swadosch (2, Pastorin auf Probe)
  • Heidenheim/Geislingen: Dr. Jonathan Whitlock (2), Thomas Brinkmann (4)
  • Herrenberg: Alfred Schwarzwälder (8)
  • Konstanz: Volker Seybold (2)
  • Laichingen: Philipp Züfle (3, Pastor auf Probe), Aufsicht: Jürgen Hofmann
  • Metzingen: Bernd Schwenkschuster (9)
  • Mössingen: Frank Mader (2), Wolf-Dieter Keßler (3), Tobias Zucker (1, Jugendreferent)
  • Nagold: Matthias Walter (2), weitere Stelle vakant
  • Nürtingen: Jürgen Hofmann (6), Dorothea Lautenschläger (3, Lokalpastorin), Nadine Karrenbauer (4, Jugendreferentin)
  • Pfullingen: Oliver Lacher (4), Caroline Springer (3, Jugendreferentin)
  • Pliezhausen: Ulrich Ziegler (12), Monika Brenner (3, Lokalpastorin)
  • Reutlingen Erlöserkirche: Tabea Münz (2), Anette Obergfell (4)
  • Reutlingen-Betzingen: Christoph Klaiber (4), Flemming Novak (2, Pastor auf Probe)
  • St. Georgen: vakant, Vertretung: Hans-Wilhelm Herrmann
  • Teck: Stefan Herb (4), Alexandra Neubold (5,Jugendreferentin)
  • Tübingen: Dorothea Lorenz (7)
  • Tuttlingen / Trossingen: Annett Schöllhorn (1, Lokalpastorin), Aufsicht: Hans-Ulrich Hofmann
  • Überlingen / Friedrichshafen: Rouven Bürkle (4)
  • Ulm: Michael Mayer (9), Thomas de Jong (2, Pastor auf Probe), Thomas Widmann (3, Jugendreferent)
  • Villingen-Schwenningen: Hans-Ulrich Hofmann (7), Elisabeth Kodweiß (1)
  • Wangen im Allgäu: Klaus Schroer (8)
Distrikt Stuttgart

Superintendent Siegfried Reissing (8)

  • Aalen / Schwäbisch Gmünd: Rainer Zimmerschitt (8)
  • Asperg: Bernd Winkler (8)
  • Birkenfeld: Marc Laukemann (10)
  • Böblingen: Dr. Hans-Martin Niethammer (8), Ulrike Burkhardt-Kibitzki (1)
  • Calw: Linda Wagner (6)
  • Esslingen: Markus Bauder (11), Almuth Zipf (1, Pastorin auf Probe)
  • Eutingen: Jürgen Fleck (5)
  • FellbachCannstatt: Jochen Röhl (4), Hartmut Hilke (5)
  • Göppingen: Hans Martin Hoyer (7)
  • Knittlingen / Bauschlott: Matthias Hetzner (8)
  • Leinfelden-Echterdingen: Mareike Bloedt (1)
  • Ludwigsburg: Hans-Martin Brombach (9), Kerstin Gottfried (3)
  • Marbach a. N.: Matthias Kapp (2), Stefanie Reinert (3)
  • Mühlacker / Sersheim: Gerhard Bauer (2)
  • Neuenbürg: Burkhard Seeger (5)
  • Nellingen: Klaus Schopf (6, Lokalpastor)
  • Pforzheim: Hans Martin Renno (2), Bettina Gfell (4, Lokalpastorin)
  • Plochingen: Martin Schneidemesser (6)
  • Rutesheim: Gottfried Liese (2), Thomas Schmückle (12)
  • Schönaich: Ellen Widmer (8)
  • Schorndorf: Stefan Reinhardt (7)
  • Sindelfingen: Deborah Burrer (5)
  • Stuttgart-Mitte: Michael Burkhardt (4), Katharina Sautter (1)
  • Stuttgart-Nord: Helmut Rothfuß (2), Rainer Gottfried (6, Lokalpastor)
  • Stuttgart-Vaihingen: Jörg Kibitzki (1)
  • Stuttgart / Frankfurt / Saarbrücken, Ghanaischer Bezirk: Ebenezer Mensah (4)
  • Unteres Filstal: Holger Panteleit (5)
  • Vaihingen an der Enz: Bernhard Schäfer (6)
  • Waiblingen: Michael Löffler (7), Thomas Reich (11, Lokalpastor), Claire Hamer (4, Jugendreferentin)
  • Waiblingen-Hegnach: Dieter Jäger (3)
  • Weissach: Walter Knerr (12)
  • Welzheim / Rudersberg: Matthias Föhl (11)
  • Winnenden: Thomas Mozer (1), Hanna Maier (1, Lokalpastorin)
In besonderen Diensten Im Bereich der Jährlichen Konferenz, Zentralkonferenz und deren Einrichtungen
  • Bildungswerk: Leiter, Wilfried Röcker (6, BK FellbachCannstatt)
  • Kinder- und Jugendwerk: Leiter und Bildungsreferent, Jörg Hammer (8, BK Stuttgart-Nord); Referent für missionarische Jugendarbeit, Klaus Schmiegel (3, BK Ludwigsburg); Jungscharsekretärin (50%), Annette Gruschwitz (4, BK Marburg/Kirchhain); Jugendsekretärin (Nebenamt); Referent für die Arbeit der WesleyScouts (50%), Andreas Heeß (7, BK Kraichgau)
  • Lebenszentrum Ebhausen e.V.: Leiter, Herbert Link (6, BK Nagold)
  • BKB: Berater bei der Veräußerung von Gebäuden (25%), Martin Schneidemesser (4, BK Plochingen)
  • Referat für diakonische und gesellschaftliche Verantwortung: Denise Courbain (1)

Diakoniewerk BETHANIEN e.V Frankfurt, BETHANIEN Diakonissen-Stiftung, BETHESDA Diakonie-Stiftung und Evangelisch-methodistische BETHANIEN-Stiftung

  • Frankfurt, Theologischer Vorstand der BDS, Dr. Lothar Elsner (6, BK Stuttgart-Nord)
  • Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg, Pastorin Ingeborg Dorn (16, BK Heidelberg)
  • Heidelberg, Altenhilfeeinrichtungen, Pastor Helmut Gehrig (13, BK Heidelberg), Hans-Rudolf Münz (3, BK Hockenheim)
  • Koordinator Netzwerk Trampolin, Pastor Dominic Schmidt (2)
  • Stuttgart, Sana-Klinik Bethesda Stuttgart, Leitender Pastor Erhard Wiedenmann (2, BK Stuttgart-Mitte)

Diakoniewerk MARTHA-MARIA

  • Nürnberg: Direktor Andreas Cramer (19, BK Nürnberg Pauluskirche)
  • Nürnberg: Pastor Hans-Christof Lubahn (5, BK Nürnberg Zionskirche)
  • Nürnberg: Pastor Martin Jäger (1, BK Nürnberg Pauluskirche)
  • München: Pastor Reiner Kanzleiter (7, BK München Peace Church)
  • Stuttgart: Pastorin Sabine Wenner (1, Lokalpastorin, BK Stuttgart-Vaihingen)
  • Honau: Pastorin Gerda Eschmann (2, BK Metzingen)
  • Freudenstadt: Gesundheitspark Hohenfreudenstadt, Seelsorger Jürgen Zipf (3, BK Freudenstadt)
  • Wüstenrot Seniorenzentrum: Pastorin Catrin Baisch (1, Lokalpastorin, BK Wüstenrot / Neuhütten)
  • Halle: Theologischer Geschäftsführer, Markus Ebinger (4, BK Halle)
  • Halle: Pastorin Sabine Schober (8, BK Halle)

Evangelisationswerk

Sekretär für missionarischen Gemeindeaufbau: NN

Weltmission

Missionssekretär, Leiter der EmK-Weltmission, Frank Aichele (9, BK Bergisches Land)

Referat Öffentlichkeitsarbeit

Referent, Klaus Ulrich Ruof (13, BK Frankfurt-Ruferkirche)

radio m, Stuttgart

Leiterin, Dagmar Köhring (5, Lokalpastorin, BK Rutesheim)

Theologische Hochschule, Reutlingen

  • Professor Dr. Holger Eschmann (26, BK Reutlingen Erlöserkirche)
  • Professor Achim Härtner (24, BK Reutlingen Erlöserkirche)
  • Professor (Rektor) Dr. Roland Gebauer (21, BK Reutlingen-Betzingen)

Außerhalb der Zentralkonferenz unter Aufsicht einer Konferenz oder Behörde

Missionar Malawi, Olav Schmidt (3, BK Pirmasens)

Pastoren im Ruhestand

Distrikt Heidelberg

Thomas Borrmann, Immanuel Dauner, Wolfgang Dietze, Wolfgang Friedrich, Volker Göhler, Sally Kay Harrington, Günter Hartmann, Lutz Heil, Erich Heß, Thomas Hildebrandt, Rolf Huber, Horst Kerscher, Dieter Klenk, Kurt Kumm, Sieghard Kurz, Reiner Lange, Klaus Liesegang, Marlies Machnick-Schlarb, Horst Marquardt, Gertrud Michelmann, Alfred Mignon, Michael Moerschel, Hans Jakob Reimers, Kurt Scherer, Gerhard Schreiber, Roland Stephan, Hans-Jürgen Stöcker, Karl Unrath, Peter Vesen, Andreas Wagner, Martin Waitzman, Günter Winkmann, Frieder Zabel, Philipp Zimmermann

Distrikt Nürnberg

Winfried Bolay, Rudolf Dochtermann, Manfred Ellermann, Fritz Finkbeiner, Friedbert Gruhler, Christoph Heugel, Ulrich Jahreiß, Werner Jung, Jakob Koch, Lothar Kuhnke (Lokalpastor), Dieter Lampert, Albert Messinger, Paul Nollenberger, Edwin Oesterer, Dietmar Prietz, Klaus Rabe, Dr. Ludwig Rott, Helmut Specht, Hans Straub, Johannes Unold, Gerhard Weidhaas, Hans Weisenberger

Distrikt Reutlingen

Walter Bader, Traugott Bäuerle, Jürgen Bildmann, Norbert Böhringer, Theodor Burkhardt, Martin Bültge, Heinz Burkhardt, Reiner Dauner, Gerhard Ehrenfried, Siegfried Eisenmann, Günter Engelhardt, Adolf Erhard, Margot Fischer, Robert Gaubatz, Ralf Gründler, Werner Hoffmann, Hartmut Hofses, Horst Knöller, Rolf Lengerer, Theo Leonhardt, Diederich Lüken, Herbert Mast, Heinz Moritz, Alwin Neumann, Johannes Niethammer, Bernd Osigus, Kurt Riegraf, Dieter Sackmann, Kurt Schäfer, Werner Schmolz, Heinrich Schroth, Walter Schwaiger, Joachim Seidel, Manfred Sell, Reiner Stahl, Herbert Stumpp, Kurt Wegenast, Helmut Weller, Petar Zunic

Distrikt Stuttgart

Armin Besserer D. Min, Traugott Blessing, Johannes Browa, Ottmar Deiß, Willi Gittinger, Friedhelm Gutbrod, Hans Härle, Eberhard Hauswald, Alfred Herb, Wilhelm Kiemle, Traugott Holzwarth, Günter Klenk, Helmut Knödler, Helmut Kraft, Martin Krauss, Michael Kubica, Karl Layer, Friedrich Macco, Günter Maier, Johannes Schäfer, Joachim Schard, Helmut Schert, Karl Schmid, Herbert Seeger, Richard Spannagel, Hans-Martin Steckel, Walter Strenger, Walter K. Veihelmann, Hans Waitzmann, Ludwig Waitzmann

Bewerber/innen für das Predigtamt - Studierende

An der Theologischen Hochschule Reutlingen

Lea Hornberger (BK Öhringen), Sebastian Hochholzer (BK Wangen im Allgäu), Janina Schmückle (BK Reutlingen Erlöserkirche), Benedikt Hanak (BK Vaihingen / Enz), Nadzeya Kisialevich, Sabbath Mavula

An Universitäten und anderen Ausbildungsstätten

Maximilian Bühler (BK Heidelberg), Nicole Kunkel (BK Thüringer Wald)

Lokalisierte Pastoren / Pastorinnen und Lokalpastoren / Lokalpastorinnen ohne Dienstzuweisung

Lokalisierte Pastoren / Pastorinnen

Alfred Schaar (BK FellbachCannstatt), Volker Schuler (BK Öhringen), Friedemann Burkhardt (BK Birkenfeld)

Lokalpastoren / Lokalpastorinnen ohne Dienstzuweisung

Roswitha Dörner (BK Nürnberg JesusCentrum), Ruth-Regina Eißele (BK Waiblingen), Doris Schilling (BK Nürnberg JesusCentrum)

Mission hat Vorrang

Sa, 06/16/2018 - 14:20

Die Mitglieder der Süddeutschen Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) diskutierten gestern intensiv über die Förderung von Gemeindeentwicklung. Außerdem fand die geplante Wahl für die Nachfolge von Superintendent Carl Hecker ein überraschendes Ende. Am Ende des Tages gedachte die Konferenzgemeinde der Verstorbenen des zurückliegenden Jahres.

Die Einsicht siegt

Die Süddeutsche Konferenz richtet einen neuen »Fonds für Gemeindeentwicklung« ein. Das haben die Konferenzmitglieder nach einer intensiven Debatte beschlossen. Die vier Superintendenten der Konferenz hatten den Antrag eingebracht, um Erlöse aus verkauftem Kirchenvermögen für künftige Gemeindeentwicklungen zur Verfügung zu stellen. Verkauftes Vermögen solle nicht nur zur baulichen oder finanziellen Sanierung der agierenden Gemeindebezirke und auch nicht nur für Rücklagen in den Versorgungsfonds herangezogen werden. »Die Gewinnung von neuen Kirchengliedern« müsse viel stärker in den Blick genommen werden, so die Superintendenten. Das habe einen missionarischen Aspekt, aber für die Zukunft sei das auch in finanzieller Hinsicht bedeutsam, weil diese zu gewinnenden Menschen die kirchliche Arbeit und die Versorgung der Hauptamtlichen dann mittragen. Wenn künftig Gebäude verkauft werden und der Erlös nicht zur Finanzierung eines neuen Gebäudes oder zur Wertsteigerung eines vorhandenen Gebäudes verwendet wird, sind 60 Prozent an die Kirche abzuführen. Die Hälfte dieses Betrages wird für den »Fonds für Gemeindeentwicklung« verwendet, die andere Hälfte kommt dem Versorgungsfonds zugute. Die Konferenzmitglieder diskutierten intensiv über diesen Beschluss. Mission hat Vorrang vor »Vermögensverbrauch« war die gemeinsame Erkenntnis. Trotzdem fiel die mit der Entscheidung in einem Verkaufsfall drohende »Abgabe von dringend selbst benötigten Mitteln« vielen Konferenzmitgliedern nicht leicht. Letztlich siegte die Einsicht – mit überwältigender Mehrheit.

Nachfolge für Heidelberger Superintendentur ungeklärt

»Ich breche die Superintendentenwahl ab, um Schaden von Personen und vom Amt abzuwenden«, hatte Bischof Harald Rückert erklärt und führte die Konferenzmitglieder damit aus einer drohenden Sackgasse. Anlass für diesen außergewöhnlichen Schritt war der Rückzug etlicher vorgeschlagener Kandidaten. Von 20 am Vortag in einer Nominationswahl vorgeschlagenen Personen erklärten fünf, dass sie für eine Wahl nicht zur Verfügung stehen, obwohl sie mit aussichtsreicher Stimmenzahl vorgeschlagen worden waren. Nach dem Abbruch des weiteren Wahlverfahrens ermächtigte die Konferenz den Bischof aus den ordinierten Ältesten der Süddeutschen Konferenz für den Heidelberger Distrikt eine Person ins Superintendentenamt zu berufen. Dieses Verfahren wird dem ähnlich sein, das Ende vergangenen Jahres nötig wurde, als für die drohende Vakanz in der Reutlinger Superintendentur zügig eine Nachfolgelösung gefunden werden musste. Eine sich anbahnende Grundsatzdiskussion über das Wahl- und Berufungsverfahren ins Superintendentenamt wurde vertagt. Es wird erwartet, dass die nächste ordentliche Generalkonferenz im Jahr 2020 das Kirchenrecht so verändern wird, dass eventuell auch das Berufungsverfahren von Personen ins Superintendentenamt davon betroffen ist.

Vom Zurücklassen und Loslassen

Den geistlichen Rahmen des Tages bildete die Morgenandacht und der abendliche Gedächtnisgottesdienst. Zum Auftakt des Tages mündeten Gesine von Postels Gedanken in der Frage: »Was könnte ich hinter mir lassen?« In einer Art Fantasiereise verband das Laienmitglied der Schweinfurter EmK-Gemeinde die drei unterschiedlichen Nachfolgereaktionen von Menschen in der Begegnung mit Jesus (Lukas 9,57-61) mit dem Leben einer jungen Frau. Deren Frage war, was sie an Hinderlichem zurücklassen müsse, um aufbrechen zu können. Von Postel ermutigte ihre Zuhörerschaft, sich diese Frage auch zu stellen und im Vertrauen auf Gott das zurückzulassen, was als hinderlich erkannt wurde.
»Der Segen erleichtert das Loslassen« war die Botschaft im Gedächtnisgottesdienst. Im Gedenken an verstorbene Pastoren, Pastorenfrauen und Pastorenwitwen sowie an verstorbene Laien aus der Dienstgemeinschaft der Konferenz sprach Stefanie Reinert Trost zu. »Du darfst es gut sein lassen«, sagte die im Gemeindebezirk Marbach am Neckar wirkende Pastorin. Der Segen erleichtere das Loslassen und führe zur Erkenntnis, dass »das gelebte und das ungelebte Leben« in Gottes Hand liege. Darüber stehe Gottes Zusage: »Ich mache es heil und bringe es zum Ziel.«
Während der Feier in der evangelischen Petruskirche in Gerlingen wurde insgesamt 19 verstorbener Personen gedacht: der Pastoren Reinhard Gebauer, Kurt Kircher, Werner Matthäus, Gerhard Kolb, Theodor Mann, Erich Mammel, Richard Bürkle, Johannes Riedinger und Kurt Bank; der Pastorenfrauen oder Pastorenwitwen Irene Marquardt, Ruth Unold, Waltraud Kröner, Odette Waitzmann, Gertraud Deiß, Emma Riedinger und Marta Volz; sowie Reinhold Jeuther, Heike-Ruth Klaiber und Diakonisse Rose Häußermann.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführender Link
www.emk-sjk.de

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Die Süddeutsche Konferenz umfasst 242 Gemeinden mit rund 28.250 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen.

Hausverbot für Sturheit und Starrsinn

Fr, 06/15/2018 - 10:00

Der erste Sitzungstag der Süddeutschen Jährlichen Konferenz war am gestrigen Donnerstag stark von inhaltlicher Auseinandersetzung geprägt. Bischof Harald Rückert legte mit der Morgenandacht und seinem Bischofswort die Spur zum Nachmittag. Anschließend wurde zwei Stunden lang in Arbeitsgruppen über den »Weg in die Zukunft« für die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) intensiv gesprochen. Doch der Reihe nach: 

»Vielleicht« oder »gewiss«?

»Vielleicht ist das Weinen über meine Gemeinde und Kirche ein heilsamer Ansatzpunkt für den Aufbruch«, war einer der bewegenden Sätze in der Morgenandacht von Bischof Harald Rückert. Im auszulegenden Bibeltext ging es um die Vertreibung der Händler aus dem Tempel (Lukasevangelium 19,45-48). Rückert verwies in seiner Auslegung auf die der Vertreibungsaktion vorausgehende Szene, in der Jesus beim Anblick der Stadt Jerusalem weinen muss. »Alles beginnt mit dem Weinen«, hob der Bischof die Bedeutung dieser Szene hervor. Jesus trauere darüber, dass Jerusalem und sein geliebtes Volk nicht begreifen und sehen, was dem Frieden diene. Deshalb sei »das ehrliche Weinen ein heilsamer Ansatzpunkt«, weil »ich ehrlich werde und mich meiner Angst, meiner Hilflosigkeit, meinem Versagen und meiner Sehnsucht öffne«. Erst nach dem Weinen habe Jesus mit der Vertreibung der Händler und der Erteilung von »Hausverbot im Tempel« das Fehlverhalten dieser Leute heftig kritisiert. Dieses Stichwort »Hausverbot« übertrug Rückert ins »Heute«. Statt Menschen Hausverbot zu erteilen, gehe es heute vielmehr um »Hausverbote für menschliche Haltungen, die Anderen im Weg stehen, um zu Gott zu kommen«. So seien dem Kleinglauben und Pessimismus, der Unversöhnlichkeit und Rechthaberei oder der Sturheit und dem Starrsinn Hausverbot zu erteilen. »Weinen und Hausverbot« seien so »vielleicht heilsame Anknüpfungspunkte für unseren Aufbruch«, schlussfolgerte Rückert. Der aufkeimenden Irritation über das so unsicher klingende »vielleicht« setzte der Bischof nach einer kleinen Verzögerung ein kräftiges »Nein, gewiss!« entgegen.

Erlaubt, ausgesprochen, ernstgenommen

Wie bereits bei den vorangegangenen Tagungen der Norddeutschen und Ostdeutschen Konferenz, richtete Bischof Rückert auch eine Botschaft an die Mitglieder der Süddeutschen Jährlichen Konferenz. Angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen im Allgemeinen und der aktuellen Diskussion innerhalb der EmK über Fragen der Homosexualität im Besonderen, griff Rückert einmal mehr das Wortpaar »Einheit und Vielfalt« auf. Er beobachte, »dass gerade die Spannung von Einheit und Vielfalt und das Sprechen darüber für manche Menschen in unseren Gemeinden ein schwieriger, und ein mit Befürchtungen und Sorgen und Ängsten beladener, Bereich ist«. Das offene und geistliche Ringen in der Kirche scheint ihm an einigen Stellen schwieriger geworden zu sein. Besonders die Fragen in der Bewertung von Homosexualität und der Umgang mit homosexuellen Menschen scheinen das Potenzial zu haben, »unser vertrauensvolles Miteinander zu beschädigen, uns wieder in längst überwunden geglaubte Lager aufzuteilen und uns in Einzelfällen gegenseitig den Glauben in Frage zu stellen oder gar abzusprechen«. Ansatzpunkte für hilfreiche Wege gebe es in der frühen Geschichte des Methodismus bei John Wesley zu finden, so der Bischof. John Wesley habe immer wieder den hilfreichen Satz »im Wesentlichen Einheit, im Strittigen Freiheit, über allem die Liebe« zitiert. Außerdem habe Wesley schon ganz früh als »Kennzeichen eines Methodisten« eine Haltung beschrieben, die von großer Freiheit geprägt sei: »In allen Fragen, die nicht die Wurzel des Christentums treffen, halten wir es mit der Regel: denken und denken lassen.« Deshalb, so Rückert weiter, seien unterschiedliche Sichtweisen und Erkenntnisse »erlaubt«, dürften »ausgesprochen« und müssten »ernstgenommen« werden, »solange wir einander nicht den Glauben absprechen, solange wir einander nicht verletzen und solange wir uns immer wieder bewusst machen: Vielleicht hat ja auch mein Gegenüber ein bisschen mehr Recht, als ich.« Wenn das die Grundhaltung sei, könne es gelingen, dass die EmK in der Diskussion und Entscheidungsfindung über der Frage der Homosexualität »in Einheit und Freiheit« beieinander bleibe. Dafür bete er und setze sich mit ganzer Kraft ein.

Wirksame vier Minuten

Auf Basis der morgendlichen biblischen Besinnung und des Bischofsworts wurde es für die Konferenzmitglieder daraufhin konkret und persönlich. In 13 Gesprächsgruppen diskutierten fast 400 Delegierte zwei Stunden lang über den vom internationalen Bischofsrat der EmK vorgelegten Vorschlag, wie der Weg in die Zukunft für die EmK angesichts der heftigen Auseinandersetzungen um die Frage der Homosexualität aussehen soll. Als sei es von langer Hand so geplant gewesen, fiel in die Anfangsphase der Gesprächsrunden die Gebetszeit, zu der der Bischofsrat seit Anfang Juni einlädt. Um 14.23 Uhr wurden die Gespräche für vier Minuten unterbrochen, um für den »Weg in die Zukunft für die EmK« zu beten. Mit den Ziffern der Uhrzeiten 2:23 Uhr bis 2:26 Uhr wird an das Datum der im kommenden Jahr vom »23.2. bis 26.2.« stattfindenden außerordentlichen Generalkonferenz erinnert, die sich vier Tage lang mit der weitreichenden Entscheidung in der Auseinandersetzung um Homosexualität zu beschäftigen hat.

In den Gesprächsgruppen war eine große Offenheit spürbar für ein faires und achtungsvolles Ringen. Getragen vom Wunsch nach Bewahrung der Einheit der Kirche, wurden trotz alledem auch kontroverse Überzeugungen eingebracht und diskutiert. Eine der Gruppen diskutierte die »Entdeckung«, dass es immer ethische Fragestellungen waren, die in der methodistischen Geschichte zu heftigen Auseinandersetzungen führten, so beispielsweise die Sklavenfrage, die Frauenordination und jetzt die Homosexualitätsdebatte. In dogmatischen Fragen gebe es oft große Freiheit, während die meistens stark von Kultur und Gesellschaft geprägten ethischen Fragestellungen zu heftigen Auseinandersetzungen und Spaltungen geführt hätten. In einer anderen Gruppe wurde die von John Wesley verwendete hilfreiche Unterscheidung der Begriffe »essentials« (englisch für Wesentliches oder Hauptmerkmale) und »opinions« (englisch für Ansichten, Meinungen, Auffassungen) diskutiert. Laut Wesley sind »Umkehr, Glaube und Heiligung« Hauptmerkmale der biblischen Botschaft. Für viele Bereiche des alltäglichen Lebens und Glaubens müssten aber unterschiedliche Meinungen und Auffassungen zugestanden werden im Sinne von »denken und denken lassen«. Dass das nicht einfach ist, zeigten die engagiert geführten Gesprächsrunden. Dass es möglich ist, zeigte die Atmosphäre in den Gesprächsrunden. Ob das Konzept tragfähig sein wird, muss die außerordentliche Generalkonferenz im kommenden Jahr beweisen. Dafür lohnt es sich, jeden Tag um 14.23 Uhr drei bis vier Minuten lang zu beten.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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Einladung zum Beten und Fasten

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Die Süddeutsche Konferenz umfasst 242 Gemeinden mit rund 28.250 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen.

»Die Menschen sind sehr kreativ«

Fr, 06/15/2018 - 05:42

Neun Zeitzonen umfasst das Gebiet, für das Bischof Eduard Khegay zuständig ist. »Wir haben etwa hundert Gemeinden von Kaliningrad im Westen bis Wladiwostok und Chabarowsk im Osten«, erläutert der Bischof. Die drei Städte liegen in Russland zwischen Ostsee und Pazifik. Der Bischofssprengel der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), genannt Eurasien, umfasst Russland, Weißrussland, die Ukraine, Moldawien sowie in Zentralasien Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan. Damit das riesige Gebiet effizient verwaltet werden kann, gibt es fünf Jährliche Konferenzen und Provisorische Jährliche Konferenzen. In Russland und Zentralasien hat die EmK derzeit 1.360 Kirchenglieder und 124 Pastorinnen und Pastoren.

Revolution 1917 und Aufbruch nach 1991

Missionare der Bischöflichen Methodistenkirche aus Skandinavien gründeten 1889 in und um St. Petersburg, der damaligen Hauptstadt des Russischen Reiches, die ersten methodistischen Gemeinden des Landes. Khegay erläutert: »Es gab auch missionarische Aktivitäten im östlichen Teil Russlands wie in der Mandschurei, beispielsweise durch die Bischöfliche Methodistenkirche des Südens aus den USA.« Der Methodismus wuchs in Russland. Aber »1917 ereignete sich die kommunistische Revolution und kurz darauf wurden viele Gemeinden geschlossen und verboten – nicht nur methodistische, sondern aller christlichen Kirchen«, berichtet Khegay. Nur zwei methodistische Gemeinden hätten die Zeit der Sowjetunion überdauert, eine in Estland, die andere in der westlichen Ukraine.

»1991 brach die Sowjetunion zusammen und wir erfuhren viel größere Freiheit, Religionsfreiheit und das Land wurde offen und demokratisch«, schildert Khegay. Mit der Hilfe vieler Missionare aus vielen Ländern, auch aus Deutschland, konnten in Russland wieder Gemeinden gegründet werden.

Die Herausforderungen heute

Bevor Eduard Khegay Pastor der EmK wurde, schloss er ein Ingenieurstudium ab. Er stammt aus Kasachstan. Über Russland erzählt er: »Ich liebe Russland sehr und mag die Russen.« In Russland mit seinen etwas mehr als 140 Millionen Einwohnern sei nach dem Fall der Sowjetunion eine neue Generation herangewachsen. Das habe eine neue Wirklichkeit, neues demokratisches Leben geschaffen und es gebe viele Möglichkeiten. »Die Menschen sind sehr kreativ«, hat Khegay beobachtet.

Die EmK-Gemeinden seien »noch sehr klein«, auch wenn man sie mit anderen protestantischen Gemeinden vergleiche. »Deshalb haben wir viel Arbeit vor uns und müssen die Bevölkerung darüber aufklären, wer wir als evangelisch-methodistische Christen sind, die immer leidenschaftlich die gute Nachricht von Jesus Christus weitersagen. Und wir haben diakonische Arbeit zu tun, wie Menschen in Not zu helfen.« Es gebe viel Not in Russland, weil die Wirtschaft nicht so gut laufe wie gewünscht. »Es gibt viele Herausforderungen für Menschen mit Behinderungen«, berichtet Khegay weiter, »und viele Menschen leben noch in Armut.« Auch der Alkoholismus sei ein großes Problem. Seit kurzem gebe außerdem das Thema Religionsfreiheit zum Nachdenken Anlass. »Sie ist jetzt sehr eingeschränkt«, berichtet der Bischof, »aber ich weiß, dass die russischen Menschen sehr kreativ und widerstandsfähig sind, weshalb sie nie aufgeben.« Bischof Eduard Khegay ist »dankbar, dass wir die gute Nachricht in unserem Land weitergeben können«.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Reinhold Parrinello ist ehrenamtlicher Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland. Er lebt in Nürnberg. Kontakt: reinhold.parrinello(at)emk.de.

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The United Methodist Church in Eurasia (englisch)

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Dieser Artikel erschien im EmK-Magazin »unterwegs« 12/2018 vom 10. Juni 2018

Komplett umgekrempelt

Do, 06/14/2018 - 10:49

Am gestrigen Mittwoch wurde die noch bis Sonntag dauernde Süddeutsche Jährliche Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) mit einem Gottesdienst unter Leitung von Pastorin Mareike Bloedt und Pastor Hartmut Hilke eröffnet. Rund 600 Konferenzmitglieder und Gäste erlebten in der Stuttgarter Stiftskirche unter dem Konferenzmotto »Aufbrechen« einen abwechslungsreichen Abend.

Sich für unkonventionelle Gedanken öffnen

Dass sich »Aufbrechen« als Thema mutig anhört, aber in Wirklichkeit gar nicht so einfach ist, legte der Superintendent des Stuttgarter Distrikts, Siegfried Reissing, in seiner Predigt dar. Darin ging es um den Apostel Paulus, der durch eine Begegnung mit Christus »aufgebrochen« und völlig verändert wurde. Hatte er zuvor noch mit Eifer und blinder Wut Christus und die Christen verfolgt, »lernte er nun, neu zu sehen und zu denken«, so Reissing. »Letztlich krempelt er seine gesamte Theologie komplett um«, beschrieb der Prediger dieses für Paulus so einschneidende Erlebnis. So richtete Reissing zum Ende der Predigt hin die Frage an die Gottesdienstgemeinde, ob sie bereit sei, sich wie Paulus »aufbrechen zu lassen«. »Sind wir offen für das, was Christus an und mit seiner Kirche vorhat?« Das könnte auch, wie bei Paulus, bedeuten, dass Gott »einen anderen Weg« zeigen könnte, »ob wir nun damit rechnen oder nicht«. Dazu gehöre die Bereitschaft, sich von neuen Gedanken und Ideen anrühren zu lassen. »Vielleicht geschieht Gottes Aufbruch bei uns ja genau dort, wo Menschen sich dafür öffnen, dass da jemand neue, ungewohnte und unkonventionelle Gedanken hat«, schlussfolgerte Reissing aus der Erfahrung des Paulus.

Vieles ausprobieren, möglichst alle mitnehmen

Im Gottesdienst und bei einem vorausgehenden Empfang überbrachten ökumenische Gäste Grüße aus verschiedenen Kirchen. Zu Wort kamen der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden Württemberg, Pfarrer Albrecht Haizmann, der Stadtdekan der evangelischen Landeskirche in Stuttgart, Sören Schwesig, der Leiter der Herrnhuter Missionshilfe der Evangelischen Brüder-Unität aus Bad Boll, Pfarrer Raimund Hertzsch, die Prälatin der evangelischen Landeskirche in Württemberg und Pfarrerin an der Stiftskirche, Gabriele Arnold, sowie Bernhard Kees vom Stadtdekanat Stuttgart als Vertreter der römisch-katholischen Kirche. Alle Grußredner ließen sich vom »Aufbrechen«-Motto inspirieren. »Aufbrechen« bedeute »Vieles ausprobieren, aber möglichst alle mitzunehmen«, sagte beispielweise der Vertreter der römisch-katholischen Kirche. Er und die anderen Gäste knüpften daran ermutigende Wünsche für die Tagung der Süddeutschen Konferenz.

Bereits am Nachmittag hatten sich rund 150 Frauen in der Hoffnungskirche der EmK in der Stuttgarter Innenstadt zum Konferenzbegegnungstag der Frauen getroffen. In einem bunten Programm mit Interviews, Workshops und Zeit für Begegnung ging es auch in dieser Veranstaltung um die verschiedenen Aspekte, wie Aufbruch geschieht und was sich dadurch im Leben verändert.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

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Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

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Windhose beschädigt EmK-Schule in Sierra Leone

Mi, 06/13/2018 - 13:15

In der vergangenen Woche hat ein heftiger Sturm die Njagboima-Schule in Bo im westafrikanischen Sierra Leone stark beschädigt. Mehrere Dächer wurden dabei abgedeckt.

Die Weltmission der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) unterstützt schon seit einigen Jahren die Arbeit der Njagboima-Schule in Bo. Diese wird von der EmK als weiterführende Schule betrieben. Das aus Mitteln der EmK-Weltmission finanzierte, zweistöckige Gebäude der Bildungsreinrichtung mit Solaranlage und Computerraum hat den Sturm gut überstanden. Allerdings seien die Schäden an anderen Gebäuden auf dem Campus sehr umfangreich. Der Leiter der EmK-Weltmission, Frank Aichele, ist dankbar, »dass der Sturm nur Gebäudeschäden verursacht hat, aber niemand verletzt wurde«. Eine Bestandsaufnahme habe recht hohe Kosten für die Instandsetzung ergeben, teilt Frank Aichele mit.

Die EmK-Weltmission werde laut Aichele in der kommenden Woche in Absprache mit den Schulbetreibern in Sierra Leone einen Beitrag zur Unterstützung der Instandsetzungsmaßnahmen überweisen.

Bildnachweis: Jan Ulric Janietz, EmK-Weltmission

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Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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www.emkweltmission.de/sierra-leone/berichte-sierra-leone/sturm-beschaedigt-schule-stark
www.emkweltmission.de
Storm shuts down United Methodist schools in Sierra Leone (englisch)

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Spenden für die Instandsetzungsmaßnahmen können unter dem Stichwort »Sturmschäden Njagboima« auf das Konto der Weltmission überwiesen werden.
EmK-Weltmission: IBAN: DE65520604100000401773; BIC: GENODEF1EK1
Für den Erhalt einer Zuwendungsbescheinigung bitte im Verwendungszweck Anschrift (Straße und PLZ) angeben

Den Aufbruch gestalten

Di, 06/12/2018 - 10:55

Gerlingen, Stuttgart und Heilbronn werden vom 13. bis 17. Juni zum Treffpunkt der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) im Süden Deutschlands. Rund 400 Delegierte treffen sich unter dem Motto »Aufbrechen« zur Süddeutschen Jährlichen Konferenz, dem Kirchenparlament der EmK in Süddeutschland, das die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie Teile von Nordrhein-Westfalen umfasst.

Nach »Investieren« und »Dranbleiben« heißt es jetzt: »Aufbrechen«

Die Konferenztagung startet am Mittwoch in Stuttgart mit dem Frauennachmittag zum Thema »Aufbrechen – ich bin dann mal weg« in der evangelisch-methodistischen Hoffnungskirche in der Stuttgarter Innenstadt. Am Mittwochabend ist der Eröffnungsgottesdienst in der Stiftskirche. Die Geschäftssitzungen finden ab Donnerstag in der Stadthalle Gerlingen statt. Mit dem Motto »Aufbrechen« setzt die EmK in Süddeutschland die Themenschwerpunkte »Investieren« und »Dranbleiben« aus den beiden vergangenen Jahren fort.

Fonds für Gemeindewachstum geplant

Die Superintendenten setzen mit ihrem Bericht erneut einen Schwerpunkt für die Beratungen. Dabei geht es um die Weiterarbeit an dem vor zwei Jahren entstandenen Strategiepapier, das die Gemeindebezirke dazu anleiten sollte, missionarisch effektiv zu arbeiten, ihre Aufgabe an den Menschen kraftvoll wahrzunehmen und eine Perspektive in die Zukunft zu entwickeln. In diesem Jahr schlagen die Superintendenten finanzielle Regelungen vor, die der Förderung missionarischer Arbeit dienen sollen, wozu auch die Einrichtung eines Fonds für Gemeindewachstum gehört. Außerdem stellen die Superintendenten Überlegungen an, wie das Dienstzuweisungssystem für Pastoren und Pastorinnen weiterentwickelt werden kann. Um neue Dienstzuweisungen flexibler handhaben zu können, sei es nötig – so eine der Schlussfolgerungen –, dass Vakanzen für Bezirke »normaler« werden und dass diese mancherorts auch länger als ein Jahr dauern könnten.

Kirchliches Verwaltungszentrum in Stuttgart-Giebel geplant

Vom Ausschuss für Evangelisation liegt ein Antrag vor, dass die Süddeutsche Konferenz in den Jahren 2018 bis 2021 vier neue Gemeinden innerhalb des Konferenzgebiets gründet. Damit soll ein Beschluss der Zentralkonferenz aus dem Jahr 2012 konkret umgesetzt werden. Ein weiteres Gesprächsthema wird die Arbeit mit Migranten und Asylsuchenden sein. In diesem Bereich engagieren sich bereits viele Gemeinden. Zwischenzeitlich gibt es diverses Arbeitsmaterial in unterschiedlichen Sprachen und Anleitungen, wie Asylsuchende in den Anhörungen und Verhandlungen zur Anerkennung ihres Asylgesuchs begleitet werden können. Ein weitreichender Antrag liegt für eine Umnutzung des im Stuttgarter Stadtteil Giebel gelegenen Bildungs- und Begegnungszentrums vor. Der dortige Beherbergungs- und Seminarbetrieb soll, so sieht es der Beschlussantrag vor, eingestellt werden. Stattdessen soll in dem Gebäude ein kirchliches Verwaltungs- und Tagungszentrum entstehen, in dem die dort bereits ansässigen EmK-Werke mit weiteren EmK-Einrichtungen der Süddeutschen Konferenz zu einem Verwaltungszentrum zusammengeführt werden. Ein deutlich reduzierter Tagungsbetrieb mit Gästezimmern und Seminarräumlichkeiten soll für Gruppen und Gremien der EmK weiterhin zur Verfügung stehen. Eine ausführliche Diskussion über diesen Antrag ist zu erwarten.

Gemeindetag am Sonntag in Heilbronn

Den Abschluss der Konferenztagung bildet am Sonntag, dem 17. Juni, der Gemeindetag im »Redblue-Veranstaltungscenter« in Heilbronn. Dort werden über 2.000 Personen aus ganz Süddeutschland zu zwei Gottesdiensten am Vormittag und Nachmittag sowie Angeboten für Kleinkinder, Kinder und Teenies sowie einem großen Erlebnisangebot in der Mittagspause erwartet.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

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Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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Die Süddeutsche Konferenz umfasst 242 Gemeinden mit rund 28.250 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen.

»Meine Überzeugung ist möglicherweise Stückwerk«

Sa, 06/09/2018 - 06:48

Anlass für eine Kolumne von Bischof Harald Rückert im zweiwöchentlich erscheinenden Kirchenmagazin »unterwegs« der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) waren Reaktionen in den Sozialen Medien auf die Empfehlung des internationalen Bischofsrats der EmK. Dieser hatte sich für einen »Weg in die Zukunft« für die weltweite Evangelisch-methodistische Kirche ausgesprochen, um eine Lösung in den strittigen Fragen zur Homosexualität zu finden. Die Kritik an dieser Empfehlung war heftig. Es brauche einen anderen Umgang miteinander, empfindet Bischof Rückert und führt das in seiner Kolumne aus:

Anfeindungen und Hass fast schon normal

Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich in den letzten Jahren etwas grundlegend verändert hat. Liegt es an der Wahrnehmung, die mit dem fortschreitenden Lebensalter einhergeht, oder ist tatsächlich eine Veränderung in unserer Gesellschaft geschehen? Mir scheint, der Ton ist rauer geworden. Besonders der Umgang mit Meinungen oder Überzeugungen, die nicht der eigenen Sichtweise entsprechen, ist härter geworden. Viele Medien – besonders die sogenannten »Sozialen Medien« – tragen dazu bei. Beleidigungen und Unterstellungen, Anfeindungen und Hass sind hier fast schon normal.

Beschimpfungen: unbarmherzig und pauschal

Auch als Kirche sind wir davon nicht verschont. Wir sind offenbar Kinder unserer Zeit. Die Entscheidung des Bischofsrats mit der Empfehlung für einen »Weg in die Zukunft« war noch keine 20 Minuten veröffentlicht, als eine Flut wüster Beschimpfungen und unbarmherziger Urteile in den Sozialen Medien losbrach. Unterschiedslos und pauschal wurde über Bischöfinnen und Bischöfe, aktiv oder im Ruhestand, hergezogen. Uns wurde die Befähigung zur Leitung der Kirche abgesprochen und Verrat an der biblischen Botschaft aus niedrigen Motiven unterstellt. In einigen Beiträgen wurde uns allen sogar der richtige Glaube abgesprochen. Warum? Weil die Empfehlung des Bischofsrats nicht der eigenen – konservativen oder liberalen – Meinung entsprach.

Erkenntnis bleibt Stückwerk

Beim ernsthaften, ehrlichen und geistlichen Ringen während des Bischofsrats wurde mir eine innere Haltung wichtig, die in einem der uns vorliegenden Berichte mit »convicted humility« bezeichnet war. Dieser englische Ausdruck ist schwer zu übersetzen. Am ehesten lässt er sich mit »Überzeugung in Demut« wiedergeben. Damit wird eine geistliche Haltung beschrieben: Ich darf eine eigene Überzeugung haben und diese auch klar formulieren. Ich gestehe aber zu, dass meine Überzeugung möglicherweise fehlbar ist und meine Erkenntnis Stückwerk. Deshalb will ich demütig sein und ernstnehmen, dass meine Ansicht vielleicht Korrektur braucht. Wenn wir in dieser Haltung ehrlich um unterschiedliche Überzeugungen ringen, wird es nicht mehr darum gehen, einen Streit zu gewinnen oder am Ende Recht zu behalten. Dann haben wir das gleiche Ziel vor Augen: miteinander nach Gottes Weg in die Zukunft zu fragen.

Nur veränderte Menschen verändern die Welt

Überzeugung gepaart mit Demut – das wünsche ich mir für unsere Gespräche in den Gemeinden. Nicht nur, wenn es um das Thema Homosexualität geht, das uns als Kirche derzeit stark herausfordert. Überall, wo wir uns mit unterschiedlichen Meinungen und Erkenntnissen auseinandersetzen, kann Überzeugung in Demut das Gespräch erleichtern. Das wünsche ich mir für unser Miteinander in unserer Kirche. Wenn uns das gelingt, können wir auch in unserer Gesellschaft zur Veränderung beitragen.

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Harald Rückert ist Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland. Der Dienstsitz ist in Frankfurt am Main. Kontakt: bischofsbuero(at)emk.de.

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Dieser Artikel erscheint im EmK-Magazin »Unterwegs« 12/2018 am 10. Juni 2018.

Soforthilfe nötig

Do, 06/07/2018 - 15:00

Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf, um den vom Vulkanausbruch in Guatemala betroffenen Menschen helfen zu können.

Laut einer Pressemeldung der Diakonie Katastrophenhilfe gleiche die Landschaft um den Feuervulkan in Guatemala »der Hölle auf Erden«. Giftige Gase, riesige Gesteinsbrocken und glühend heiße Lava machen den Menschen, die um den Vulkan leben, extrem zu schaffen. Beim heftigen Ausbruch des Vulkans am Wochenende blieb vielen Menschen kaum Zeit, sich und ihre Familien in Sicherheit zu bringen. In einem der ärmsten Länder Lateinamerikas suchen Viele verzweifelt nach Angehörigen. Ungezählte haben alles verloren. Nach Medienberichten vom gestrigen Mittwochabend (Ortszeit) wurden bereits 99 Tote geborgen.

Bereits seit Jahren ist die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihrem weltweiten Hilfsnetzwerk vor Ort. Die Partner sind in Katastrophenvorsorge geschult und gut vorbereitet. Aktuell laufen die medizinischen und psycho-sozialen Hilfen an.

In diesem Zusammenhang weist die Diakonie Katastrophenhilfe darauf hin, dass sie durch sogenannte »freie« Spenden in die Lage versetzt wird, an vielen Orten der Welt schnell helfen zu können. Diese nicht an einen bestimmten Zweck gebundene Spenden ermöglichen den nötigen Handlungsspielraum, um unbürokratisch und flexibel helfen zu können, wo das – wie jetzt in Guatemala – dringend nötig ist.

Bildnachweis: Diakonie Katastrophenhilfe/Reuters

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Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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Die Evangelisch-methodistische Kirche unterstützt den Spendenaufruf der Diakonie Katastrophenhilfe.
Bitte versehen Sie Ihre gegebenenfalls freie Spende mit dem Stichwort »Katastrophenhilfe weltweit«.
Ergänzen Sie im Verwendungszweck die Nummer 5000032. Diese Nummer ist der EmK zugewiesen, wodurch jede Spende automatisch der »Spendenherkunft aus der EmK« zugeordnet wird.
Kontonummer (IBAN) der Diakonie Katastrophenhilfe: DE68520604100000502502

Bienen produzieren nicht nur Honig

Di, 06/05/2018 - 09:00

Christine Schmidt ist seit zwei Jahren zusammen mit ihrem Ehemann Olav Schmidt und beiden gemeinsamen Kindern im Missionsdienst der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Malawi im Südosten Afrikas. Dort berät sie EmK-Gemeinden bei Landwirtschaftsprojekten, um deren Nachhaltigkeit zu verbessern. 

Kerzen, Salben, Mückenabwehr – wozu Bienen gut sind

Ganz im Süden Malawis liegt der Bezirk Nsanje, der als ärmster Bezirk der EmK in Malawi gilt. Pastor Hestings Mbuzi lässt sich davon nicht irritieren und ruft ein Projekt ins Leben, mit dem das Einkommen der Kirchenglieder und damit indirekt der Gemeinde selbst gesteigert werden soll: Ein Imker hilft mehreren Gemeindegliedern, selbst Bienen zu züchten. Der gewonnene Honig wird auf dem Markt verkauft. Für das Wachs und erst recht für die wertvolle »Propolis« – einen von den Bienen gewonnenen Stoff mit natürlicher Heilwirkung – gab es bisher aber keine Verwendung. Unterstützt von der Imkerin einer Partnerorganisation gibt Schmidt deshalb in einem ersten Schritt ihr Wissen weiter, wie man mit einfachen Mitteln Kerzen und Salben aus Wachs herstellen kann, um damit zum Beispiel Mücken abzuwehren.

Geht nicht, gibt’s nicht

Gemeinsam diskutierten die Teilnehmer mit den beiden Seminarleiterinnen, wie das Gelernte umgesetzt werden kann. Dabei geht es um die Fragen, was vor Ort erhältlich ist oder andernorts beschafft werden muss und womit einzelne, nicht erhältliche Stoffe ersetzt werden können. Beispielsweise sind die für den Docht nötigen Baumwollfäden in der ländlichen Region um Nsanje nicht zu kaufen. Auch die Beschaffung der zur Herstellung nötigen Schüsseln stellt sich als Problem dar. Es gibt nur solche aus Aluminium. Aber das Leichtmetall ist ungeeignet, weil es mit der Salbenmischung reagiert. Außerdem muss die Rezeptur geändert werden: Bei den knapp 50 Grad Celsius am Seminartag will die Salbe nicht fest werden. Eine nicht ungewöhnliche Temperatur in dieser Gegend. Aber gemeinsam findet sich für alles eine Lösung.

Glaubwürdigkeit erweist sich im Einsatz für die Menschen

Die EmK-Weltmission unterstützt solche Projekte, weil die Kirche damit das Leben von Menschen ganzheitlich begleitet. »Nur wenn sich die Kirche für die Rechte der Menschen, ein friedliches Miteinander und den schonenden Umgang mit der Umwelt einsetzt, ist sie glaubwürdig. Dann wird auch das Glaubenszeugnis gehört«, erklärt Frank Aichele, der Leiter der EmK-Weltmission in Deutschland, die Bedeutung solcher Projekte.

Bildnachweis: EmK-Weltmission

Die Autorin
Birgit Braeske ist Mitarbeiterin im Büro der EmK-Weltmission in Wuppertal. Kontakt: weltmission(at)emk.de.

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Dieser Artikel erschien im EmK-Magazin »Unterwegs« 11/2018 vom 27. Mai 2018 

»Unerschütterlich hoffnungsvoll«

Mo, 06/04/2018 - 14:45

Am gestrigen Sonntag endete die Ostdeutsche Jährliche Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Schneeberg. Zum gut besuchten Festsonntag mit Ordinationsgottesdienst, Kinder-Konferenz und dem Abschlussgottesdienst kamen viele Gäste aus der Erzgebirgsregion und von weiter entfernt gelegenen EmK-Gemeinden nach Schneeberg.

Von leeren Händen, die gefüllt werden

Menschen, die Frieden stiften, »nehmen Konflikte wahr, sprechen sie an und verdrängen nichts«. Dazu forderte Bischof Harald Rückert die Gemeinde am Konferenzsonntag in seiner Predigt auf. In den im Matthäusevangelium stehenden »Seligpreisungen« werde, so der Bischof, alles auf den Kopf gestellt: Es beginne mit leeren Händen vor Gott stehend, um zu empfangen. Wer das in Anspruch nehme, könne ein Leben führen, das Frieden stifte, oder – wie es in der Bibel wörtlich heißt – »Frieden macht«. Menschen, die so für Frieden eintreten, »versuchen zu verstehen, sind ausdauernd, kreativ und unerschütterlich hoffnungsvoll«. Damit zog Rückert die Linien des Konferenzthemas ins Leben der Gemeindeglieder weiter und betonte: Christen seien immer wieder dafür bekannt geworden, dass sie »auf den großen und kleinen Schlachtfeldern unserer Welt dazwischengetreten sind«. Als Friedensstifter »wissen sie um die befreiende Kraft der Vergebung und bieten Versöhnung an«.

Gedenken – danken – begrüßen

Am Vormittag des letzten Tages der Geschäftssitzungen standen am Samstag das Gedenken und der Dank an Personen im Mittelpunkt. So gedachten die Konferenzmitglieder im zurückliegenden Jahr verstorbener Personen aus der Dienstgemeinschaft der Konferenz: Ruhestandsbischof Rüdiger Minor sowie Ruhestandspastoren Fritz Wittko und Ernst Beier, Pastorenfrauen Annitta Gerischer und Gisela Zehrer sowie Pastorenwitwen Renate Ott und Selma Michalski und Laienmitglieder Lutz Lober und Detlef Schuhmacher. In der Feier der Dienstjubiläen dankten die Konferenzmitglieder namentlich sieben Pastoren für ihren jahrzehntelangen Einsatz und Dienst: Martin Kappaun und Lothar Gerischer für 70 Jahre, Dieter Fleischmann (60), Matthias Meyer (50), sowie für 40 Dienstjahre Andreas Günther, Thomas Günther und Christian Meischner. In den Ruhestand verabschiedet wurde Pastorin Birgit Klement. Fünf Personen wurde für 25 Jahre Zugehörigkeit als Laienmitglieder der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz gedankt: Mirjam Buchold, Irmingard Gries, Rüdiger Meier, Günter Posdzich und Matthias Schramm. Darüber hinaus begrüßte der Bischof neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Konferenz: die vor ihrer Ordination stehende Pastorin Stephanie Hallmann, die Lokalpastorinnen Dorothea Föllner, Kathrin Posdzich und Maria Lein, sowie die Lokalpastoren Carsten Hallmann und Lutz Rochlitzer,außerdem die Praktikantinnen Christiane Mehlhorn und Diana Wolff, Orientierungspraktikantin Katharina Tunger und den Gemeindepädagogen David Melle.

Nicht ein »Thema«, sondern »Menschen«

Inhaltlicher Mittelpunkt und Höhepunkt der vorausgegangenen Geschäftssitzungen war der Sitzungstag am Freitag. Dieser stand ganz unter dem Konferenzthema »Was dem Frieden dient… Konflikte wahrnehmen, verstehen, gestalten«. In Referaten von Thorsten Bonacker, Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Philipps-Universität in Marburg, und Mitja Fritsch, Pastor in der EmK-Gemeinde Reichenbach im Vogtland wurden die stichwortgebenden Begriffe »Frieden« und »Konflikt« wissenschaftlich und biblisch beleuchtet. Die nachmittägliche Geschäftssitzung an diesem Freitag war von einer intensiven Aussprache über die in der EmK aktuell weltweit diskutierten Fragen zur Homosexualität geprägt. Der dieser Diskussion beiwohnende Bürgermeister der Stadt Schneeberg, Ingo Seifert, nahm in seinem Grußwort auf diese Aussprache Bezug und erklärte: »Was ich hier heute erlebte, hilft mir in meiner Arbeit«. Die Brisanz des Themas und die konfliktträchtigen unterschiedlichen Sichtweisen in diesen Fragen zur menschlichen Sexualität waren in vielen Gesprächsbeiträgen erkennbar. Trotzdem zeigte die über einstündige Aussprache, dass die Konferenzmitglieder um diese Fragen sensibel und mit gegenseitiger Achtung ringen und im Gespräch bleiben wollen. »Es musste sein, dass wir darüber reden«, fasste Bischof Rückert die Aussprache zusammen und betonte: »Es geht nicht um ›ein Thema‹, es geht um Menschen! Das muss im Blick bleiben.«

Bildnachweis: EmK-OJK

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
www.2018.emk-ojk.de

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Die Ostdeutsche Konferenz umfasst 120 Gemeinden in 56 Bezirken mit rund 12.600 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Dienstzuweisungen OJK 2018

So, 06/03/2018 - 06:48
Distrikt Dresden

Superintendent Christhard Rüdiger (6)

  • Annaberg-Buchholz: Diethelm Schimpf (8)
  • Aue: Andreas Hertig (12), Heidrun Hertig (12)
  • Bockau/Albernau: Stephanie Hallmann (4), Carsten Hallmann (1, Lokalpastor), Aufsicht: Katrin Schneidenbach
  • Chemnitz Friedenskirche: Thomas Günther (5), Marie-Theres Ringeis (2, Pastorin auf Probe), Petra Iffland (21, Gemeindereferentin)
  • Crottendorf: Bernt Förster (1), David Melle (1, Gemeindepädagoge)
  • Dittersdorf: Tobias Buschbeck (2, Lokalpastor), Aufsicht: Gerhard Förster
  • Dresden Emmauskirche: Werner Philipp D. Min (13)
  • Dresden Friedenskirche: Andrea Petzold (8)
  • Dresden Immanuelkirche: Philipp Weismann (6, Lokalpastor)*
  • Dresden Zionskirche: Andrea Petzold (8)
  • Ehrenfriedersdorf: Olf Tunger (8)
  • Eibenstock: Heidrun Hertig (2)
  • Grünhain: zu besetzen, Aufsicht: Stefan Lenk
  • Königswalde: Claudia Küchler (3, Lokalpastorin), Aufsicht: Thomas Röder
  • Lauter: Katrin Schneidenbach (9)
  • Lößnitz: Dr. Michael Wetzel (7, Laienprediger mit Dienstzuweisung), Kathryn Harris Weishaupt (3, Pastorin auf Probe), Petra Iffland (21, Gemeindereferentin), Aufsicht: Matthias Meyer
  • Marienberg: Thomas Günther (2), Marie-Theres Ringeis (2, Pastorin auf Probe)
  • Mittelsachsen: Albrecht Weißbach (6), Marcel Tappert (7, Lokalpastor)*
  • Neudorf: Sebastian Mann (1), Hendrik Walz (3, Pastor auf Probe)
  • Oberlausitz: zu besetzen, Aufsicht: Werner Philipp
  • Raschau: Ute Möller (1, Lokalpastorin)*
  • Schneeberg: Andreas Günther (5), Katrin Bonitz (3, Lokalpastorin)*
  • Schönheide/Stützengrün: Christian Meischner (6)
  • Schwarzenberg: Kersten Benzing (3), Maria Lein (4, Lokalpastorin)*
  • Venusberg: Tobias Buschbeck (2, Lokalpastor), Aufsicht: Olf Tunger
  • Zschopau: Thomas Günther (2), Marie-Theres Ringeis (2, Pastorin auf Probe)
  • Zschorlau: Michael Kropff (5), Katrin Bonitz (3, Lokalpastorin)*
  • Zwönitztal: Jörg Herrmann (4), Kathryn Harris Weishaupt (3, Pastorin auf Probe)
Distrikt Zwickau

Superintendent Stephan Ringeis (10)

  • Auerbach: Gerhard Künzel (4, Lokalpastor)*, Mandy Merkel (5, Gemeindepädagogin)*
  • Ellefeld: Jörg Eckbert Neels (1), Viola Renger (3, Gemeindepädagogin)*
  • Erfurt: Franziska Demmler (3)
  • Falkenstein: Jörg Eckber Neels (1), Viola Renger (2, Gemeindepädagogin)*
  • Gera: Thomas Härtel (6)
  • Greiz: zu besetzen, Aufsicht: Thomas Härtel
  • Halle/Dessau: Stefan Gerisch (11)
  • Jena/Weimar: Eric Söllner (11)
  • Kirchberg/Wilkau-Haßlau: Lutz Brückner (3)
  • Leipzig Bethesdakirche: Christin Eibisch (4)
  • Leipzig Kreuzkirche: Friedbert Fröhlich (6), gemeindepädagogische Mitarbeit: zu besetzen
  • Netzschkau: York Schön (7)
  • Oberes Vogtland: Norbert Lötzsch (2), Dorothea Föllner (3, Lokalpastorin)
  • Plauen: Norbert Lötzsch (2), Dorothea Föllner (2, Lokalpastorin)
  • Reichenbach: Mitja Fritsch (5)
  • Reinsdorf/Mülsen/Crossen: Lutz Rochlitzer (4, Lokalpastor)*
  • Rodewisch: Gerhard Künzel (7, Lokalpastor)*, Mandy Merkel (4, Gemeindepädagogin)*
  • Südost-Thüringen: Jeremias Georgi (6), Matthias Zieboll (1)
  • Treuen: York Schön (7)
  • Triebes: zu besetzen, Aufsicht: Thomas Härtel
  • Waltersdorf: zu besetzen, Aufsicht: Thomas Härtel
  • Werdau: Kathrin Posdzich (1, Lokalpastorin), Aufsicht: Mitja Fritsch
  • Zeitz: Jörg Recknagel (3)
  • Zwickau-Friedenskirche: Christian Posdzich (3), Christine Meyer-Seifert (2, Pastorin auf Probe)
  • Zwickau-Planitz: Thomas Roscher (3), Christine Meyer-Seifert (2, Pastorin auf Probe)

* unter Aufsicht des zuständigen Superintendenten

In besonderen Diensten Im Bereich der Jährlichen Konferenz, Zentralkonferenz und deren Einrichtungen
  • edia.con gemeinnützige GmbH: Theologischer Geschäftsführer Frank Eibisch (6)
  • Fachklinik »Klosterwald« Bad Klosterlausnitz: Theologischer Geschäftsführer Eric Söllner (9)
  • Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau: Seelsorger Pastor Stefan Gerisch (11)
  • Evangelisationswerk: Sekretär für Evangelisation (ZK) Barry Sloan D. Min (7)
Pastorinnen und Pastoren im Ruhestand

Werner Barth, Gunter Demmler, Friedmar Dietrich, Kerstin Dietrich, Rudolf Endler, Gotthard Falk, Gottfried Fischer, Dieter Fleischmann, Gerhard Förster, Thomas Fritzsch, Christoph Georgi, Lothar Gerischer, Armin Härtel, Helmut Halfter, Ludwig Herrmann, Harald Hunger, Martin Kappaun, Birgit Klement, Friedhelm Kober, Johannes König, Reiner Kohlhammer, Manfred Kubig, Klaus Leibe, Stefan Lenk, Reinhold Mann, Horst Martin, Christoph Martin, Reinhard Melzer, Matthias Meyer, Siegfried Michalski, Klaus Morgenroth, Max Nestler, Siegfried Rex, Gerhard Riedel, Eduard Riedner, Sebastian Ringeis, Thomas Röder, Wolfgang Ruhnow, Volker Schädlich, Lothar Schieck, Joachim Schmiedel, Helmut Schönfeld, Gotthard Schreier, Karl-Friedrich Siebert, Gerhard Solbrig, Horst Sterzel, Dieter Straka, Klaus Straka, Friedemann Trommer, Herbert Uhlmann, Uta Uhlmann, Gerhard Weigelt, Andreas Wiederanders, Harry Windisch, Dr. sc. Karl Zehrer

Beauftragungen Hauptamtliche Beauftragungen in der Jährlichen Konferenz
  • Verona Lasch, Referentin im Kinder- und Jugendwerk (12)
  • Sarah Schulz, Referentin im Kinder- und Jugendwerk, Gemeindepädagogin (3)
Nebenamtliche Beauftragungen in der Jährlichen Konferenz
  • Frank Eibisch, Direktor Ev.-meth. Diakoniewerk Bethanien Chemnitz (15)
  • Katrin Bonitz, Konferenzbeauftragte für katechetischen Unterricht (8), Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (4)
  • Philipp Weismann, Gemeindepädagogische Arbeit in Dresden (6), Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (4)
  • David Melle, Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (2)
  • Ute Möller, Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (4)
  • Dorothea Föllner, Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (4)
  • Mandy Merkel, Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (3)
  • Carsten Hallmann, Gemeindepädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendwerk (1)
  • Lutz Brückner, Beauftragt mit der Leitung des Kinderchores der EmK (25)
  • Verona Lasch, Beauftragt mit der Leitung des Kinderchores der EmK (10)
  • Lisa Morgenroth, Konferenzsekretärin für Junge Erwachsenen (1)
  • Thomas Roscher, Konferenzsekretär für Erwachsenenbildung (12)
  • Thomas Röder, Konferenzsekretär für Seniorenarbeit (5)
  • Andreas Hertig, Konferenzsekretär für Evangelisation (14)
  • Diethelm Schimpf, Distriktssekretär für Evangelisation DD (8)
  • Gerhard Künzel, Distriktssekretär für Evangelisation ZD (4)
  • Thomas Günther, Konferenzsekretär für Mission und internationale kirchliche Zusammenarbeit (2)
  • Jörg Herrmann, Konferenzbeauftragter für Kirchenmusik (10)
  • zu besetzen, Ausländerbeauftragte/r
  • Torsten-Michael Ufer, Suchtbeauftragter (4)
  • Christina Posdzich, Beauftragte für Rundfunkarbeit (12)
  • zu besetzen, Beauftragte/r für Öffentlichkeitsarbeit
Nebenamtliche Beauftragungen im Bereich der Zentralkonferenz
  • Jörg Herrmann, Kirchenmusik und Gesangbuch (14)
  • Franziska Demmler, Beauftragte für die Kontaktstelle für Menschen verschiedener Lebens- und Liebensweisen (3)
  • Thomas Röder, Beauftragter für Gottesdienst und Agende (2)

Weiterführende Links
www.2018.emk-ojk.de

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK Öffentlichkeitsarbeit

Brücken schlagen zwischen Evangelium und Welt

Sa, 06/02/2018 - 14:45

»Ursprünglich aus einem nichtchristlichen Elternhaus kommend, war es mir schon immer wichtig, das Evangelium Menschen nahezubringen, die dem Glauben entfremdet sind.« So gibt Werner Philipp kurz nach seiner Berufung zum Superintendenten für den Distrikt Zwickau einen kleinen Einblick in seine persönliche Glaubensgeschichte. Erst im Alter von 14 Jahren war er über einen Schulkameraden in den Jugendkreis einer EmK-Gemeinde und dort dann zum Glauben gekommen. Wenn er in seinem neuen Verantwortungsbereich als Superintendent Gemeinden dabei begleiten und sie dazu ermutigen könnte, das Evangelium im stark säkularisierten Osten Deutschlands weiterzugeben, würde er sich sehr freuen. Ab Sommer nächsten Jahres wird er in Nachfolge von Stephan Ringeis das Amt des Superintendenten des Zwickauer Distrikts in der Ostdeutschen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) übernehmen.

Die Botschaft »unter die Leute« bringen

Der in Erlabrunn – 30 Kilometer südlich des diesjährigen Konferenzortes Schneeberg – geborene EmK-Pastor ist dankbar für das Vertrauen, das ihm durch die Nomination der Konferenzmitglieder und die Berufung des Bischofs entgegengebracht wird. Gleichzeitig empfindet Philipp auch »Hochachtung vor der Aufgabe«, die das Amt mit sich bringe. »Wir gehen hier im Osten Zeiten entgegen, in denen es noch schwerer wird, dass Menschen zum Glauben an Jesus Christus finden«, beschreibt der neue Superintendent die gesellschaftliche Situation. Er sei aber sehr zuversichtlich, weil er in der Ostdeutschen Konferenz eine »bodenständige Frömmigkeit« erlebe und eine gute theologische Befähigung wahrnehme, um die biblische Botschaft »unter die Leute zu bringen«.

Das Staunen als Auslöser für tiefergehende Fragen

Zwar gebe es »hier im Osten« auch den Trend, dass Gemeinden kleiner würden. Wenn die Menschen in den Gemeinden aber »bereit sind für das Abenteuer, Gott im Alltag zu suchen und zu finden«, dann werde das Gemeinden verändern, ist Philipp überzeugt. Dazu gehöre es, Berührungsängste abzubauen und Menschen in ganz verschiedenen Lebenssituationen und Umgebungen zu begegnen. Dazu habe er viel in einem internationalen Weiterbildungsprogramm zu geistlicher Leiterschaft gelernt und auch in seiner jetzigen Gemeinde bereits umgesetzt. Am Rande von Dresden baute Philipp zusammen mit einer Interessengemeinschaft die alte Universitätssternwarte wieder auf. Dorthin kämen nun Gruppen, Schüler und »alle möglichen interessierten Menschen, die dem Hobby der Astronomie frönen und darüber ins Staunen kommen«. Über diese gemeinsame Erfahrung und Leidenschaft kämen oft Gespräche über Sinnfragen und über ökologische Fragen zustande und darüber, »wie es mit dieser Welt weitergeht«.

»Das Staunen scheint ein Auslöser zu sein für tiefergehende Fragen, die uns alle betreffen«, erzählt Philipp und deutet diese Erfahrung als Ansatz für einen evangelistischen Lebensstil: Jeder Mensch habe Interessen, Hobbys und Alltagskontakte. »Da hinein will ich Brücken schlagen, um das Evangelium und die Welt in Verbindung zu bringen.« Dann spürten Menschen, »dass wir uns gegenseitig bereichern können«. Wenn sie merkten, dass das Interesse wirklich ihnen als Mensch gelte, dann öffneten sie sich für Begegnungen und persönliche Gespräche. In einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft sei das ein Ansatz, der für viele Gemeinden an Bedeutung gewinnen werde. »Rausgehen aus unseren Gemeinden, den Dialog mit der Wissenschaft, mit Kunst und Kultur suchen, überhaupt die Begegnung mit den Menschen suchen.« Dann ließen sich Gemeinden auch nicht mehr von Programmen treiben. Die Zuwendung zu den Menschen sei der Schlüssel. Dazu habe ihn die internationale Fortbildung und die Begegnungen mit Teilnehmern aus ganz unterschiedlichen Regionen der Welt ermutigt. »Diese Erfahrungen und Entdeckungen jetzt im neuen Amt weitergeben zu dürfen, darauf freue ich mich sehr«, beschreibt der künftige Superintendent seine Motivation.

Der Glaube zwingt zum Umweg

Werner Philipp ist verheiratet und hat vier Kinder im Alter von 18 bis 27 Jahren. Nach einer Ausbildung zum Dachdecker (»ich bezeugte meinen Glauben in der Schule zu stark und durfte deshalb nicht aufs Gymnasium«) bewarb er sich für den pastoralen Dienst in der EmK. Nach einem Vorpraktikum in Netzschkau studierte er von 1987 bis 1992 Theologie zunächst in Bad Klosterlausnitz und dann als erster EmK-Student nach der »friedlichen Revolution« auch in Reutlingen. Nach dem Studium war Philipp zunächst für eine Neulandmissionsgemeinde in Großenhain zuständig. Daran schloss sich eine eher traditionelle Gemeindearbeit im vogtländischen Reichenbach an und seit 2006 der Dienst in der eher charismatisch orientierten Emmaus-Gemeinde in Dresden.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links
Internetpräsenz der Ostdeutschen Konferenz

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Die Ostdeutsche Konferenz umfasst 120 Gemeinden in 56 Bezirken mit rund 12.800 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Lob des Bürgermeisters

Sa, 06/02/2018 - 10:30

Der gestrige zweite Tag der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) startete mit zwei Referaten zum Konferenzthema »Was dem Frieden dient… Konflikte wahrnehmen, verstehen, gestalten«. Im Rahmen der Geschäftssitzungen richtete sich Bischof Harald Rückert mit einer Botschaft an die Konferenzmitglieder. Am Abend wurde die Berufung des neuen Superintendenten für den Distrikt Zwickau ab 2019 bekanntgegeben.

Konflikte sind produktiv

Die Referate zum Konferenzthema hielten Thorsten Bonacker, Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Philipps-Universität in Marburg, und Mitja Fritsch, Pastor in der EmK-Gemeinde Reichenbach im Vogtland. Mit dem Satz »Demokratie lebt von Konflikten« sorgte der renommierte Marburger Friedensforscher im Laufe seines Vortrags für überraschte Gesichter. Bonacker war über die erschütternden Gewaltexzesse des Balkankriegs in den 1990er-Jahren zur Friedensforschung gekommen und stellte ausführlich die verschiedenen Formen von Konflikten dar. Dabei gebe es erkennbare und massive Gewalt, aber auch in eher unauffälliger, in Strukturen und Lebensverhältnissen vorkommender Form. Konflikte als solche seien jedoch nicht das Problem. Problematisch seien die Konflikte, in denen Gewalt eine Rolle spiele und verschiedene Parteien mit sehr unterschiedlichen Interessen beteiligt seien. Die Friedensforschung versuche hier Strategien zu entwickeln, wie Konflikte über den Dreischritt »Waffenstillstand – Friedensvertrag – Versöhnung« befriedet werden könnten. Ziel sei der »gerechte Friede«, bei dem es keine Gewaltanwendung gebe und Menschen ein Leben in Freiheit, Würde und eigenen Entscheidungsmöglichkeiten haben. Zu solchem Frieden gehörten auch kulturelle Vielfalt, unterschiedliche Lebensarten und der Abbau von Not, indem Menschen auf gerechtere Weise Zugang zu gesellschaftlichen Lebensmöglichkeiten und mehr Anteil an vorhandenen Gütern erhalten. Allerdings gebe es kein konfliktfreies Leben. »Konflikte sind normal«, betont Bonacker einmal mehr. In der modernen Wirtschaft und zumal in Demokratien seien Konflikte sogar produktiv.

Perspektivänderung

Im Ko-Referat wies Mitja Fritsch auf das Selbstverständnis des Menschen hin, der seine Ansprüche selbstbezogen formuliere und sich oft in einem unerbittlichen Kampf um Anerkennung, Erfolg und Macht wiederfinde. Dabei sei »Angst« maßgeblich für die Friedlosigkeit des Menschen. »Was ist dieser Angst entgegenzusetzen?« Nach Ansicht Fritschs ist es der umfassende »Schalom« Gottes, mit dem nicht nur Frieden, sondern Wohlergehen, Unversehrtheit, Heilung, Ruhe und Balance gemeint sei. Diesen Schalom zu erfassen könne etwas in Bewegung bringen. »Wenn der Mensch mit Gott seinen Frieden geschlossen hat, ist er auch in der Lage, in Frieden mit seiner Umwelt zu leben«, ist der Reichenbacher EmK-Pastor überzeugt. In beratender Begleitung laute eine Empfehlung an die Hilfesuchenden: »Ändern Sie die Perspektive!« So erklärte Fritsch einen der Ansatzpunkte zur Neuorientierung. Das könne auch für theologische Haltungen und Überzeugungen gelten. Ein Perspektivwechsel bestehe nach den Ausführungen Fritschs gerade auch darin, das Gespräch mit Gott aufzunehmen. Anhand der biblischen Erzählung von Kain und Abel stellte Fritsch die verblüffende Frage, wie anders die Geschichte wohl verlaufen wäre, »wenn Kain vorher das Gespräch mit Gott gesucht hätte«; eine nachdenkenswerte Frage.

Vom Rechthaben anderer

Im Wort des Bischofs an die Konferenz standen Vielfalt und Einheit der Kirche im Mittelpunkt. Harald Rückert warb um Mut zur Vielfalt in der EmK. Bei aller Verschiedenheit brauche es aber auch eine Einheit, die um das wisse, was wesentlich sei. Dabei bezog sich Rückert auf eine den Methodismus von Anfang an prägende Aussage: »Im Wesentlichen Einheit — im Strittigen Freiheit — über allem die Liebe«. John Wesley habe festgehalten, dass Menschen, die sich Methodisten nennen, sich nicht durch besondere theologische oder ethische Auffassungen auszeichneten. Es gehe nicht um bestimmte Glaubensstile oder Verhaltensweisen, hob Rückert für die Menschen in der EmK hervor. »Da darf es Verschiedenheit geben«, ist der Bischof überzeugt. »Was sie ausmacht, ist die Liebe Gottes, die in ihr Herz ausgegossen ist.« Dann könne die Einsicht wachsen, »dass vielleicht ja auch mein Gegenüber ein bisschen mehr Recht hat als ich«.

Konflikt in friedlicher Atmosphäre

In Verbindung mit seinem Wort an die Konferenz berichtete der Bischof auch von der Sitzung des EmK-Bischofsrates und den Vorbereitungen der im Februar nächsten Jahres tagenden außerordentlichen Generalkonferenz. Rückert stellte die drei Entwürfe ausführlich vor, die der Bischofsrat den Delegierten der Generalkonferenz zur Diskussion und Entscheidungsfindung vorlegen wird. Dabei geht es um die Frage, wie die weltweit verfasste Evangelisch-methodistische Kirche eine Lösung in den strittigen Fragen zur menschlichen Sexualität finden wird. In den verschiedenen Entwürfen geht es um eine Bestätigung der aktuell gültigen Kirchenordnung inklusive verschärfter Anwendung (Tradionalist Plan), die Einheit der Kirche trotz großer Vielfalt zu bewahren (One Church Plan) sowie um eine völlig neue weltweite Struktur in unterschiedlichen Konferenzen-Verbünden, die sich an unterschiedlichen theologischen Grundhaltungen orientieren (Connectional Conference Plan). Rückert warb eindringlich für die Bewahrung der Einheit der Kirche. In Kleingruppen und in einer beeindruckenden Aussprache im Plenum beteiligten sich viele Mitglieder der Konferenz am Gespräch über die brisante Herausforderung, in der sich die EmK in dieser Frage befindet. Referat und Ko-Referat des Vormittags waren noch sehr im Theoretischen geblieben. Jetzt waren die Konferenzmitglieder mit der Empfehlung des Bischofsrats konfrontiert und damit in einem konkreten Konflikt. »Bist du bereit mit mir in einer Kirche zu sein, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind?«, fragte Pastor Daniel Eibisch in der offenen Aussprache und brachte damit konkret auf den Punkt, was der Konflikt zu dieser Frage bedeutet. In allen Beiträgen ist die Bereitschaft erkennbar, um diese Frage sensibel und mit gegenseitiger Achtung zu ringen und im Gespräch zu bleiben. »Es musste sein, dass wir darüber reden«, fasste Bischof Rückert die Aussprache zusammen und betonte: »Es geht nicht um ›ein Thema‹, es geht um Menschen! Das muss im Blick bleiben.«

Zum Wohl der Stadt Konflikte lösen

Direkt im Anschluss an die Aussprache sprach Ingo Seifert, der Schneeberger Bürgermeister, ein erfrischendes Grußwort. Anknüpfend am »Friedensthema« der Konferenz zollte er äußerste Anerkennung für die zuvor miterlebte Aussprache. Auch er als Bürgermeister habe in seinem Amt zum Wohl der Stadt und der darin wohnenden Menschen viele Konflikte einer Lösung zuzuführen. »Was ich hier heute erlebte, hilft mir in meiner Arbeit«, erklärte er. Gleichzeitig ermutigte er die Konferenzmitglieder, ihren Beitrag und ihre Überzeugung in ihrer jeweiligen Umgebung einzubringen. »Sie helfen mit ihrer Arbeit auch der Gesellschaft, in der sie leben«, rief er den Konferenzmitgliedern zu.

Neuer Superintendent für den Distrikt Zwickau

Werner Philipp ist der neue Superintendent für den Distrikt Zwickau. Die Berufung des in der Emmaus-Gemeinde in Dresden tätigen Pastors gab Bischof Rückert in der Abendsitzung der Konferenz bekannt. Philipp wird im Sommer nächsten Jahres die Aufgabe des Superintendenten von Stephan Ringeis übernehmen, der dann nach zehn Jahren die maximale Amtszeit eines Superintendenten erreicht hat.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

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Internetpräsenz der Ostdeutschen Konferenz
Eine Kurzübersicht des Referats von Prof. Dr. Thorsten Bonacker und das Referat von Pastor Mitja Fritsch kann von der Internetpräsenz der Ostdeutschen Konferenz heruntergeladen werden: www.emk-ojk.de/ojk2018_downloads.html.

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Die Ostdeutsche Konferenz umfasst 120 Gemeinden in 56 Bezirken mit rund 12.800 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Drei Runden Boxen zum Auftakt

Fr, 06/01/2018 - 09:32

Am gestrigen Donnerstag wurde die noch bis Sonntag dauernde Ostdeutsche Jährliche Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) mit einem Gottesdienst unter Leitung von Pastor Andreas Günther und Pastorin Katrin Bonitz eröffnet. Rund 200 Konferenzmitglieder und Gäste feierten in der Scheibenberger Hospitalkirche das Abendmahl zusammen mit Bischof Harald Rückert. Zuvor hörten sie eine »schlagkräftige Predigt« von Kersten Benzing.

Die Deckung der Selbsttäuschung durchstoßen

Dieser lud zu einem »Boxkampf über drei Runden« ein. Mit Psalm 35 hatte der rund 15 Kilometer südlich von Schneeberg in Schwarzenberg tätige EmK-Pastor einen konfliktreichen Predigttext auszulegen. Damit war der inhaltliche Auftakt für das Konferenzthema »Was dem Frieden dient …« gelegt. Als »Boxer« mit angelegten Handschuhen legt Benzing den Text »in drei Runden« aus. Zuerst gehe es darum, Konflikte wahrzunehmen. Von Feinden und Auseinandersetzungen ist die Rede, vom Rechthaben und Gerechtsein. Aber »zum Streit gehören immer zwei«, betont der Prediger. Mit Konflikten könne nicht angemessen umgegangen werden, »wenn man sich darüber hinwegtäuscht, zu 50 Prozent daran selbst beteiligt zu sein«. Diese Erkenntnis sei wie eine »direkte Gerade durch die Deckung der Selbsttäuschung hindurch«. Bei Konflikten diene es dem Frieden, »bei sich selber den Anfang zu machen und den eigenen Anteil zu erkennen«.

Konflikte bedacht angehen und Lösungen suchen

In der »zweiten Runde« wendet der Prediger sein Augenmerk auf das Verstehen von Konflikten. Beide Seiten müssten gehört werden, weil Konflikte immer eine lange Vorgeschichte hätten. Neben den Auseinandersetzungen zwischen Menschen, die auch in christlichen Gemeinden stattfänden, weist Benzing aber auch auf »lebensfeindliche Kräfte« hin, »die ein friedliches Miteinander unmöglich machen«. Deshalb solle die zweite Runde des Boxkampfs »mit einem Haken« beendet werden, um damit »hinter den Menschen auch die treibenden Kräfte zu entlarven«. Konflikte müssten nun aber auch gestaltet werden, so der Prediger. Dieser Aufgabe widmet Benzing die »dritte Runde«. Gegen falsches Reden und gegen Gerüchte müssten, im Bild des Boxkampfs gesprochen, die Fäuste zum schützenden Block gehoben werden. Im Psalmgebet erwachse dieser Schutz aus dem Vertrauen auf Gott und im »still Sein« und im »friedlich Sein«. Aus diesem Schutz heraus könnten Menschen besonnen und innerlich ruhig handeln. Dann, so Benzing, könnten Menschen »bedacht an Konflikte herangehen und Lösungen suchen«. Mit dieser Botschaft traf der Prediger zum Auftakt der Konferenztagung den Punkt.

Superintendentenwahl, Ordination, Ruhestand

In den Geschäftssitzungen der Konferenz im weiteren Verlauf des Tages ging es um Geld, Personal und inhaltliche Schwerpunktsetzungen. Um Letztere drehten sich vor allem die Berichte der Superintendenten. Der Superintendent für den Distrikt Zwickau, Stephan Ringeis, warb für die Wiederbelebung des Bibellesens und Bibelgesprächs in den Gemeinden. »Wir brauchen neue Wege, wie gemeinsames Bibellesen den Funken überspringen lässt«, erklärte er im Rahmen der Aussprache zu seinem Bericht. Christhard Rüdiger, Superintendent für den Distrikt Dresden, lud dazu ein, dass die Festlegung von Zielen in den Gemeinden nicht allein durch Leitungspersonen geschehen kann. »Wir können das nur im Gespräch tun«, ist Rüdiger überzeugt.

Für die Nachfolge von Superintendent Stephan Ringeis fand während des Tages eine Nominationswahl statt. Nach zwei Wahlgängen hatten zwei Kandidaten die nötige Stimmenzahl erreicht. Bischof Rückert wird im Verlauf des Freitags die für das Jahr 2019 wirksam werdende Berufung eines der beiden Vorgeschlagenen bekanntgeben. Neben dieser spannungsvoll erwarteten Wahl wurden in geschlossener Sitzung, im Kreis der Stimmberechtigten, Personalfragen beraten. Stephanie Hallmann, zurzeit Pastorin auf Probe in den Gemeinden Lauter und Bockau, wurde dabei zur Ordination empfohlen. Diese wird am Sonntag im Ordinationsgottesdienst der Jährlichen Konferenz gefeiert. In den Ruhestand verabschiedet wird Birgit Klement, die aktuell als Pastorin für den Bezirk Raschau zuständig ist.

Gehaltssteigerung für die pastoralen Hauptamtlichen

Erfreuliches zu berichten gibt es aus der Finanzkommission. Einnahmen und Einnahmesteigerungen seien die letzten Jahre stabil gewesen, berichtet der Kommissionsvorsitzende Frank Eibisch, so »dass jetzt gewagt werden kann, die Gehälter vorsichtig anzupassen«. Die Gehaltssteigerung soll 2,5 Prozentpunkte betragen. Damit werden die Gehälter der pastoralen Hauptamtlichen die Höhe von 92,5 Prozent der für die EmK in Deutschland vereinbarten Gehaltszahlung erreichen. Von diesem in gemeinsamen Beratungen festgelegten »100-Prozent-Wert« können die Konferenzen aber nach oben oder unten abweichen. Die Norddeutsche und die Ostdeutsche Konferenz weichen bisher stark nach unten davon ab, die Süddeutsche Konferenz liegt inzwischen deutlich über diesem Wert. Neben den Gehaltsfragen beschäftigten sich die Konferenzmitglieder mit der Einrichtung einer Geschäftsstelle für die Ostdeutsche Konferenz. In den vergangenen Jahren profitierte die Ostdeutsche Konferenz von der Kompetenz und Arbeitskraft der Geschäftsstelle der Norddeutschen Konferenz. Mit dem Eintritt in den Ruhestand des dortigen Geschäftsstellenleiters Ulrich Schempp und dessen Ehefrau, Claudia, soll die eigene Geschäftsstelle wieder ausgegliedert und in den Bereich der Ostdeutschen Konferenz zurückverlegt werden. Als Ort ist Zwickau vorgesehen. Personell soll das Büro mit einer 100-Prozent-Stelle ausgestattet sein. Weitere inhaltliche und räumliche Überlegungen sind noch in der Diskussion.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

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Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

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Die Ostdeutsche Konferenz umfasst 120 Gemeinden in 56 Bezirken mit rund 12.800 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Eine Haltung der Demut einüben

Mi, 05/30/2018 - 10:40

Der internationale Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) startet Anfang Juni eine weitere Gebetsphase zur Vorbereitung der im Februar kommenden Jahres stattfindenden außerordentlichen Generalkonferenz.

Täglich beten, wöchentlich fasten

Ende April hatte die Kommission »Ein Weg in die Zukunft« dem Bischofsrat ihren Abschlussbericht vorgelegt, in dem es um Vorschläge ging, wie die weltweit verfasste Evangelisch-methodistische Kirche mit den strittigen Fragen zur menschlichen Sexualität umgehen soll. Auf Basis des Abschlussberichts hatte der Bischofsrat beschlossen, der Generalkonferenz 2019 drei Entwürfe vorzulegen, wie für die EmK der Weg in die Zukunft aussehen könnte. Zur Vorbereitung der Tagung im kommenden Februar, leitet der Bischofsrat nun eine dritte Gebetsphase ein, zu der er alle Jährlichen Konferenzen und die Kirchenglieder der Evangelisch-methodistischen Kirche weltweit einlädt.

Diese Gebetsphase beginnt am kommenden Sonntag, dem 3. Juni, und geht bis zum Auftakt der außerordentlichen Generalkonferenz im Februar 2019. Bischof Alfred Gwinn, Koordinator des Gebetsteams des Bischofsrats, fordert alle Angehörigen der Evangelisch-methodistischen Kirche rund um die Welt auf, »zusammen mit dem Bischofsrat täglich zu beten und einmal wöchentlich zu fasten«. Dazu macht das Gebetsteam konkrete Vorschläge.

Vier Minuten beten – für Auftrag und Zukunft der EmK

Das wöchentliche Fasten solle nach dem Vorbild des Gründers der methodistischen Erweckungsbewegung, John Wesley, stattfinden. Jeweils von Donnerstag nach dem Abendessen bis Freitagnachmittag solle gefastet werden. Für das tägliche Gebet schlägt das Gebetsteam die Zeit von 2:23 Uhr bis 2:26 Uhr am Nachmittag vor, eine Orientierung am Datum der außerordentlichen Generalkonferenz, die vom 23. bis 26. Februar (23.-26.2.) nächsten Jahres stattfindet. In diesen vier Minuten solle »für den Auftrag und die Zukunft unserer Kirche« gebetet werden, so Gwinn. In einem englischsprachigen Video für diese Gebetsinitiative erklärt Bischöfin Debra Wallace-Padgett das Anliegen dieser dritten Gebetsphase: »Wir glauben, dass regelmäßiges Beten und wöchentliches Fasten uns helfen wird, die Vorbereitung der Generalkonferenz zu unterstützen. Einzeln und gemeinsam können wir so eine Haltung der Demut und der Bereitschaft einüben, einander zu begegnen und uns der Führung des Heiligen Geistes anzuvertrauen.« Bischof Harald Rückert wird das Anliegen dieser Gebetsinitiative bei den Jahrestagungen der Ostdeutschen und Süddeutschen Konferenz vorstellen. Für Deutschland wird diese Aktion auf breiter Basis mit weiteren Informationen und Anregungen im Oktober beworben werden.

Zwei weltumspannende Gebetsphasen als Vorübungen

Die erste Gebetsphase fand zwischen August und Dezember 2016 statt. In dieser Zeit hatten sich 84 Mitglieder des Bischofsrates verpflichtet, täglich 15 Minuten für die Zukunft der Evangelisch-methodistischen Kirche zu beten. Phase zwei begann im Januar 2017. Während 18 Monaten war jeweils eine Woche lang eine der Jährlichen Konferenzen der EmK rund um den Globus aufgefordert, dieses Anliegen besonders im Gebet zu begleiten. In Deutschland waren die drei Jährlichen Konferenzen gemeinsam im April 2017 und im März 2018 jeweils eine Woche lang an der Reihe.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
Video zur dritten Gebetsphase (englisch)
Informationen zur dritten Gebetsphase (englisch)

Zur Information
Die außerordentliche Generalkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche findet vom 23. bis 26. Februar 2019 in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri statt.

Konflikte als Chance sehen

Di, 05/29/2018 - 15:03

Von Donnerstag bis Sonntag in dieser Woche (31. Mai bis 3. Juni) wird Schneeberg zum Treffpunkt der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Ostdeutschland. Rund 160 Konferenzmitglieder treffen sich zur Ostdeutschen Jährlichen Konferenz, dem Kirchenparlament der EmK in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Das Thema der Konferenz lautet »Was dem Frieden dient – Konflikte wahrnehmen, verstehen, gestalten«.

Konflikte wertschätzen

Der für den Distrikt Dresden zuständige Superintendent Christhard Rüdiger erklärt, dass dieses Thema aktuell ist sowohl in der Gesellschaft »als auch im Blick auf unsere weltweite Kirche und die Konflikte, die aus unserer Vielfalt in der Konferenz erwachsen«. Falls die Kirche diese Vielfalt als Geschenk betrachten wolle, gehörten auch Konflikte dazu. Allerdings, so Rüdiger weiter, habe man in der Kirche eher gelernt, Konflikte zu vermeiden. Stattdessen könnten Konflikte dazu dienen unterschiedliche Überzeugungen zu klären, weshalb Konflikte wertgeschätzt werden könnten. Es sei gut zu wissen, »warum man wo steht und welche Interessen darin zum Ausdruck kommen«, ist Rüdiger überzeugt. Die Referate zum Thema »Was dem Frieden dient» halten Thorsten Bonacker und Mitja Fritsch. Bonacker ist Professor in Marburg und lehrt dort Friedens- und Konfliktforschung an der Philipps-Universität. Fritsch ist Pastor in der EmK-Gemeinde Reichenbach im Vogtland.

Superintendent für den Zwickauer Distrikt gesucht

Mit Spannung wird die Urwahl für das Amt des Superintendenten des Zwickauer Distrikts erwartet. Aus zwei durch die Urwahl der Konferenzmitglieder vorgeschlagenen Personen wird Bischof Harald Rückert eine Person berufen und mit dieser Verantwortung betrauen. Der Amtsantritt wird im Sommer kommenden Jahres sein. Jetziger Amtsinhaber ist Stefan Ringeis, der dann nach zehn Jahren die maximale Amtszeit erreicht hat.

Nach den Geschäftssitzungen von Donnerstag bis Samstag wird das Wochenende die Atmosphäre eines »methodistischen Kirchentags« bieten. Am Samstag findet in Zschorlau, dem Nachbarort von Schneeberg, das Konferenzjugendtreffen statt. In der Schneeberger Auferstehungskirche kommen ebenfalls am Samstag die Frauen zu ihrem Treffen zusammen. Am Sonntag ist der Abschluss mit der Kinderkonferenz Zschorlau und dem Ordinationsgottesdienst und Sendungsgottesdienst in Schneeberg.

Konferenz-Premiere in Schneeberg

Erstmals wird eine Jährliche Konferenz der EmK in der Bergstadt Schneeberg zusammenkommen. Am Ende des 15. Jahrhunderts führten Silberfunde zur Gründung der Stadt. Seither bestimmte der Bergbau auf Silber, Wismut und Kobalt maßgeblich die Entwicklung Schneebergs. Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit ist der Ort mit der Pflege alter Traditionen ein touristisches Reiseziel.

Bildnachweis: OJK, Grafik Marco Köhler

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Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

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Die Ostdeutsche Konferenz umfasst 120 Gemeinden in 56 Bezirken mit rund 12.800 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

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